Ausstellung
1932 bis 1933 realisiert Ludwig Mies van der Rohe für Martha und Karl Lemke ein eingeschossiges Wohnhaus in Berlin-Hohenschönhausen am Ufer der Obersees. In diese Jahre fällt auch die Schliessung des Bauhauses in Dessau, deren Direktor Mies van der Rohe ist.
1945 müssen die Lemkes ihr Wohnhaus verlassen, als der Oberseepark zum russisches Sperrgebiet erklärt wird. 1977 wird das Haus unter Denkmalschutz gestellt und 1990 durch den Bezirk öffentlich zugänglich gemacht. Seit einer umfänglichen Sanierung 2002 wird das ehemalige Wohnhaus Lemke als Ausstellungsgebäude genutzt und Mies van der Rohe Haus genannt. Bis heute fehlen allerdings sämtliche für ein modernes Museum notwendigen Räume: es gibt keinen Eingang mit Empfang und Garderobe, keinen Besprechungs- und Veranstaltungsraum, keine hinreichend großen Toiletten, kein Café und keinen Museumsshop und auch keinerlei Lagerräume. Für diese Nutzungen schufen die Studierenden auf dem Grundstück eine bauliche Erweiterung – in der intensiven Auseinandersetzung mit den Entwurfsgedanken Mies van der Rohes, mit dem konkreten Ort und der Gebäudetypologie.
Die Ergebnisse sind dieses Wintersemester im Master-Projekt “Ort und Gesellschaft” bei Prof. Dr. Claudia Kromrei, Anja Link und Jesse Rahn entstanden.
Plakat zur Ausstellung

Prof. Dr.-Ing. Claudia Kromrei
Architekturtheorie und Baugeschichte
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