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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Auf dem Weg zum Gesundheitscampus Bremen: Feierliche Eröffnung des Skills- und Simulationszentrums der Hochschule Bremen

Gäste: Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling und der Beauftragte der Bundesregierung für Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus

Hochschule Bremen entwickelt mit Praxispartnern innovatives Modell für mehr Durchlässigkeit zwischen fachschulischer und wissenschaftlicher Qualifikation

Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des Berufsfeldes

Foto: Hochschule Bremen / Marcus Meyer Photography
Zum Wintersemester 2019/2020 startete an der Hochschule Bremen der primärqualifizierende Internationale Studiengang Pflege, jetzt nimmt das dazugehörige Skills- und Simulationszentrum der HSB seinen Betrieb auf 1.600 Quadratmetern in der Bremer Innenstadt auf. Auf zwei Etagen findet sich alles, was zur Vermittlung realitätsnaher Inhalte in den Pflege- und Gesundheitsberufen innerhalb des Studiums und zum Erwerb praxisorientierter Kompetenzen gehört. Die Ausstattung umfasst insbesondere eine Pflegestation, eine vollausgestattete Wohnung mit Pflegebett, um die Situation der häuslichen Pflege zu reflektieren, sowie einen kompletten Kreißsaal für den zum Wintersemester 2020/2021 geplanten Hebammen-Studiengang. Damit wird eine Einrichtung etabliert, die sowohl wissenschaftlich als auch von Partnern der beruflichen Praxis genutzt werden kann. Mit diesem Reallabor werden in besonderer Weise Studium und Lehre, Forschung, Transfer und Weiterbildung miteinander vernetzt. Am 7. Januar 2020 wurden die neuen Räumlichkeiten in der Bremer Innenstadt (Am Brill 2 - 4) feierlich eröffnet.
Auf der Feierstunde sprachen nach der Begrüßung durch Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, und der Beauftragte der Bundesregierung für Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, ein Grußwort.
Im Mittelpunkt der etwa 90-minütigen Veranstaltung stand eine 45-minütige Diskussionsrunde zu dem Thema: „Gesundheitscampus Bremen - Erwartungen, Perspektiven und Herausforderungen“ auf dem Programm. Es diskutierten Staatssekretär Andreas Westerfellhaus (Bundesgesundheitsministerium), Staatsrätin Silke Stroth (Senatorin für Gesundheit), Ilona Osterkamp-Weber (Sprecherin der Staatlichen Gesundheitsdeputation), Prof. Dr. Matthias Zündel (Leiter des Internationalen Studiengangs Pflege an der Hochschule Bremen), Prof. Dr. Stefan Görres (Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung), Daniela Wendorff (Bremer Krankenhausgesellschaft), Alexander Künzel (Bremer Heimstiftung) und Barbara Scriba-Hermann (Pflegerische Geschäftsführerin des Roten Kreuz Krankenhauses). Die Runde moderierte Rektorin Karin Luckey. Im Anschluss nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, sich einen Eindruck von den Räumlichkeiten zu verschaffen.
Auf dem Weg zum Gesundheitscampus – eine Idee mit Zukunft:

Mit der akademischen Qualifizierung von Fachpersonal in den Gesundheits- und Therapieberufen wertet die Hochschule Bremen (HSB) diese Berufsfelder auf, indem die Berufsausübung um interessante Tätigkeiten erweitert wird. Der neue primärqualifizierende Internationale Studiengang Pflege der Hochschule Bremen ist zukunftsweisend, da er als deutschlandweit erster seiner Art nach dem neuen Pflegeberufegesetz (Inkrafttreten am 1. Januar 2020) akkreditiert wurde. Hinzu kommt der zum Wintersemester 2020/2021 geplante Hebammen-Studiengang. Mit dem Studiengang Angewandte Therapiewissenschaften - Logopädie und Physiotherapie (in Kooperation mit Praxispartnern) ist bereits seit 2015 ein innovatives Programm für mehr Durchlässigkeit zwischen fachschulischer Ausbildung und akademischer Qualifikation im Programm.

Die HSB schafft einen weiteren zentralen Baustein für die Sicherung von Fachkräften im Land Bremen und im Nordwesten sowie für die Akademisierung der Pflege- und Gesundheitsfachberufe. Durch Kooperationen, Vernetzungen und Übergangsmöglichkeiten von fachschulischer zu akademischer Qualifikation werden neue Wege bestritten. Ein gemeinsam zu nutzendes modernes Skills- und Simulationszentrum sowie Lehrgebäude - auch für Fort- und Weiterbildung - runden das Angebot ab.

