Im Juli 2023 fand die Auftaktveranstaltung des neuen Formats Weser Salon Soziale Arbeit im City Campus am Brill statt. „Wir wollen einen lebendigen Diskursraum zwischen Theorie und Praxis etablieren“, sagt die Organisatorin Prof. Dr. Annette Harth.
Die Konrektorin Forschung und Transfer, Dr. Britta Lüder, eröffnete die Veranstaltung mit gut 60 Gästen. Mit einem Augenzwinkern verwies sie auf die Geschichte der Salons als Orte der bürgerlichen Aufklärung. Das habe sich geändert: Heutzutage beziehe man ausgegrenzte Gruppen und Themen bewusst mit ein, so die Konrektorin.
Unter dem Titel „Raum greifen und Platz nehmen: Soziale Arbeit im Sozialen Raum“ führten Prof. Dr. Annette Harth, Professorin für Soziale Arbeit im Sozialen Raum, und Jörn Hermening, Ortsamtsleiter in Hemelingen und langjähriger Quartiersmanager, dann einen Dialog zwischen Theorie und Praxis. Gemeinsam entfalteten sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln die These, dass Soziale Arbeit im Sozialen Raum sich für die Eroberung und Erweiterung von Räumen für und gemeinsam mit ihren Adressat:innen einsetzen müsse, um ihren Auftrag zu erfüllen.
Nach einigen theoretischen Grundlagen, die anhand von Beispielen aus der Praxis verständlich gemacht wurden, ging es um sozialräumliche Ausgrenzungen – nicht nur, aber auch in Bremen. Beispiele sind Wohnungslosigkeit, Kinderarmut und Segregation. Besonders im letzten Teil, der der Praxis und Haltung der Sozialen Arbeit im Sozialen Raum gewidmet war, wurde intensiv mit und im Publikum diskutiert.
„Die Diskussion hat gezeigt, dass Räume nicht nur erobert und erweitert, sondern auch verändert werden müssen“, sagte die Moderatorin Prof. Dr. Antje Krueger zum Abschluss der Veranstaltung.