
Eine Kooperation aus STARS EU und Schule@HSB
Im Rahmen der europaweiten „European Researchers’ Night“ hat die Hochschule Bremen (HSB) am 25. September 2026 erstmals das Format „Researchers at Schools“ pilotiert. Ziel war es, wissenschaftliche Forschung anschaulich und lebendig in den Schulalltag zu bringen.
Im Pilotprojekt beteiligten sich drei Bremer Schulen: die Oberschule am Leibnizplatz, die Wilhelm-Olbers-Oberschule in Hemelingen sowie die Freie Evangelische Bekenntnisschule in Habenhausen. Insgesamt waren zehn Forschende aus unterschiedlichsten Fachbereichen der HSB vor Ort. In 20-minütigen, verständlichen Kurzvorträgen stellten sie ihre Forschungsarbeiten vor und diskutierten anschließend mit den Schüler:innen.
Rund 200 Bremer Schüler:innen nahmen an der Aktion teil. „Der Professor hat sehr spannend erzählt – und ein richtig interessantes Modell in der Biologie vorgestellt“, berichtete ein Schüler der Oberschule am Leibnizplatz begeistert. Auch Emmy Weßling von der Wilhelm-Olbers-Oberschule zeigte sich beeindruckt: „Dank des Vortrags haben wir einen weiten Einblick in Berufsbereiche bekommen, die einem erstmals fremd vorkommen. Das öffnet gedanklich ganz neue Türen und weckt eventuell das Interesse, sich noch weiter zu informieren. Durch diese Präsentation ist mir erst bewusst geworden, welche Spannbreite manche Berufe mit sich bringen.“
Für die Forschenden war es eine willkommene Herausforderung, ihre Themen sowie ihren Werdegang und den wissenschaftlichen Alltag in einem schulischen Kontext zu vermitteln. Prof. Dr. Stefan Veltel, Professor für Technische Mikrobiologie, berichtete nach seinem Besuch: „Die Schüler:innen haben interessante Fragen gestellt – gar nicht oberflächlich, sondern stark mitgedacht und sehr vortragsbezogen.“
Viktoria Janke konnte neben ihrem Vortrag zu „Chancen und Herausforderungen von Pflegetechnologien im Pflegeheim“ aus ihrem eigenen Lebenslauf schöpfen: „Mein Werdegang verlief nicht linear – dazu kamen ebenfalls interessierte Fragen von den Schüler:innen.“
Die Veranstaltung inspirierte manche Teilnehmenden direkt für ihre berufliche Zukunft. Die Schülerin Rosila Hussien hob hervor: „Besonders spannend fand ich, wie Brücken geplant und gebaut werden und welche Voraussetzungen man für den Beruf braucht.“
In der Wilhelm-Olbers-Oberschule kamen die Vorträge genau zur rechten Zeit: „Neben den interessanten Themen war es lehrreich, zu erfahren, wie wissenschaftliches Arbeiten in den verschiedenen Themenfeldern funktioniert. Unsere Schüler:innen müssen in diesem Schuljahr ein eigenes Projekt realisieren und dabei erste wissenschaftliche/propädeutische Methoden anwenden“, erklärte Susanne Nadler, Oberstufenkoordinatorin.
Gleichzeitig boten die Vorträge auch den Lehrkräften wertvolle Anregungen für ihre Unterrichtsgestaltung. Daniel Pache, Lehrer für Mathematik und Biologie an der Freien Evangelischen Bekenntnisschule Bremen, fasste zusammen: „Ein spannender Vortrag, der den Schülerinnen und Schülern einen tiefen Einblick in die fachlichen Herausforderungen einer Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelproduktion gegeben hat. Darüber hinaus gab der Vortragende einen Überblick über seine persönliche Arbeitswelt und seinen Werdegang als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Herzlichen Dank dafür.“
Im Zentrum des Formats stand das Ziel, die Neugier der Jugendlichen für Wissenschaft zu wecken und zugleich konkrete Alltagsbezüge herzustellen. Damit leistet „Researchers at Schools“ auch einen Beitrag, um Wissenschaftsskepsis durch verständliche Kommunikation und aktive Beteiligung vorzubeugen.
Das Projekt wurde im Rahmen der europäischen Hochschulallianz STARS EU in Kooperation mit Schule@HSB realisiert. Zeitgleich fanden an acht weiteren europäischen Standorten Aktionen statt, die Forschungsthemen direkt in die Gesellschaft tragen. Weitere Informationen gibt es unter: https://starseu.org/european-researchers-night-2026/.
Im nächsten Jahr wird „Researchers at Schools“ fortgesetzt.


