"Wie eine Riesenwoge rauscht das Schicksal auf uns zu" lautet der Titel eines jetzt erschienenen Sammelbandes mit Kolumnen des bedeutenden jüdischen Juristen und Wirtschaftsanwalts Max Hachenburg aus den Jahren 1918 bis 1933 (Verlag das Kulturelle Gedächtnis, 444 Seiten). Herausgegeben und kommentiert wurden sie von Prof. Dr. Ulrich Krüger von an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Bremen, zusammen mit Prof. Dr. Benjamin Lahusen von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

Max Hachenburg dokumentierte und kommentierte die Ereignisse seiner Zeit aus der Perspektive des Rechts. Die Kolumnen, veröffentlicht in der Deutschen Juristen-Zeitung, geben bis heute einen lebendigen Einblick in die Zeit zwischen den Weltkriegen und spiegeln die einschneidenden Ereignisse der Zeit wider: Revolutionen, neue Verfassungen, Putschversuche, Hyperinflation, außenpolitische Dramen, Wirtschafts- und Staatskrisen und den Aufstieg der NSDAP. Zugleich schildert Hachenburg aber auch spektakuläre Strafprozesse und den juristischen Alltag. Prof. Dr. Ulrich Krüger resümiert: „Seine juristischen, politischen und ökonomischen Beobachtungen in den Krisen der Weimarer Republik sind auch aus heutiger Perspektive erhellend, gerade weil sich teilweise erschreckende Parallelen zur Gegenwart zeigen“.

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