
Vom 29. Juni bis 4. Juli 2026 fand an der Hochschule Bremen erstmals ein Blended Intensive Programme (BIP) zum Thema „Cross-Disciplinary Problem Solving" statt – im Rahmen der STARS EU Alliance aus neun europäischen Universitäten. Das Programm verbindet digitale Online-Sessions mit einer Präsenzwoche und brachte Studierende sowie Lehrende aus Deutschland, Frankreich, Polen und Spanien zusammen, um gemeinsam zukunftsrelevante Herausforderungen zu analysieren und zu durchdenken.
An dem Stars EU BIP beteiligten sich über 30 Studierende und Lehrende aus vier Ländern und unterschiedlichen Fachdisziplinen: aus dem Dualer Studiengang Public Administration B.A. und European Studies M.A. der Hochschule Bremen (HSB), aus Natur- und Wirtschaftswissenschaften von der Universidad de La Laguna (ULL) in Spanien, der Rechtswissenschaft von der Université Marie & Louis Pasteur (UMLP) in Frankreich und aus Ingenieurswissenschaften und Architektur der Politechnika Krakowska (CUT) in Polen. Diese interdisziplinäre Zusammensetzung ermöglichte es, Zukunftsfragen aus mehreren Perspektiven zu analysieren und zu bearbeiten.
Wie der den BIP organisierende Dozent Prof. Dr. Martin Holi betont: „Zukunftsfragen wie künstliche Intelligenz oder Vermögensungleichheit lassen sich nicht aus einer einzigen Disziplin heraus verstehen. Das BIP macht genau das zur Methode: Ingenieure, Naturwissenschaftler und Verwaltungsexperten im direkten Austausch."
Die Woche startete mit intensiven Teambuilding-Aktivitäten, darunter Kreativworkshops, Lego® Serious Play®, Human Bingo und Liberating Structures – bewährte Methoden, um aus Fremden schnell ein funktionierendes Team zu machen. Zudem wurden Workshops angeboten, wie der Innolocal Workshops (Prof. Dr. Lydia Scholz und Verena Beckhusen) – ein praktisches Beispiel wie Innovation im öffentlichen Bereich initiiert werden kann. Zudem gab es Input zum Thema Strategic Foresight von Dr. Regine Komoss, der den Studierenden Werkzeuge für die Zukunftsanalyse an die Hand gab.
Die Studierenden arbeiteten dann an einer breiten Palette von Zukunftsthemen: Future of Work, Künstliche Intelligenz, Europäische Verteidigungspolitik, Wealth Inequality und auch der Fußball – ein Spektrum, das zeigt, dass Zukunftsfragen überall lauern.
Die Intensivwoche war nicht isoliert: Die BIP-Teilnehmenden besuchten die Ausstellungseröffnung des Stars EU Reallabors „Outer Campus" (Prof. Dr. Maria Petra Clark und Janina Ebner) an der HSB und partizipierten an hochschulweiten Veranstaltungen wie „When Business meets Computer Science: Designing the Future with AI" (geleitet von Dr. Regine Komoss und Prof. Dr.-Ing. Dennis Kampen). Sie nahmen zudem an den Abschluss-Präsentationen des Studiengangs Sustainable Business & Entrepreneurship M.A. teil und erhielten Einblicke in challenge-based Projekte mit Food Startups aus der Region.
In der finalen Präsentation erläuterten die Studierenden ihre Posterpräsentationen und Analysen zu ihren jeweiligen Themenbereichen. Diese wurden dann kritisch-konstruktiv bewertet: Fünf Professuren aus den STARS EU Hochschulen prüften die Ergebnisse auf inhaltliche Belastbarkeit und empirische Fundierung – ein wertvolles Feedback auf europäischer Ebene.
Neben der fachlichen Intensität stand der persönliche Austausch im Fokus des Programms. Das Programm umfasste ein gemeinsames Social Dinner, der Besuch des Open-Air Festivals Breminale und gemeinsame Sportaktivitäten – Gelegenheiten für die europäischen Studierenden, Bremen und sich gegenseitig besser kennenzulernen.
Das BIP wurde von Prof. Dr. Martin Holi organisiert und in Zusammenarbeit mit den Lehrenden Prof. Dr. Célia Berger-Tarare (UMLP), Hugo Padrón Ávila (ULL), Prof. Dr.-Ing. Elżbieta Malec (CUT) und Prof. Dr. Patrycja Haupt (CUT) durchgeführt.
Ein herzliches Dankeschön geht an Simone Schwarz, Corinne Trümpler und Ann Mary Bosco aus dem International Office der Fakultät der Wirtschaftswissenschaften für ihre großartige Unterstützung während der gesamten Woche – ohne ihr Engagement wäre eine so reibungslose Umsetzung des BIPs nicht möglich gewesen.
Das BIP „Cross-Disciplinary Problem Solving" zeigt, was europäische Zusammenarbeit in der Hochschullehre leisten kann: Studierende und Lehrende verschiedener Fachkulturen und Länder kommen zusammen, diskutieren Zukunftsfragen ernsthaft und kritisch, und bauen dabei europäische Netzwerke auf, die über die Programm-Woche hinaus wirken. Dass dies erstmals im Rahmen der STARS EU Alliance an der Hochschule Bremen stattfand, ist ein wichtiger Schritt für die internationale Profilierung der Hochschule und die Vorbereitung unserer Studierenden auf eine komplexe, vernetzte Welt.