
Masterstudierende untersuchen Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeitseinstellung und nachhaltigem Anlageverhalten und veröffentlichen einen Beitrag zu diesem Thema.
In der Branchenzeitschrift bank und markt ist der Beitrag “Nachhaltig denken, konventionell investieren? ESG-Einstellungen und tatsächliches Anlageverhalten privater Investoren” von Moritz Köneke und Felix Kunkis erschienen.
Die Publikation geht der Frage nach, inwiefern sich Nachhaltigkeitseinstellungen privater Anlegerinnen und Anleger tatsächlich in ihrem Anlageverhalten widerspiegeln, insbesondere mit Blick auf die Bereitschaft, für sozial-ökologische Geldanlagen geringere Renditen zu akzeptieren. Die Erkenntnisse sind im Rahmen des Moduls Sustainable Finance von Prof. Dr. Rosemarie Koch im Masterstudiengang Sustainable Business & Entrepreneurship entstanden. In dem Modul erarbeiten Studierende Seminararbeiten mit eigenem Forschungsanteil nach dem Konzept des forschenden Lernens. Zwischenpräsentationen und Zwischenfeedback unterstützen den Forschungsprozess und ermöglichen eine schrittweise Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Arbeiten.
„Aus der Literatur abgeleitete Hypothesen aufzustellen, eine eigene Befragung zu konzipieren und die Daten mit einer Logit-Regression auszuwerten, war herausfordernd, aber am Ende hat es sich gelohnt“, sagt Moritz Köneke. Felix Kunkis ergänzt: „Wir freuen uns über unsere erste Publikation. Es ist toll, dass die Erkenntnisse aus dem Seminar auch für die Praxis relevant sind.“
Die Ergebnisse zeigen: Eine stärkere Nachhaltigkeitseinstellung geht mit einer signifikant höheren theoretischen Bereitschaft zum Renditeverzicht einher. Gleichzeitig konnte kein belastbarer Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeitseinstellung und tatsächlichem nachhaltigem Investitionsverhalten nachgewiesen werden. Das Phänomen ist auch unter dem Begriff Attitude-Behaviour-Gap bekannt und konnte auch in der Befragung von Felix Kunkis und Moritz Köneke bestätigt werden.
Die Veröffentlichung verdeutlicht, wie wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Hochschule in die Bankpraxis transferiert werden können. Dieser Transfer ist ein zentrales Anliegen von Fachhochschulen.