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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Projekttitel

INAZ: Inklusive Bildung in der Alphabetisierungspraxis und im System des Zweiten Bildungswegs – Qualifikationen, Kompetenzen und Bedarfe des pädagogischen Personals

Projektleitung
Hirschberg, Marianne, Prof. Dr.

Projektbeteiligte
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Dr. Franziska Bonna, Helge Stobrawe
Studentische Hilfskräfte: Gesche Valentin, Nele Mertens, Pieter Vellema

Projekttyp
Hoheitliches Forschungsprojekt (Drittmittel)

Mittel- bzw. Auftragsgeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Förder- bzw. Auftragssumme
472950.45 €

Laufzeit
04/2018 -  03/2021

Kooperationspartner
Beratung und Aufträge:
Frau Prof. Dr. Anke Grotlüschen
Frau Dr. Barbara Vielhaber (KMF-Vielhaber)

Wesentliche Inhalte und Zielsetzungen
Das Projekt zielt auf die Professionalisierung der inklusiven Bildungspraxis in der Alphabetisierung und im System des Zweiten Bildungswegs. Untersucht wird, welche Kompetenzen aber auch Widerstände Lehrkräfte in ihrem Berufsalltag bereits haben. Auf der Basis von Gruppendiskussionen und einer bundesweiten Fragebogenerhebung mit Lehrkräften an Volkshochschulen wird ein Fortbildungsmodul entwickelt und erprobt. Es dient dazu, Lehrkräfte der Erwachsenenbildung zu befähigen, inklusive Lerngruppen qualitativhochwertig zu unterrichten.

Kontakt
inaz@hs-bremen.de

Weitere Projektinformationen

Motivation:
Gemäß dem zweiten Teilhabebericht über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen verlassen 71% der Förderschüler*innen die Schule ohne Hauptschulabschluss (BMAS 2016: 93). Sie finden sich u.a. in Alphabetisierungskursen (Rosenbladt/Bilger 2011) sowie im Zweiten Bildungsweg wieder. Pädagogisches Personal des Zweiten Bildungswegs der Volkshochschulen äußert, verstärkt mit Ansprüchen inklusiver Bildung konfrontiert zu sein. Das Vorhaben orientiert sich am Menschenrechtsgrundsatz von Inklusion der Behindertenrechtskonvention (Art. 3c BRK) in Verbindung zum individuellen Recht aller behinderten Menschen, gleichberechtigt mit anderen an qualitativ hochwertiger Bildung in einem inklusiven Bildungssystem teilzuhaben (Art. 24, speziell Art. 24 Abs. 5 BRK).
Innovation und Perspektiven:
Die BRK hat seit dem 26.03.2009 den Status einfachen deutschen Rechts. Inklusive Bildungsangebote Erwachsener stehen im Vergleich zu denen für Kinder und Jugendliche in der politischen Diskussion noch im Hintergrund. Die Schaffung gemeinsamer Bildungsangebote für behinderte und nichtbehinderte Menschen erfordert jedoch nicht nur eine gesetzliche Grundlage, sondern auch die Umsetzung in der Praxis und somit Fortbildung und Schulung des Personals, der sich dieses Vorhaben widmet.
Literatur:
BMAS Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hg.) (2016): Zweiter Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen. Teilhabe – Beein-trächtigung – Behinderung. Bonn: Referat Information, Monitoring, Bürgerservice, Bibliothek.

UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) (2008): Gesetz zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie zu dem Fakultativprotokoll vom 13. Dezember 2006 zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. In: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil II Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 31. Dezember 2008.

Rosenbladt, Bernhard von; Bilger, Frauke (2011): Erwachsene in Alphabetisierungskursen der Volkshochschulen. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung (AlphaPanel). Bonn: Deutscher Volkshochschul-Verband.
Team:

Rebecca Maskos (Mitarbeiterin Professur Hirschberg), Gesche Valentin, Marianne Hirschberg, Pieter Vellema, Nele Mertens, Helge Stobrawe, Franziska Bonna (Mitarbeitende Projekt INAZ)



 

 

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