Übersicht

Abschluss Bachelor of Engineering & Berufsabschluss als Mechatroniker:in (dual)
Studienbeginn Wintersemester
Bewerbungszeitraum Wintersemester 01. Juli bis 31. Juli
Regelstudienzeit 7 Semester
Credits 210
Akkreditiert

Ja

Zulassungsbeschränkt Nein
Zulassungsvoraussetzungen
  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder Fachhochschulreife oder Einstufungsprüfung
  • Nur bei dualer Variante: Zusätzlich Ausbildungs‐ oder Studienvertrag mit einem der Partnerunternehmen
Unterrichtssprache Deutsch
Fakultät/Institution Fakultät Elektrotechnik und Informatik
Integrierter Auslandsaufenthalt Nein
Studienformat duales Studium optional

Ein langjähriger Trend zeigt, dass die Informatik in Anlagen, Maschinen und Geräten weiter an Bedeutung gewinnen wird. Steuerungs- und Regelungssysteme übernehmen einen immer größer werdenden Wertschöpfungsanteil. Sowohl die industrielle Produktion als auch die Gegenstände des Alltags werden umfassend digitalisiert und miteinander vernetzt, um dem Gedanken der Industrie 4.0 und dem Internet-der-Dinge zu folgen. Aber: ohne „things“ gibt es auch kein „Internet of Things“: Erst Sensoren, die Messwerte und Informationen liefern, und Aktoren, die eine Bewegung erzeugen, ermöglichen eine Wechselwirkung zwischen realer und digitaler Welt.

Die heute auszubildenden Ingenieurinnen und Ingenieure müssen daher eine interdisziplinäre Kompetenz mitbringen, die ihnen den „Blick über den Tellerrand“ ermöglicht und die sie für die Entwicklung multifunktionaler Systeme qualifiziert: Gesucht werden Ingenieurinnen und Ingenieure mit Crossover-Qualifikation. Außer naturwissenschaftlichen Grundlagen braucht es spezielle Kenntnisse in der elektro-mechanischen Entwicklung und Konstruktion, im rechnergestützten Entwurf digitaler Steuerungen und Regelungen sowie in den Automatisierungssystemen und deren Einbindung in eine sichere Softwarearchitektur.

Interdisziplinarität ist also das Schlagwort der Zukunft: Die verschiedenen Disziplinen Mechanik, Elektronik und Software bilden die Grundbausteine der Mechatronik und der Automatisierungstechnik. Die Kenntnisse und Fertigkeiten in diesen Schwerpunkten werden an der Hochschule Bremen in dem Studiengang Automatisierung/Mechatronik auf einer theoretischen Grundlage und zugleich in der praktischen Anwendung vermittelt. Um bei der aktuell rasanten technischen Entwicklung nicht den Anschluss zu verlieren, müssen sich die Absolventen der Automatisierung und Mechatronik aber wohl auf ein lebenslanges Lernen einstellen. Eines ist damit sicher: Der Beruf einer Ingenieurin oder eines Ingenieurs dieser Fachrichtungen ist vielfältiger, kommunikativer, kreativer und abwechslungsreicher als viele denken!

Perspektiven

Deutschland ist Ingenieurland! Der nationale Arbeitsmarkt für Ingenieure und Ingenieurinnen könnte kaum besser sein, der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Vor allem die Nachfrage nach Absolventen der Automatisierung und Mechatronik mit ihrem interdisziplinären Wissen ist beständig hoch.

Die im internationalen Vergleich hervorragende Stellung Deutschlands als Technologie- und Produktionsstandort beruht maßgeblich auf der Qualifikation und der Innovationsfreudigkeit seiner Ingenieure und Ingenieurinnen. Zugleich sehen sich Ingenieure neuen Herausforderungen gegenüber, die durch die Digitalisierung, durch den Industrie 4.0-Gedanken und eine zunehmend rechnergestützte Entwicklung komplexer Systeme entstehen. Um diese vordere Position nicht zu verlieren, haben sich die Studiengänge der Automatisierung und Mechatronik an der Hochschule Bremen so weiterentwickelt, dass sich die Digitale Transformation stärker in den Studieninhalten widerspiegelt.

