KI in Studium und Lehre (ZLL)
Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Hinweise, wie Sie und Ihre Studierenden den Einsatz von KI-Technologien beim wissenschaftlichen Schreiben und Arbeiten kennzeichnen und dokumentieren können. Zudem bieten wir Ihnen ein ausführliches FAQ rund um das Thema Künstliche Intelligenz sowie weiterführende, sorgfältig zusammengestellte Informationen und Materialien, die fortlaufend ergänzt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als Vorschlag und Orientierungshilfe. Wir unterstützen Sie bei der Entscheidung, wie die Nutzung von KI in Ihren Modulen – insbesondere bei der Textproduktion – angegeben und dokumentiert werden kann.
Unsere Empfehlung: Suchen Sie den aktiven Austausch mit Ihren Studierenden. Kommunizieren Sie proaktiv, wie KI in Ihren Veranstaltungen eingesetzt werden darf und wie nicht.
Auf diesen Seiten finden Sie dazu praktische Tipps, Hilfestellungen und direkt nutzbare Textbausteine.
Seitdem generative KI-Technologien die Produktion von Text automatisieren und gängige Schreib- und Lesepraktiken im Wissenschaftsbereich verändern, wird die Frage nach der Kennzeichnung und Dokumentation von KI-Nutzung in wissenschaftlichen Schreib- und Forschungsprozessen diskutiert.
Inzwischen zeichnen sich zwar Tendenzen ab, welche Formen der Kennzeichnung und Dokumentation gängig werden oder häufiger eingesetzt werden. Aber es existiert noch keine fachübergreifende Übereinkunft darüber, wie die KI-Nutzung in wissenschaftlichen Schreibprozessen anzugeben ist. Es existieren aktuell allenfalls fachspezifische Regelungen.
Auch die folgenden Informationen sind keine verbindliche Regelungen. Vielmehr möchten sie dazu beitragen, Unsicherheiten abzubauen, einen Rahmen für die Anwendung zu geben sowie den Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden anzuregen.
Hier finden Sie eine Zusammenstellung von Materialien rund um die Kennzeichnung und Dokumentation von KI-Einsatz in Textproduktionsprozessen.
Die Diskussion um Kennzeichnungs- und Dokumentationsvarianten des KI-Einsatzes beim wissenschaftlichen Schreiben ist im vollen Gange. Wir haben interessante Ressourcen von Hochschulen für Sie ausgewählt, die Ihnen und Ihren Studierenden in der Auseinandersetzung mit dem Thema helfen können.
Die Möglichkeiten GenKI einzusetzen sind groß, die Unsicherheiten von Studierenden oft auch. Orientierung schafft Sicherheit - Sie als Lehrende können Ihren Studierenden diesen Rahmen bieten:
GenKI ist Bestandteil unserer Lebens- und Arbeitswelt geworden. Daher legen wir Ihnen nahe, KI aktiv und gezielt in der Lehre einzusetzen, um die digitale Kompetenz Ihrer Studierenden zu fördern. Dabei sollte ein verantwortungsbewusster und reflektierter Umgang mit KI im Fokus stehen. Es wird aber aber auch Lernziele geben, die nur durch direkte (also nicht KI-gestützte) Erarbeitung erreicht werden können. In diesen Fällen wird es sinnvoll, die Nutzung von KI auszuschließen, um sicherzustellen, dass die Studierenden die Lernziele eigenständig erreichen.
Hier stellen wir Ihnen vier Ansätze vor, GenKI in Ihren Lehrveranstaltungen zu integrieren. Sie wählen das Modell, das die Lehrziele Ihres Moduls besten unterstützt, um einen kompetenten Umgang mit zukunftsweisenden Technologien zu unterstützen.
Im Folgenden werden die vier Ansätze kurz dargestellt und um Formulierungen für Ihren Syllabus/Ihren AULIS-Kurs ergänzt:
Hier finden Sie verschiedene Beispiele, wie große Fachverbände, Verlage und Institutionen der Forschungsförderung ihre Guidelines zur Kennzeichnung und Dokumentation des KI-Einsatzes formulieren und damit vorgeben, was in ihrem Rahmen zur wissenschaftlichen Integrität zählt und was nicht akzeptiert wird.
IEEE ist ein weltweiter Berufsverband für Berufe und Wissenschaftler:innen im Bereich der Elektro- und Informationstechnik
Im Rahmen seiner Veröffentlichungsrichtlinien schreibt der IEEE folgendes Vorgehen fest:
APA ist die American Psychological Association. Der Referenzstil APA ist über viele Disziplinen hinweg weit verbreitet. Aktuelle Informationen, Änderungen finden sich im APA Style Blog.
Springer - ein großes Verlagshaus mit 2.900 Zeitschriften und 300.000 Büchern.
Stellungnahme des Präsidiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Einfluss generativer Modelle für die Text- und Bilderstellung auf die Wissenschaften und das Förderhandeln der DFG Stand September 2023
Empfehlungen des Präsidiums der Leibniz-Gemeinschaft zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz Stand November 2024.
Im Diskurs um Künstliche Intelligenz (KI)/Artificial Intelligence (AI) sind viele Begriffe im Umlauf; in der Hochschullandschaft hat sich beispielsweise die Bezeichnung Generative Künstliche Intelligenz (GenKI/GenAI) für Sprach- und Bildgenerierungsmodelle etabliert. Einige der etablierten Begriffe sind jedoch irreführend, gleichzeitig sind sie allen Interessierten und Beteiligten bekannt. Auf diesen Seiten wählen wir daher einen pragmatischen Ansatz: Um eine Orientierung und Auffindbarkeit unserer Angebote und Materialien zu gewährleisten, orientieren wir uns an den in der Hochschullandschaft gängigen Begriffen. Parallel dazu legen wir Wert darauf, möglichst klar in unserem Sprechen zu sein, um Missverständnisse zu vermeiden.
Schon der Begriff der Intelligenz in Künstlicher Intelligenz ist irreführend, weil hinter den gängigen Sprachmodellen (wie ChatGPT) und Bildgenerierungsmodellen (wie DALL-E) Modelle stehen, die mit großer Rechenleistung mathematische Berechnungen durchführen, aufgrund derer sie ihren Output generieren. Dabei können sie basierend auf der Größe der Trainingsdaten natürliche Sprache imitieren. Diese Vorgänge sind allerdings nicht mit menschlicher Intelligenz vergleichbar. Die Bezeichnung GenKI/GenAI legt den Fokus auf die generierende Funktion der Modelle. Diese können je nach Modell üblicherweise Text, Audio und/oder visuelle Inhalte (Bilder, Videos) erstellen. Diese Bezeichnung ist damit schon präziser als lediglich KI/AI.
Wir empfehlen bei der Bezeichnung von Modellen allerdings noch präziser in Funktionen zu denken. Dieses Vorgehen macht deutlich, welche Aufgaben die jeweiligen Modelle erfüllen können, und wirkt damit dem Eindruck der Black Box entgegen, d. h. nicht zu wissen, wie die Modelle funktionieren. Mögliche Funktionen können z. B. Textgeneration, Text-to-Image, Text-to-Speech, Speech-to-Text, usw. sein. Aktuelle Chat-Oberflächen wie z. B. ChatGPT oder Claude vereinen üblicherweise Textgeneration (Text-to-Text), Image-to-Text und Speech-to-Text-Funktionen. Das Benennen der konkreten Funktionen kann uns auch im Nachdenken über Sprachmodelle im wissenschaftlichen Arbeiten unterstützen, da wir so präziser entscheiden können, welche Prozesse wir durch Modelle ersetzen und welche wir beibehalten wollen.