Am 2. Dezember 2021 lud die Hochschule Bremen (HSB) zur diesjährigen feierlichen Verleihung der Deutschlandstipendien ein - Pandemie-bedingt wieder im Online-Format. In diesem Jahr blickt die HSB auf zehn Jahre Deutschlandstipendium zurück. „Das sind zehn Jahre gemeinsames Engagement von Fördernden, Bund und Hochschulen. Das sind zehn Jahre mit außergewöhnlichen Bildungswegen und persönlichen Erfolgsgeschichten“, betonte Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey in ihrer Begrüßung. Das Treffen diente dem Willkommheißen und dem persönlichen Austausch zwischen den Stipendiatinnen und Stipendiaten mit deren Förderinnen und Förderern in Tandems. Diese Form der persönlichen Begegnung ist ein besonderes, von den Förderinnen und Förderern sehr geschätztes Merkmal des Deutschlandstipendiums an der Hochschule Bremen. Für viele von ihnen ist diese Besonderheit sogar ausschlaggebend dafür, sich für eine Unterstützung von HSB-Studierenden zu entscheiden. Aktuell profitieren 91 Studierende (HSB insgesamt: 8.692 Studierende) von der monatlichen Zuwendung in Höhe von 300 Euro, die je zur Hälfte von 35 Förderinnen und Förderern und dem Bund finanziert werden.

An die zahlreichen Förderinnen und Förderer gewandt, die als Unternehmen, Stiftungen, Vereine oder Privatpersonen mit ihrer zum Teil langjährigen Unterstützung den Karriereweg unserer Studierenden begleitet haben und weiterhin begleiten, sagte die Rektorin: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur individuellen Förderung junger Menschen und zur Rekrutierung der für uns so wichtigen Fachkräfte auch in gesellschaftlich wichtigen Bereichen. Beispiel: Erstmals wurden insgesamt neun Deutschlandstipendien für unseren Internationalen Pflege-Studiengang vergeben. Das St. Joseph-Stift fördert fünf Studierende der HSB mit je einem Deutschlandstipendium, weitere drei kommen von der Sparkassen Stiftung sowie ein weiteres von einer Privatperson. Pflege-Studierende erhalten keine Ausbildungsvergütung und können wegen hoher Praxisanteile das Studium nur schwer durch Nebenjobs finanzieren. Mit dem Stipendium erhalten sie eine wichtige Unterstützung, schließlich werden die Absolventinnen und Absolventen im Gesundheitssystem dringend gebraucht. Die HSB würde sich freuen, wenn andere diesem Beispiel noch folgen werden. Weitere inhaltliche Akzente setzen Stipendien im Bauingenieurwesen, bei seefahrtbezogenen Studiengängen oder den Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten China und Japan. Als Förderinnen und Förderer geben Sie alle einen Teil ihres persönlichen Erfolgs an nachfolgende Generationen weiter und werden so Teil eines Erfolgsnetzwerks für Deutschland – für die Talente von morgen“, so die Rektorin in ihrem Grußwort.

Anhand einiger Beiträge wurden außergewöhnliche Bildungswege und persönliche Erfolgsgeschichten nachgezeichnet wie am Beispiel der Bionik-Absolventin Simone Andresen. Für sie war das Stipendium eine Anerkennung auch ihres ehrenamtlichen Engagements, für das die Zuwendung ihr die zeitlichen Spielräume gab („So musste ich nicht kellnern“). Auch Förderer der „ersten Stunde“ wie Stefan Decker kamen zu Wort. Ihn habe von Anfang an die Verknüpfung von Leistung und ehrenamtlicher Tätigkeit als Vergabekriterium für motiviert, Deutschlandstipendien zu vergeben.

„Mit dem Deutschlandstipendium wurde landesweit eine neue Stipendienkultur angestoßen, die sich im Laufe des zurückliegenden Jahrzehnts fest etabliert hat. Aus Hochschulen, Fördernden und Geförderten ist mit dem Netzwerk Deutschlandstipendium eine verlässliche Gemeinschaft entstanden, die auch in den schwierigen Zeiten der Covid 19-Pandemie Solidarität zeigt und mit viel Einfallsreichtum und Engagement zusammenhält,“ erklärte Karin Luckey. „Auf diese Weise bietet das Programm weit mehr als finanzielle Förderung.“ Sie sei dankbar, dass auch wieder neue Förderinnen und Förderer gewonnen wurden.

Die HSB war von Beginn an mit dabei, seinerzeit maßgeblich initiiert von ihrem ehemaligen Kanzler Jürgen-Peter Henckel. Er setzte 2011 den Startschuss und habe insbesondere in den ersten Jahren dazu beigetragen, dass auch an der Hochschule Bremen das Deutschlandstipendium zu einer Erfolgsgeschichte wurde. Vor drei Jahren übergab er den Staffelstab an Jana Köster vom Career Service, die seitdem das Deutschlandstipendium an der HSB koordiniert.

Bei der Auswahl von Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten berücksichtigt die HSB neben Leistungen in Schule und Studium vor allem auch persönliches Engagement. Die ungehinderte Entfaltung von Talenten junger Menschen ist im globalen Wettbewerb wichtiger denn je. Die Spitzenförderung durch das Deutschlandstipendium ist daher eine wichtige Ergänzung zur Förderung durch das BAföG und durch Bildungsdarlehen.

Wer Interesse an der finanziellen Förderung junger Talente an der Hochschule Bremen hat, kann mit Programm-Koordinatorin Jana Köster Kontakt aufnehmen: www.hs-bremen.de/deutschlandstipendium

Dies sind die aktuellen Deutschlandstipendium-Förderinnen und -Förderer für die Hochschule Bremen:

ABEKING & RASMUSSEN Schiffs-u. Yachtwerft SE
AES Aircraft Elektro GmbH
Aloys Wobben Stiftung
AVM Computersysteme Vertriebs GmbH
Jürgen Brede
Brede Stiftung
BREKOM GmbH
Detlef Hegemann Stiftung
Die Sparkasse Bremen AG
Diersch & Schröder GmbH & Co. KG
DSI Aerospace Technologie GmbH
FIDES IT Consultants GmbH
Günter Meyer Stiftung
HEC GmbH
HWS Schlüter Stiftung Treuhandstiftung der GUT FÜR BREMEN STIFTUNG
Kaefer Industrie GmbH
Karl Gross Internationale Spedition GmbH
Krankenhaus St. Joseph Stift
Karin Luckey
Management im Handel e.V.
MLP Finanzdienstleistungen SE
NordCap GmbH & Co. KG
NWI Management GmbH
Oelschläger Metalltechnik GmbH
Rotary Club Neuenlande
S3 Sasse+Sasse GmbH, Beratende Ingenieure und Architekten
Seghorn AG
STB Sabotke - Timm & Partner
SV Werder Bremen Stiftung
Umtec Prof. Biener/Sasse/Konertz Partnerschaft Beratender Ingenieure und Geologen mbB
Verein Deutscher Ingenieure e.V. Bremen Bezirksverein
Wolfgang Ritter-Stiftung
wpd windmanager GmbH & Co. KG
Ziegler Beteiligungsgesellschaft mbH