
Ein Team Studierender der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Bremen hat die diesjährige STARS EU Case Study Competition im niederländischen Groningen gewonnen.
Die vier Studierenden des Dualen Studiengangs Betriebswirtschaft, Leif Gawlik, Fabian Kamp, Jannik Weber und Paul Elias Helmis (alle im 4. Fachsemester B. A.), konnten sich in einem internationalen Teilnehmerfeld erfolgreich durchsetzen. Begleitet wurden sie von Prof. Dr. Rosemarie Koch als „Coach“.
Die STARS EU Alliance ist ein Zusammenschluss von neun Hochschulen aus verschiedenen europäischen Ländern. Der Wettbewerb wurde von der Hanze University of Applied Sciences ausgerichtet, mit der die Hochschule Bremen seit vielen Jahren eng kooperiert. Es handelte sich um die erste Durchführung dieses Formats, das künftig regelmäßig stattfinden soll. Als möglicher Austragungsort für die nächste Runde im Wintersemester ist Besançon (ULMP) im Gespräch.
Insgesamt nahmen neun Teams mit jeweils vier Studierenden teil. In der Vorrunde setzte sich das Bremer Team erfolgreich gegen Teams aus Spanien (University of La Laguna) und Schweden (University West) durch und qualifizierte sich damit für das Finale. Die Jury bestand aus Hochschullehrenden der Hanze Hochschule, Vertreterinnen und Vertretern niederländischer Familienunternehmen sowie Beraterinnen und Beratern des Sponsors BDO.
Der Wettbewerb war als Blended Intensive Programme konzipiert und wurde durch zwei vorbereitende Online-Sessions ergänzt. Inhalte waren neben organisatorischen Aspekten auch eine Einführung in die Besonderheiten von Familienunternehmen sowie in die niederländische Kultur.
Eine Besonderheit des Wettbewerbs lag im Arbeitsmodus: Während die erste Fallstudie im Vorfeld vorbereitet werden durfte, mussten alle weiteren Fälle innerhalb von nur vier Stunden bearbeitet werden - ohne Internet, ohne Mobiltelefone und ohne Unterstützung durch die Coaches. Die Studierenden arbeiteten dabei in geschlossenen Teamräumen und präsentierten ihre Ergebnisse anschließend vor der Jury und zum Teil vor weiterem Publikum, welches aus Coaches und dem Organisationsteam bestand. Aus Fairnessgründen konnten die Teammitglieder die Präsentationen anderer Studierender nicht besuchen. Die Ausnahme hiervon bildete dann das große Finale am Freitag, zu dem das gesamte Organisationsteam der Hanze, alle Teams und Coaches eingeladen waren. Jannik Weber sagte dazu: “Es war eine wertvolle Erfahrung, vor einem so großen Publikum auf Englisch zu präsentieren.”
Prof. Dr. Koch fasste nach dem Event zusammen, dass sie es besonders spanend fand, dass sich die Fallstudien mit der strategischen Ausrichtung real existierender niederländischer Familienunternehmen beschäftigt hatten. “Denn so hatten die Studierenden die Gelegenheit, zu lernen, dass neben der ökonomischen Perspektive auch emotionale Faktoren und langfristige Ziele - Stichwort ”socioemotional wealth" - eine zentrale Rolle spielen.", so Prof. Dr. Rosemarie Koch.
Auch aus Sicht der Teilnehmenden war der Wettbewerb eine prägende Erfahrung:
„Es hat uns zunächst imponiert, dass in den anderen Teams auch Master- und teilweise sogar PhD-Studierende vertreten waren. Wir haben aber sehr gut als Team zusammengearbeitet. Vielleicht auch, weil wir uns bereits gut kennen und im Studium eng zusammenarbeiten“, berichtete Leif Gawlik. „Auch das Begleitprogramm war sehr gelungen“, ergänzte Paul Elias Helmis. „Neben einer Grachtenfahrt und Bowling gab es auch eine Foto- und Video-Challenge sowie gemeinsame Abendessen, die den Austausch zusätzlich gefördert haben.“ „Es hat mir sehr gefallen, Studierende aus verschiedenen Ländern kennenzulernen“, fügte Fabian Kamp hinzu. „Gerade weil ich bisher wenig internationale Erfahrung hatte, waren die interkulturellen Begegnungen besonders spannend.“
„Die Präsentationen der Bremer Studierenden waren von Beginn an analytisch stark, mit klaren Kennzahlen und einem überzeugenden Implementierungsplan“, so Rosemarie Koch weiter. „Besonders beeindruckend war jedoch die Entwicklung im Verlauf des Wettbewerbs: Die Studierenden haben das Feedback der Jury sehr gut aufgenommen und sich insbesondere bei der Entwicklung kreativer und mutiger Lösungen deutlich gesteigert.“