Übersicht

Projektleitung Koppe, Bärbel, Prof. Dr.-Ing.
Kooperationspartner bremenports GmbH & Co. KG, Hamburg Port Authority, Lübeck Port Authority, N-Ports Niederlassung Brake, N-Ports Niederlassung Cuxhaven, Rostock Port GmbH, Seehafen Wismar GmbH
Projekttyp Drittmittelprojekt (Zuwendung)
Mittel- bzw. Auftragsgeber Bund, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Förder- bzw. Auftragssumme 197.211 €
Laufzeit 03/2018 - 04/2021
Fakultät Fakultät Architektur, Bau und Umwelt

Seehäfen nehmen eine wichtige Rolle als Knotenpunkte im Güterumschlag ein und sind in den jeweiligen Regionen ein wichtiger Motor für Wirtschaft und Beschäftigung. Durch ihre Lage an der Küste sind Seehäfen in besonderer Weise vom bevorstehenden Meeresspiegelanstieg aufgrund des Klimawandels betroffen. Ihre Funktionalität ist auch durch weitere Folgen des Klimawandels, wie z. B. die Zunahme von Extremwetterereignissen, bedroht.

Damit Seehäfen auch zukünftig den wirtschaftlichen wie den umweltbedingten Anforderungen gerüstet sind, ist ihre Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel frühzeitig zu analysieren und Maßnahmen zur Erhöhung ihrer Resilienz sind in Hafenmanagement und -planung zu berücksichtigen. Da hier wirtschaftliche und zeitliche Aspekte eine Rolle spielen, ist es wichtig, die Gefahren und Risiken durch die Folgen des Klimawandels zu kennen, um Anpassungsmaßnahmen zu priorisieren.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderten und von bremenports finanziell unterstützten Projekts PortKLIMA zur 'Entwicklung und pilothaften Umsetzung von Bildungsmodulen zur Einbindung der Anpassung an den Klimawandel in Planung, Bau und Betrieb von Seehäfen in Deutschland' wird exemplarisch anhand sieben deutscher Seehäfen die Resilienz von Seehäfen gegenüber dem Klimawandel untersucht und sowohl Strategien als auch Maßnahmen für ihre Anpassung an die Folgen des Klimawandels dargestellt. Ideelle Kooperationspartner im Projekt PortKLIMA sind die Hafenmanagementgesellschaften der Seehäfen Brake, Bremen/ Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Lübeck, Rostock und Wismar. Anhand der Ergebnisse werden Bildungsmodule für die berufliche Fort- und Weiterbildung von im Hafenbau und Hafenmanagement tätigen Ingenieuren, Logistikern, Wirtschaftswissenschaftlern, Technikern etc. als auch für die studentisch Lehre zur Einbindung der Anpassung an den Klimawandel in Planung, Bau und Betrieb von Seehäfen in Deutschland entwickelt und pilothaft umgesetzt.

Die internationale Arbeitsgruppe WG 178 der World Association for Waterborne Transport Infrastructure (PIANC), ein weltweit tätiger Verband mit dem Ziel der technisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich der Binnen- und Seewasserstraßen, der Binnen- und Seehäfen sowie des Küstenschutzes und der Meerestechnik, hat im Jahr 2020 den Leitfaden ‘Climate Change Adaptation Planning for Ports and Inland Waterways' veröffentlicht.

Der Leitfaden beinhaltet in einem vierstufigen Prozess Empfehlungen für ein mögliches Vorgehen zur Erstellung einer Anpassungsstrategie für Häfen und Wasserstraßen, wobei die jeweils relevanten Interessengruppen mit eingebunden werden. Der PIANC-Leitfaden ‘Climate Change Adaptation Planning for Ports and Inland Waterways’ ist in seiner Gänze auf deutsche Seehäfen anwendbar und kann als idealer Leitfaden bei der Erstellung eines Anpassungsmaßnahmenplans an die Folgen des Klimawandels angewendet werden.

Im Rahmen des Projekts wurden außerdem fünf Fact Sheets sowie ein Bericht für die in der beruflichen Praxis Tätigen und ein Skript für die studentische Lehre erstellt.

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