Anhand eines konkreten Bremer Ortes  ̶  der Gartenstadt Süd  ̶  wird aufgezeigt, wie die Themen „Beautiful, Sustainable und Together" in einem bestehenden Quartier durch Neu- und Ergänzungsbauten baulich umgesetzt werden können. An dem diesjährigen Wettbewerb haben neben den Bremer Studierenden auch Studierende der Münster School of Architecture teilgenommen. Die eingereichten 21 Studienarbeiten zeigen sehr vielfältige Vorschläge für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Siedlung aus der Nachkriegszeit.

 

Preisträger Nick Zinthäfner doppelt ausgezeichnet

In der Preisverleihung am 1. Dezember 2021 wurde die Bachelorarbeit des Bremer Studenten Nick Zinthäfner mit dem Alvar Aalto Preis 2021 ausgezeichnet. Der bereits mit dem Karl-Engeland-Preis prämierte Entwurf überzeugte durch eine sehr eigenständige Fortschreibung der vorhandenen Bestandszeilen und eine große Vielfalt, räumliche Qualität und Flexibilität der Wohnungsgrundrisse. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss bilden zusammen einen Stahlbeton-Sockel, auf welchem sich die Wohneinheiten in Schottenbauweise aus Massivholz stapeln. Mit einem umfangreichen Grundrissatlas schafft der Entwurf aneignungsoffene Wohneinheiten, die nach den individuellen Bedürfnissen der Bewohner:innen ausgebaut werden können. Die Freiflächen zwischen den Neubau und Bestandsgebäuden werden aus Betonfertigteilen ausgeführt. Diese liegen auf Unterzügen aus Stahlbeton, welche punktuell über entkoppelte Stahlwinkel an den Holzschotten angebracht sind. Straßenseitig werden sie von einer Reihe Stahlbetonstützen abgetragen. Durch die flexiblen Grundrisse und eine rückbaubare Konstruktionsweise ist das Gebäude langlebig und die graue Energie, die für die Errichtung benötigt wird, wird lange gespeichert.

Weitere Anerkennungen wurden für die Arbeiten von Safia Baah-Asiedu und Constantin Stelling (Hochschule Bremen) sowie für die gemeinsamen Arbeiten von Nils Bieker und Tim Hornung (Hochschule Münster) als auch für Alexander Lehnert und Alexandra Venekamp (Hochschule Münster) vergeben.

 

In der begleitenden Ausstellung sind alle prämierten Wettbewerbsbeiträge noch bis zum 15. Dezember, montags bis freitags von 14:00 – 18:00 Uhr im Ausstellungsraum der Hochschule Bremen (Neustadtswall 30, Gebäude AB, 5. Etage, Raum AB 516 / Forum) zu sehen.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung der prämierten Beiträge sowie zur Dokumentation des diesjährigen Alvar-Aalto-Wettbewerbs finden Sie unter: https://aalto-preis.gewoba.de/

 

 

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