
Vom 17. bis 20. September 2023 nahm Prof. Dr. Stefan Veith am Seminar der European Group of Risk and Insurance in Málaga, Spanien, teil.
Die EGRIE gegründet 1973, fördert Forschungen im Bereich der Versicherungswissenschaften und gibt eine international renommierte akademische Zeitschrift heraus.
Auf der Konferenz präsentierte Prof. Veith das Arbeitspapier „Effects of the Solvency II framework on firm risk and stock liquidity“, welches er gemeinsam mit Prof. Takefumi Ueno erarbeitet hat. Der Kollege unterrichtet an der University of Shizuoka Japan, die über den Studiengang AWS Japanisch eine langjährige Partnerschaft mit der Fakultät verbindet. Das Papier ein Ergebnis des vom DTX-Forschungscluster geförderten Projekts InSA. Darin wird der Kapitalmarkteffekt analysiert, der mit der Einführung der europäischen Versicherungsregulierung „Solvency II“ verbunden ist. Diese Regelung umfasst strengere Vorschriften für Risikomanagement, Risikomessung und Offenlegung. Die Studie zeigt, dass Aktieninvestoren diese zusätzlichen Informationen in ihre Anlageentscheidungen einfließen lassen. Seit dieser rechtlichen Neuregelung werden Aktien europäischer Versicherer häufiger gehandelt und ihr Risiko ist gesunken.
Zusätzlich war Prof. Veith als Diskutant auf der Konferenz tätig und besprach das Papier „Scenarios of systemic risk“ von Philipp Aigner und Sebastian Schlütter. Es befasst sich mit der Messung und Besteuerung des Versicherungssektors, um potenzielle Verluste durch Insolvenzen im Sektor zu verhindern und zu finanzieren.