Für relevante Fragestellungen aus der Praxis werden darüber hinaus Kapazitäten für die anwendungsorientierte Forschung und den Transfer aufgebaut. Mit der Bündelung der Forschungskompetenzen der Wissenschaftseinrichtungen des Landes können zukünftig weitere Potentiale geschaffen werden.

Politische Rahmung:
„An der Hochschule Bremen wird der Schwerpunkt Gesundheitswissenschaften weiter ausgebaut werden […] Das fachliche Profil der HSB soll um einen Schwerpunkt Gesundheitswissenschaften erweitert werden. Damit wird im Land Bremen entsprechend der Empfehlung des Wissenschaftsrats, Fachpersonal, das in komplexen Aufgabenbereichen der Pflege, der Therapieberufe und der Geburtshilfe tätig ist, aufgrund der gestiegenen Anforderungen, künftig an Hochschulen auszubilden, ein geeignetes Studienangebot geschaffen. Mit der Einführung einer akademischen Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen soll das Berufsprofil sowie die Berufsausübung in den Gesundheitsfachberufen um interessante Tätigkeitsbereiche erweitert werden, auch um die ärztlichen Tätigkeiten zu entlasten und auf die Kernkompetenzen konzentrieren zu können.“ Diese Passagen aus dem Bremer Wissenschaftsplan 2025, veröffentlicht im Februar 2019, weisen der HSB die Entwicklung eines weiteren inhaltlichen Profils zu. Weiter heißt es dort: „Im Bereich Pflege wurde auf Basis einer Kooperationsvereinbarung Pflege zwischen HSB und Universität Bremen eine gute Abstimmung und Arbeitsteilung vereinbart. Das Studienangebot der Uni wird im pflegepädagogischen Bereich konzentriert, für die klinische Pflege gibt es das Angebot an der HSB.
Gerade im Hinblick auf den Schwerpunkt Gesundheit kommt der Durchlässigkeit eine wesentliche Bedeutung zu. Das Land erwartet von beiden Hochschulen, dass die auf der Basis der Kooperationsvereinbarung vorgesehene Anschlussfähigkeit der Bachelorabsolventinnen und Bachelorabsolventen der HSB an die einschlägigen Masterangebote der Universität aktiv umgesetzt wird.
Mit der Einrichtung des BA-Studienangebots Angewandte Therapieausbildung für Logopädie und Physiotherapie, das nach erfolgreicher Evaluation verstetigt wurde, und dem vorhandenen Studienangebot im Bereich Pflegemanagement sind bei der HSB die besten Voraussetzungen dafür vorhanden, künftig auch ein duales Angebot Klinische Pflege sowie ein BA-Studienangebot für Hebammen anzubieten. Die bereits erfolgte Stärkung des Bereichs ,Soziale Arbeit‘ an der HSB bietet auch eine gute Voraussetzungen zur Vernetzung der Gesundheitswissenschaften mit dem Bereich Soziale Arbeit (Master Soziale Arbeit mit Schwerpunkt in den Gesundheitswissenschaften). Das Land begrüßt eine solche Vernetzung ausdrücklich.“

„Die Gesundheitswirtschaft (u.a. in Verbindung mit dem Gesundheitscampus) werden wir als neue[n] Innovationscluster aufnehmen.“ Die Bremer Landesregierung unterstreicht mit dieser Aussage im Koalitionsvertrag vom Juli 2019 den Stellenwert, den sie diesem gesellschaftlich wie ökonomisch bedeutsamen Sektor beimisst. Weiter heißt es dort: „Wir wollen die Attraktivität des Gesundheitsstandorts Bremen durch gute Bildung in den Gesundheits‐ und Therapieberufen steigern […] Für Bremen sehen wir […] eine besondere Chance darin, akademische und nicht-akademische Pflegeausbildung zukünftig in enger Kooperation von Pflegeschulen und Hochschulen in Bremen durch einen Gesundheitscampus modellhaft zu stärken.“
Ansprechpartner
Name Telefon E-Mail
Zündel, Matthias, Prof. Dr. +49 421 5905 2192  senden


veröffentlicht am 2020-01-07 08:33

 

 

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