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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Hans-Heinrich Bass: Ergebnisse aus der Forschung und neue Projekte

Wasser ernten, Bäume schützen: Ernährungssicherung im Sahel
In der ökologisch hochsensiblen Sahelregion wird die Ernährung einer stetig wachsenden Bevölkerung immer unsicherer. Versteckter Hunger - die mangelhafte Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen - ist ein dauerhaftes Problem. Im Auftrag einer deutschen NGO haben Bremer Wissenschaftler jetzt in einer detaillierten Fallstudie Vorschläge zur Ernährungssicherung für ein Dorf an der mauretanisch-malischen Grenze erarbeitet. Das interdisziplinär zusammengestellte Team setzt gleichermaßen auf neue, aber an die örtlichen Bedingungen angepasste Technologien und auf vorhandenes, aber teils verschüttetes lokales Wissen: So soll beispielsweise für die Bewässerung von Gemeinschaftsgärten in den Regenzeiten Wasser in Zisternen und Flutbecken gesammelt werden ("Water Harvesting") - statt neue Tiefbrunnen zu bohren ("Water Mining"). Das Mikroklima in den Gärten kann durch die Anlage von Hecken aus unterschiedlichen Nutzsträuchern verbessert werden. Der Pflanzenschutz soll weitgehend auf Basis lokaler Baumfrüchte und einfachster technischer Vorrichtungen erfolgen. Zur Einkommensgenerierung werden angepasste Technologien vorgeschlagen. Die entwickelten Maßnahmen können Modellcharakter bekommen auch für andere Dörfer der Region. Autoren der Studie sind der Agrarwissenschaftler Klaus von Freyhold (AGEG und Assoziiertes Mitglied des Institute for Transport and Development der Hochschule Bremen), die Ethnologin Cordula Weisskoeppel (Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen) und der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Heinrich Bass (Institute for Transport and Development der Hochschule Bremen).
Die Agroindustrie wird Afrikas Hunger nicht besiegen
Um die Ernährungsversorgung in Afrika sicherzustellen, sind vier Entwicklungen notwendig: Produktivitätssteigerung der kleinbäuerlichen Betriebe, eine stärkere Öffnung der Märkte für verarbeitete Agrarprodukte in Europa, eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums und ein verantwortlicherer Umgang mit Nahrungsmitteln in den Industrieländern.
Der vollständige Beitrag von Hans-Heinrich Bass auf Ökonomenstimme.org, einem Angebot der Eidgenössischen Technischen Hochschule.
Studie für die Vereinten Nationen: Malis Wirtschaftsentwicklung nicht chancenlos
Auch nach dem Militärputsch und der de-facto-Spaltung des Landes ist die wirtschaftliche Entwicklung Malis nicht chancenlos. Eine landwirtschaftsgestützte Industrialisierung ist weiterhin erfolgversprechend. In zweiter, erweiterter Auflage erscheint im Juni 2012 (1. Auflage September 2011, vergriffen) die Länderstudie Mali von Hans H. Bass in dem von Karl Wohlmuth u.a. für die Organisation der Vereinten Nationen für Industrielle Entwicklung (UNIDO) herausgegebenen Werk "Agribusiness for Africa's Prosperity" - einem Beitrag zu der Accelarated Agrobusiness and Agro-Industries Development Initiative.
Mopedverkehr in Vietnam: Vermeiden, verteuern, umweltverträglicher gestalten
In Ho-Chi-Minh-Stadt quält sich der Mopedverkehr in den Abendzeiten mit gerade einmal 16 Stundenkilometern durch die Innenstadt - um ein Drittel langsamer als noch fünf Jahre zuvor. Auf Hanois Verkehrsachsen sind 80 Prozent der Verkehrsteilnehmer Mopedfahrer, nur 10 Prozent der Verkehrsleistung wird hier von öffentlichen Bussen erbracht. Abgase, Lärm und Unfälle fordern in den beiden Metropolen täglich ihre Opfer. Unter dem Titel "Huong toi cac he thong giao thong do thi ben vung" ("Auf dem Weg zu nachhaltigen städtischen Verkehrssystemen") wurden im April 2012 in Hanoi Studien veröffentlicht, in denen deutsche Wissenschaftler vorschlagen: Verkehr vermeiden durch dichtere Bebauung im Zentrum und eine Abkehr vom Bau von Satellitenstädten. Den Mopedverkehr verteuern durch eine City Maut und mit diesen Einnahmen den öffentlichen Busverkehr verbessern. Den verbleibenden Mopedverkehr umweltverträglicher gestalten durch Fördung von Elektrofahrrädern. Herausgeber der Studien in vietnamesischer Sprache sind Ly Huy Tuan, Direktor von ITDS, einer Denkfabrik des vietnamesischen Verkehrsministeriums, und der Hanoier Unternehmer Nguyen Thanh Trung - ein Absolvent der Hochschule Bremen. Koordinator der Studien auf deutscher Seite war Professor Hans H. Bass vom Institute for Transport and Development der Hochschule Bremen. Das Projekt wurde unterstützt vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.
Wirtschaftskrise und Strukturwandel 1929 / 2009
Nordwolle-Crash 1929, Lehmann-Pleite 2008: Krisen sind für die Entwicklung des Kapitalismus konstitutiv. Für den wirtschaftlichen Strukturwandel ist Verlieren offenbar so wichtig wie Gewinnen. Sollte der Staat daher nur die Auswirkungen der Unternehmenspleiten auf die Belegschaften abfedern oder muss er lenkend eingreifen? Kann er sogar vorausschauend agieren? In einer wissenschaftlichen Tagung am 2. November 2012 in Delmenhorst werden diese Themen vor allem im wirtschaftshistorischen Kontext untersucht. Gäste sind herzlich willkommen. Veranstalter sind der Wissenschaftliche Beirat beim Nordwestdeutschen Museum für Industriekultur und der Internationale Studiengang Volkswirtschaft der Hochschule Bremen - mit freundlicher Unterstützung der Wolfgang-Ritter-Stiftung und der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Bremen.

 

 

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