Der 13. Juni 2022 war ein außergewöhnlicher Tag für die Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Bremen (HSB): Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Pause wurden erstmals wieder internationale Gäste zum Short-Term Study Program auf dem HSB-Campus an der Werderstraße begrüßt. Die knapp drei Wochen voller Vorträge, Sightseeing und Erkundungen in Europa sind nun für alle Teilnehmenden zu Ende, doch die positiven Eindrücke der Zeit bleiben – wie die Abschiedsveranstaltung am 29. Juni 2022 zeigte.

Rund 30 Studierende von vier amerikanischen Partneruniversitäten reisten für das Short-Term Study Program nach Bremen und wurden mit den Kursen „Principles of Marketing“, dem sportorientierten „Moneyball: Business Models for Global Sport“ und „International Business“ sowie mit vergleichsweise gutem Bremer Wetter und spannenden Eindrücken belohnt. Begleitet wurden die Studierenden von mehreren Professor:innen ihrer jeweiligen Heimat- und HSB-Partneruniversitäten: der University of North Carolina at Wilmington, der Weber State University in Utah, der Northern Kentucky University und der University of Missouri in St. Louis.

Neben den Lehrveranstaltungen an der HSB lag ein Schwerpunkt des Short-Term Study Programs darauf, durch ein attraktives Rahmenprogramm einen Einblick in das Leben und die Kultur der Stadt Bremen zu geben. Auch die Vernetzung mit den Bremer Studierenden des HSB-Studiengangs „Betriebswirtschaft / Internationales Management“ spielte eine große Rolle, sodass die Gäste aus den USA die Stadt Bremen auch aus der Perspektive der Studierenden kennenlernen konnten.

Für Professor Brian Kinard, der an der Cameron School of Business der University of North Carolina Wilmington Marketing lehrt, ist es der Mix aus Lehre und Rahmenprogramm, der dieses Sommerprogramm so attraktiv macht. „Viele Studierende sind im Rahmen des Short-Term Study Programs zum ersten Mal in Europa, und Bremen bietet dafür die perfekten Voraussetzungen. Die Studierenden finden sich schnell zurecht und können die Zeit nutzen, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln Erkundungen über die Stadtgrenzen hinaus zu starten. Das macht die Zeit hier in Bremen vielseitig, praxisnah und interessant, denn Beobachtungen aus den Erkundungstouren können direkt in die Lehrveranstaltungen eingebracht werden, sodass aus einfachen Erfahrungen Lernergebnisse entstehen, die die Studierenden diskutieren und reflektieren können. Es macht Spaß, so interaktiv und praxisnah zu unterrichten“, betonte Professor Kinard.

Auch die internationalen Studierenden bestätigten diesen Eindruck bei der Abschiedsveranstaltung: Ihre Zeit in Bremen war sehr lohnend, da sie viel über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der amerikanischen und der deutschen Wirtschaft lernen konnten und gleichzeitig die Möglichkeit hatten, Bremen und „umzu“ zu erkunden, was in einigen Fällen zu längeren Reisen führte. So wurde zum Beispiel von Ausflügen nach Hamburg, München und Amsterdam berichtet. Mit leeren Händen verlassen die Studierenden die HSB sichtlich nicht, denn neben den offiziellen Teilnahmezertifikaten und vielen neuen Eindrücken hat sich mindestens ein neues Wort in ihren Wortschatz eingeschlichen: „Moin!“.

Das Angebot eines Sommer-Programms für internationale Studierende hat an der Hochschule Bremen eine lange Tradition. Mit großem Erfolg werden seit etwa 30 Jahren vor allem US-Studierende in Bremen begrüßt. Im Gegenzug verbringen Studierende von der HSB ein oder auch mehrere Semester an den Partnerhochschulen in den USA. Dieser Austausch bildet das Fundament für stabile transatlantische Beziehungen.

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