
Besonderer Besuch am Institute of Aerospace Technology (IAT) der Hochschule Bremen: Anfang März hat die Bremer Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation Kristina Vogt die Forschungseinrichtung im ZIMT-Gebäude am Campus Airportstadt besucht. Dabei besichtigte Kristina Vogt die zahlreichen Labore und Testanlagen am IAT und informierte sich im Austausch mit Mitarbeitenden und Studierenden über aktuelle und zukünftige Forschungen.
Zu diesen Forschungsaktivitäten gehören auch drei Drittmittelvorhaben, welche aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über die Bremer Aufbaubank (BAB) und die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation finanziert werden:
VIBES-MACS wird von der BAB im Rahmen des Programms Forschung, Entwicklung, Innovation (FEI) seit April 2025 für zwei Jahre gefördert und befasst sich mit der Entwicklung eines Lageregelungssystems für Kleinsatelliten auf Basis von modernen Technologien. Das Vorhaben wird gemeinsam mit der ZARM Technik AG und dem ZARM der Universität Bremen durchgeführt.
SkyFed ist ein Vorhaben der rasdaman GmbH, an welchem sich das IAT gemeinsam mit der Constructor University beteiligt. Es wird seit Oktober 2025 von der BAB im Rahmen der Förderlinie LuRaFo 27 für zwei Jahre finanziert. In dem Vorhaben geht es um die smarte Vernetzung von Satelliten zur effizienteren und höher performanter Datennutzung im All, wofür ein innovatives Rechnerboard entwickelt werden wird.
VIBES-OBC wird seit Dezember 2025 gemeinsam mit der DSI Aerospace GmbH durchgeführt. Ziel des auf zwei Jahre angesetzten, von der BAB finanzierten FEI-Vorhabens ist die Entwicklung eines innovativen Satelliten-Onboard-Computers mit kommerziell verfügbaren Komponenten.
IAT-Leiter Prof. Dr. Antonio Garcia dankte der Senatorin für die Unterstützung ihres Hauses bei den zahlreichen Vorhaben und stellte das langfristige Ziel des IATs heraus, die Vernetzung von Forschung, Lehre und Industrie durch Programme wie VIBES oder die ILST-Studiengänge weiter voranzutreiben: „Wir wollen im Verbund mit unseren Bremer Partnern den Standort Bremen und unser Institut stärken, um durch unseren Fokus auf einer praktischen, industrie- und forschungsnahen Ausbildung bundesweit als führende Kraft in der Nachwuchsausbildung und Forschung wahrgenommen zu werden.“ Projekte wie die Entwicklung von Bremens erstem studentischen Satelliten VIBES Pioneer oder die SENSORIS-Mission zur Vermessung des Erdschwerefelds spielen eine wichtige Rolle in diesen Bestrebungen. „Bei uns können Studierende als Teil ihres regulären Studiums aktuelle Weltraummissionen mitgestalten“, so Tim Gust, Projektmitarbeiter im VIBES-Programm. „Wir leisten als IAT damit einen entscheidenden Beitrag zur Förderung der nächsten Generation von Weltraumpionier:innen in der Bremer ‚City of Space‘“.
Auch Senatorin Vogt zeigte sich begeistert von den Aktivitäten am IAT: „Raumfahrtkompetenz entsteht nicht von allein. Sie muss aufgebaut und weitergegeben werden. Bremen hat dafür eine starke Grundlage: eine traditionsreiche Industrie, eine dichte Forschungslandschaft und Hochschulen, die praxisnah ausbilden. Was das IAT hier leistet, verbindet das alles: Studierende bauen im Rahmen ihres Studiums echte Satelliten, gemeinsam mit Bremer Unternehmen wie DSI Aerospace oder der ZARM Technik AG. Deshalb fördern wir solche Vorhaben gezielt. Das sichert den Standort und bildet gleichzeitig die nächste Generation aus."