
Internationale Studierende der Hochschule Bremen agieren zunehmend als kompetente Partner in der Regionalentwicklung und tragen mit forschungsbasierten Ansätzen zur Lösung struktureller Fragen wie Wohnraummangel und Stadtentwicklung bei. Durch die enge Zusammenarbeit mit Landesvertretern und der lokalen Wirtschaft stellen diese globalen Talente sicher, dass Bremen nicht nur als soziale Gemeinschaft zusammenwächst, sondern sich auch als wettbewerbsfähiger und technologisch fortschrittlicher Wirtschaftsstandort profitiert.
Bremens Identität als Hansestadt wurzelt im praktischen Ideenaustausch und in der internationalen Zusammenarbeit. Diese Tradition setzt sich an der Hochschule Bremen (HSB) – City University of Applied Sciences fort. Hier gehen internationale Studierende über die akademische Theorie hinaus und tragen aktiv dazu bei, strukturelle Herausforderungen auf Stadt- und Landesebene zu lösen.
Die Internationalisierung der HSB ist ein messbarer demografischer Wandel. Internationale Studierende machen mittlerweile 20,5 % der Studierendenschaft aus und repräsentieren fast 100 verschiedene Nationen (https://www.hs-bremen.de/die-hsb/profil/zahlen-daten-fakten/). Dieses Talentpotenzial ist Teil eines breiteren Trends: Deutschland verzeichnete im Jahr 2025 eine Rekordzahl von über 492.000 ausländischen Studierenden (https://www.wissenschaft-weltoffen.de/de/).
Dieses Wachstum ist besonders in den Master- und MBA-Studiengängen spürbar, in denen sich internationale Studierende deutschlandweit auf stark nachgefragte Fachbereiche konzentrieren (https://www.studying-in-germany.org/germany-international-student-statistics/):
Der Mangel an bezahlbarem studentischem Wohnraum ist eine dringende strukturelle Hürde in der Region. Im Januar 2026 nahmen die Studierenden des International Graduate Center, Yi-Shan Shen und Sayan Sengupta, sowie die MBA-Alumna Priyanka Mitruka aktiv an den vorbereitenden Sitzungen einer Initiative zur Lösung des Wohnraummangels in Bremen und Bremerhaven teil.
Dieses hochrangige Treffen brachte die Rektoren der HSB und der Hochschule Bremerhaven mit Vertretern der GEWOBA, des Studierendenwerks Bremen, der Bremischen Bürgerschaft, der Universität Bremen und der Landesregierung zusammen. Die Studierenden steuerten forschungsbasierte Vorschläge bei, wie etwa einen „Trusted Housing Club“, um Neuankömmlinge vor Mietbetrug und Kautionsmissbrauch zu schützen. Die Forschungsergebnisse wurden zudem Ende des Monats auf der Veranstaltung „The World at Home in Bremen“ präsentiert (https://www.hs-bremen.de/die-hsb/aktuelles/pressemitteilungen/the-world-at-home-in-bremen/).
Über die Wohnraumfrage hinaus haben die von internationalen Studierenden entwickelten Lösungen durch den Bremer Rat für Teilhabe und Diversität in der Migrationsgesellschaft einen effektiven Kanal in die Politik gefunden (https://www.bremer-rat.de/).
Die Vertretung der HSB in diesem Rat stellt sicher, dass die Herausforderungen und erarbeiteten Lösungen auf Landesebene Gehör finden. Vertreten wird die HSB in dem Rat von:
Diese Plattform ermöglicht es, dass studentische Forschung – von vereinfachten Verwaltungsdiensten bis hin zu langfristigem politischem Engagement für Nicht-EU-Bürger – direkt an die politischen Entscheidungsträger des Landes herangetragen wird (https://www.hs-bremen.de/hochschule/fakultaeten/wirtschaftswissenschaften/).
Die internationalen Kohorten der HSB nutzen die Stadt als „Reallabor“, um sicherzustellen, dass ihre Arbeit einen praktischen Wert für das Land hat.
Die Beziehung zwischen Bremen und seinen internationalen Studierenden ist eine symbiotische Partnerschaft. Da über 60 % der internationalen Studierenden planen, nach ihrem Abschluss in Deutschland zu bleiben und in den Arbeitsmarkt einzutreten (https://www.wissenschaft-weltoffen.de/de/), ist ihr heutiger Beitrag zur Lösungsfindung ein wesentlicher Bestandteil von Bremens zukünftigem Wachstum.
Foto: Von links nach rechts: HSB-Rektor Prof. Dr. Konrad Wolf, IGC EAM-Alumna Priyanka Mitruka, die IGC-Studierenden Yi-Shan Shen & Sayan Sengupta sowie der Rektor der Hochschule Bremerhaven, Prof. Dr. Dr. Alexis Papathanasis.
Fotograf: Prof. Dr. Mayank Golpelwar

Prof. Dr. Mayank Kumar Golpelwar
Intercultural Management und Intercultural Communication
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