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sieht in den kommenden Jahrzehnten einen weiter steigenden Bedarf an Ingenieuren. Zum Ende 2019 waren im Durchschnitt monatlich rund 73.000 Ingenieurstellen in Deutschland zu besetzen (Quelle: VDI-Ingenieurmonitor 2019). Gesucht werden besonders Ingenieure mit „Schnittstellenkompetenzen“, also genau jene Absolventen, die fachlich und interdisziplinär in den Bereichen Mechanik, Elektronik und Software in Theorie und Praxis gut ausgebildet sind.

Die Tätigkeitsbereiche unserer Absolventen der Automatisierung und Mechatronik sind äußerst vielfältig: ihre Tätigkeiten als Ingenieure und Ingenieurinnen liegen im Bereich von Konstruktion und Entwicklung, dem Auf- und Ausbau von Produktionssystemen, dem Vertrieb technischer Systeme, der Qualitätssicherung, der Projektierung von Kundenaufträgen, der Softwareerstellung und -implementierung sowie der Inbetriebnahme von Maschinen, Anlagen und Geräten. Zu den ersten Arbeitgebern nach Studienabschluss zählen die groß- und mittelständischen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, der Fertigungsindustrie und Elektro-, Elektronik- und Energieindustrie sowie Ingenieurbüros. Nicht zu vergessen: die Tätigkeit zukünftiger Ingenieure und Ingenieurinnen wird attraktiver, da Routinetätigkeiten durch die Digitalisierung ersetzt werden und mehr Platz für kreative Aufgaben entsteht.

Vorteile eines dualen Studiums

Zwei Abschlüsse

Ausbildungsintegrierte Studiengänge schließen mit zwei Qualifikationen in einer Ausbildung ab: dem international anerkannten Bachelorabschluss und dem Kammerabschluss des jeweiligen Ausbildungsberufs.

Auch bei praxisintegrierten Studiengängen ist gegebenenfalls zusätzlich zum Erwerb des Bachelorabschlusses der Kammerabschluss in einem Ausbildungsberuf möglich.

Kürzere Ausbildungszeit

Im Vergleich zu einer Ausbildung und einem späteren Studium ist die Zeit bei einem dualen Studium insgesamt deutlich kürzer.

Berufliche Perspektiven

Bereits während des Studiums sammeln Sie praktische Erfahrungen im Betrieb. Das qualifiziert Sie gegenüber Mitbewerber:innen mit einem herkömmlichen Studium. Viele Betriebe übernehmen duale Absolvent:innen, da sie praxisorientiert, zielstrebig und leistungsbereit sind. Darüber hinaus sind die dualen Absolvent:innen bereits sozial in das Unternehmen integriert.

Vergütung

Durch die Kombination aus Studium und Ausbildung erhalten Sie während der gesamten Studienzeit eine Vergütung durch das Unternehmen. In vielen Fällen übernimmt der Betrieb zudem die Semesterbeiträge.

  • Student vor M-Gebäude

    „Der Studiengang Automatisierung/Mechatronik bietet Studierenden eine Qualifikationsmöglichkeit in verschiedenen Einsatzgebieten. Besonders gut gefällt mir an Mechatronik, dass der Studiengang die drei wichtigen Ingenieurdisziplinen Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau vereint. “

    Ayoub Student Automatisierung/Mechatronik

  • Student im Frühjar vor M-Gebäude

    „Ich habe mich für das Studium der Automatisierung/Mechatronik an der HSB entschieden, weil in den Laboren die Praxis von Anfang an ein wichtiger Teil der Ausbildung ist und das Gelernte später in spannenden Projekten angewandt wird.“

    Erik Student Automatisierung/Mechatronik

  • Student vor M-Gebäude

    „Für mich ist die HSB genau die richtige Wahl, weil ich hier nicht bloß Theorie vermittelt bekomme, sondern Dinge lerne, die mir später im Beruf nützlich sein werden. Da ich schon immer Interesse an Robotern und Produktionsstraßen hatte, ist der Studiengang Automatisierung/Mechatronik wie für mich gemacht.“

    Hannes Student Automatisierung/Mechatronik

Studienverlauf

Zusätzliche Informationen zum Studienverlauf

Modulhandbuch

Prüfungsordnung

Praxisbezug

Beispielprojekt: Roboterplattform

Aufgabe für die Studierenden innerhalb des Projektes „Roboterplattform“ war der theoretische Entwurf, die Entwicklung, der Bau und die Inbetriebnahme einer hochgradig manövrierfähigen Roboterplattform, ausgestattet mit einem Greifer aus einer Formgedächtnis-Legierung sowie einer Kamera zur tag-Erkennung, die Pakete unterschiedlicher Größe in ihrer Raumlage erkennt, sodass der Greifer diese greifen kann. Weiterhin sind die Pakete in einer Befüllstation mit Granulat zu befüllen und anschließend in einem Magazin abzulegen. Durch einen Bediener angefordert, ist ein volles Paket (klein, groß) aus dem Magazin auszugeben. Das Projekt ist in einer Projektorganisation in verschiedenen Teams unter Einhaltung eines Termin- und Kostenrahmens bearbeitet worden.

