
Eine Woche lang zeigte die School of Architecture der Hochschule Bremen (HSB) herausragende Studienarbeiten aus den Bachelor- und Masterstudiengängen der Architektur. Bei der Eröffnung am 22. August wurden sechs Projekte für ihre besonderen Beiträge zum nachhaltigen Bauen ausgezeichnet. Drei weitere Arbeiten erhielten eine Anerkennung.
Der Fokus der Jahresausstellung lag – wie bereits in den vergangenen Jahren – erneut auf Studienarbeiten, die sich mit dem Thema „Nachhaltiges Bauen“ auseinandersetzen. Zu sehen waren Arbeiten zu Orten in Bremen und umzu ebenso wie Projekte, die sich mit anderen Städten und Ländern – bis hin nach Sansibar – befassen. Professorin Katja Annika Pahl lobte die Vielfalt der ausgestellten Arbeiten sowie die Tiefe und Professionalität ihrer Bearbeitung.
Auswahl und Preisverleihung erfolgten in diesem Jahr durch die Architekt:innen Carl Zillich (Geschäftsführer der Projektbüro Innenstadt), Catherine Pease (Geschäftsführerin von vPPR Architects) und Nina Kemp (MIMA Architektur).
Celine Penniggers wurde für ihre Abschlussarbeit „BRECHER 08 – Kultur, Bildung, Werkstatt“ mit dem Preis „Beste Masterthesis“ ausgezeichnet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht ein Umnutzungskonzept nach dem „Haus-im-Haus“-Prinzip für die ehemalige Steinbrechanlage am Piesberg in Osnabrück. Ziel ist es, das denkmalgeschützte Industriegebäude neu zu denken und als lebendigen Bestandteil in den bestehenden Kultur- und Landschaftspark sowie in die Stadt Osnabrück zu integrieren. Mit der Umnutzung entsteht ein neuer Ort, der Kultur, Bildung, Geschichte und Handwerk miteinander verbindet.
„Das Projekt ‚BRECHER 08‘ ist auf allen Maßstabsebenen – vom Städtebau über die Landschaftsplanung bis hin zum Konstruktionsdetail im Maßstab 1:10 – sehr gut dargestellt und durchgearbeitet. Besonders überzeugend ist die räumliche Bearbeitung der komplexen Topografie“, so Jury-Mitglied Carl Zillich.
Die Auszeichnung „Beste Bachelorthesis“ ging in diesem Jahr an Alexandra Katsakioris für ihre Abschlussarbeit „INNEN & AUSSEN – Haus im Dialog“. Im Rahmen des Bachelorentwurfs „GEEREN+“ entwickelten die Studierenden Konzepte für die Erweiterung und Weiterentwicklung des Bestandsgebäudes der Architektenkammer Bremen.
„Das Konzept überzeugt durch den sensiblen Umgang mit dem Bestand und der Nachbarschaft sowie durch eine konzeptionelle und programmatische Klarheit. Die Arbeit ist in allen Maßstäben sehr gut durchgearbeitet“, lobt Jury-Mitglied Nina Kemp.
Auch die Bachelorthesis von Björn Nolte überzeugte die Jury. Seine Arbeit „TOORN – Haus der Baukultur“ wurde mit dem Preis „Herausragende Studienarbeit“ ausgezeichnet.
Neben den Preisen wurden drei Anerkennungen verliehen. Diese gingen an Lotte Jordan für ihr „As found“-Projekt aus dem ersten Bachelorsemester, an Alexandra Katsakioris und Angelina Oks für ihr Projekt „Die Flechte“ aus dem Wahlmodul „More-than-Human Mapping“ sowie an Jan Evers für seine Masterthesis „Wachhof III – Zirkuläre Maßnahmen der Feuerwache Millerntor“.
„Die ausgezeichneten Arbeiten leisten wichtige Beiträge zur Auseinandersetzung mit dem Bauen im Bestand und zeigen vielfältige Ansätze für den Umgang mit bestehenden Strukturen und deren Weiterentwicklung.“ lobt Abteilungsleitung Professorin Katja Annika Pahl.

Prof. Katja-Annika Pahl
Entwerfen, Darstellung und Gestaltung
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Die Preisträger:innen der Sommerschau 2026 v.l.n.r.: Celine Penniggers (Beste Masterthesis), Jan Evers (Anerkennung), Björn Nolte (Herausragende Studienarbeit) und Alexandra Katsakioris (Beste Bachelor Thesis & Anerkennung), es fehlen: Angelina Oks und Lotte Jordan. Foto: Jessica Ammann (HSB)
