
In seiner Freizeit unterstützt er Migranten aus seiner Heimat, damit sie sich in ihrem Alltag in Bremen besser zurechtfinden. In seinem Studium an der Hochschule Bremen (HSB) beschäftigt sich der zukünftige Bauingenieur mit Konstruktionen für Hochbauwerke, Statik und nachhaltigen Baustoffen. Studierenden hilft er in seiner Funktion als Tutor. Sein großes Engagement wurde nun belohnt: Faramarz Gudarzi hat den DAAD-Preis 2023 erhalten. Der 31-Jährige aus dem Iran bekam die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) im Rahmen der feierlichen Begrüßung der Erstsemester der HSB. Sie fand am Dienstagnachmittag, 24. Oktober 2023, in der Oberen Rathaushalle in Bremen statt.
„Herr Gudarzi ist eine herausragende Persönlichkeit und ein besonderer Student der HSB“, heißt es in der Begründung der Jury. „Wir freuen uns, in ihm einen würdigen Kandidaten für den DAAD-Preis 2023 gefunden zu haben.“ Nach seiner Ankunft in Deutschland habe er sehr schnell die deutsche Sprache gelernt, gute Studienleistungen erbracht in Verbindung mit einem vielfältigen Engagement. Bereits nach etwas mehr als drei Jahren hat Faramarz Gudarzi eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung erhalten.
Der Student ist als Tutor an der Fakultät 2 –Architektur, Bau und Umwelt aktiv. Neben seinem Studium hilft der 31-Jährige anderen iranischen Migrant:innen, die sich aufgrund der Sprachbarriere oder anderen Herausforderungen in ihrem Alltag noch nicht so gut in Deutschland zurechtfinden. In seiner religiösen Gemeinde in Bremen hat sich Faramarz Gudarzi in der Vergangenheit ehrenamtlich als Übersetzer eingebracht.
„lch empfinde die Auszeichnung als große Wertschatzung meiner Leistungen und bedanke mich dafür sehr", sagt Faramarz Gudarzi. „Von meinen neuen Freunden in Deutschland habe ich selbst viel Hilfe und Unterstützung erfahren dürfen. Dementsprechend möchte ich auch anderen Menschen bei ihrem Start in meiner neuen Heimat unter die Arme greifen."
Faramarz Gudarzi hat bereits im Iran ein Vordiplom in Bauingenieurwesen erlangt. „lm Vergleich ist das Studium hier an der HSB wesentlich naher an der Praxis und der tatsachlichen späteren Tätigkeit orientiert", sagt er lobend. „lch habe den Eindruck, hier gut auf den Job vorbereitet zu werden."
„lch beglückwünsche Herrn Gudarzi ganz herzlich zu seiner Auszeichnung", sagt der Rektor der HSB, Prof. Dr. Konrad Wolf. „Menschen wie er verdienen hohen Respekt. Faramarz Gudarzi hat seine vertraute Heimat verlassen und musste sich in einer neuen Kultur zurechtfinden. Sein Wissen und seine Erfahrungen behält er dabei nicht für sich, sondern nutzt sie, um anderen Menschen zu helfen. Er ist ein eindrucksvolles Vorbild. Ich danke Herrn Gudarzi sehr für sein Engagement und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute."
Jedes Jahr verleihen Hochschulen in Deutschland den DAAD-Preis an internationale Studierende fur ihre herausragenden Studienleistungen und ihr hohes personliches Engagement. Das Geld stellt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zur Verfügung. Die Studierenden, die über ihre jeweilige Gasthochschule einen solchen Preis erhalten haben, stehen für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen aus der ganzen Welt. Sie sind künftige Partner für Deutschland in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Meike Mossig
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