Wie lassen sich Abfallstoffe in innovative Produkte verwandeln? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Technik am Technischen Bildungszentrum Mitte (TBZ Mitte) in Bremen bei einem eintägigen TrashForm-Workshop. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des vom Fonds National de la Recherche Luxemburg (FNR) geförderten PSP-Flagship-Projekts „GUIDANCE – TrashForm“ durchgeführt und entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST) und der Hochschule Bremen (HSB).
Im Mittelpunkt des Workshops Mitte Juni stand die Entwicklung nachhaltiger Produkte aus vermeintlichen Abfallstoffen. Die Teilnehmenden arbeiteten interdisziplinär an Fragestellungen aus den Bereichen Werkstoffe, Rezyklierung und Produktentwicklung. Als Ausgangsstoffe dienten unter anderem Rhabarberschalen, Mullbinden, Schlüsselbänder und Fahrradschläuche. In Teams entwickelten die Schülerinnen und Schüler daraus neue Produktideen.
Das Projekt wird von Dr. Tim Huber am LIST geleitet. „Es ist immer wieder toll zu sehen, wie junge Menschen in diesem Workshop Lösungen für das globale Abfallproblem entwickeln“, sagt Tim Huber.
Auch die Hochschule Bremen begleitet das Projekt. Professor Dr. Jörg Müssig vom Bionik-Innovations-Centrum der HSB betont: „Das Projekt mit dem LIST erlaubt uns, in luxemburgischen und Bremer Schulen Konzepte der nachhaltigen Produktentwicklung in echter Teamarbeit bei Schüler:innen umzusetzen. Es ist beeindruckend zu sehen, welche spannenden Produktideen entwickelt werden.“
Besonders positiv fiel die Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler über Klassen- und Jahrgangsgrenzen hinweg auf. „Es war schön zu sehen, wie harmonisch und engagiert die Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend zusammengearbeitet haben. Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven wurden eingebracht und gemeinsam in kreative Lösungen umgesetzt“, erklärt Dr. Jens Osmer, Lehrer am Beruflichen Gymnasium für Technik des TBZ Mitte.
Der Workshop verdeutlicht, wie Nachhaltigkeitsthemen bereits in der schulischen Bildung praxisnah vermittelt werden können. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Forschungsansätze zur Kreislaufwirtschaft und zur Entwicklung nachhaltiger Werkstoffe.