Beispielprojekt: Smartlock

Aufgabe für die Studierenden beim Projekt „Smartlock“ innerhalb der Lehrveranstaltung „Konstruieren mit Neuen Aktoren“ war der theoretische Entwurf, die Entwicklung, der Bau und die Inbetriebnahme einer Schließeinrichtung mit Formgedächtnisaktorik und einer kontaktlosen Steuerung via Smartphone. Die Schließeinrichtung besteht aus einem automatisierten Linearstellelement, das durch eine sehr einfache, kompakte und geräuschlose Aktorik aus einer Formgedächtnislegierung beispielhaft zum schlüssellosen Ver- und Entriegeln eines Türeinsteckschlosses eingesetzt werden kann. Dieses Türschloss ist im Sinne des Internet of Things (IoT) über eine Smartphone-App steuerbar. Verschiedene Projektgruppen haben die Aufgabe ausgehend von einem Pflichtenheft auf sehr individuelle Weise elektromechanisch gelöst.

Labore

  • Labor für Regelungstechnik
  • Labor für Modellbildung und Simulation, Sensorik und Aktorik
  • Labor für Robotersysteme
  • Labor für Konstruktion und Neue Aktorik
  • Labor für Automatisierungssysteme
  • Labor für Anlagen- und Leittechnik in der Fertigungsautomation

Internationalität

Die Hochschule Bremen im Allgemeinen wie die Fakultät Elektrotechnik und Informatik im Speziellen haben Partnerhochschulen und Partnerfakultäten in der ganzen Welt. Die zwischen der Fakultät und den ausländischen Partnern vereinbarten Abkommen regeln den Austausch von Studierenden und stellen die Möglichkeit zur Internationalisierung des Studiums dar. Sprechen Sie uns bei Fragen zum Auslandsaufenthalt während des Studiums gerne an. 

Kooperationen

Die Lehrinhalte der Studiengänge Automatisierung und Mechatronik weisen durch zahlreiche Schnittstellen mit kooperierenden Industrieunternehmen einen hohen Grad an Praxisbezug auf. Diese Kooperationen finden statt in der Forschung wie in der Lehre: Durch viele industrienahe Abschlussarbeiten sowie durch das Dualstudium mit seinen eingerichteten Beiräten werden aktuelle Bedarfe erfasst. Lehrinhalte in den Studiengängen können so passgenau zu den Anforderungen der Industrie ausgestaltet werden.  

Durch zahlreiche drittmittelgeförderte Verbundprojekte ist die Fakultät in engem Kontakt mit kleinen und größeren Industrieunternehmen und erhält dadurch Einblick in deren fachlichen Bedarf an Technologie sowie personellen Bedarf an Absolventen.

Partnerunternehmen

Eine Übersicht unserer Partnerunternehmen und der freien Plätze für ein duales Studium finden Sie hier:

Bewerbung

  1. Informieren

    Prüfen Sie die Bewerbungsfristen und Zulassungsvoraussetzungen für Ihren Wunsch-Studiengang.

    Nur bei dualer Variante: Der Bewerbungsschluss richtet sich daher nach den organisatorischen Erfordernissen des jeweiligen Unternehmens.

    Fragen zum Studiengang beantworten die Ansprechpersonen auf den Studiengangsseiten. Bei weiteren Fragen rund um Ihre Entscheidung für ein Studium an der HSB helfen unsere Beratungs- und Serviceeinrichtungen weiter.

  2. Bewerben

    Nur bei dualer Variante: Die Bewerbung erfolgt zunächst direkt bei einem der Partnerunternehmen. 

  3. Studienplatz annehmen

  4. Willkommen an der HSB!

Kontakt

Fragen zum Studieninhalt

Koordinatorin Duales Studium

Fragen zur Bewerbung und Zulassung 

Fragen zum Auslandsaufenthalt