Der Hintergrund – unser Potential:

Die HSB ist seit mehr als 30 Jahren eine Hochschule im Herz von Europa. Mit einer Vielzahl von langjährigen Kooperationen im europäischen Raum, einzigartigen europäischen Studiengängen, wie ‚Europäischer Studiengang Wirtschaft und Verwaltung‘, European Finance and Accounting‘ ‚European Studies‘ oder ‚European and Asian Management‘ sowie Forschungsaktivitäten ist die HSB bereits eine ‚Europäische Hochschule‘. Wir sind durch den Bologna-Prozess mit Überzeugung den gemeinsamen Zielen der EU verpflichtet, ein durchlässiges, leistungsfähiges und attraktives Hochschulsystem zu schaffen.

Die Idee: Förderung von strategische Hochschulpartnerschaften in Europa

Der Europäische Rat verfolgt in den letzten Jahren aktiv das Ziel der Stärkung strategischer Partnerschaften zwischen den Hochschuleinrichtungen in der gesamten EU. Mit dem Programm "Europäische Hochschulen" sollen Hochschulallianzen gefördert werden, die die Stärken und die Vielfalt europäischer Forschung und Lehre in neuen Strukturen bündeln wollen, um den Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist, zu begegnen. So soll es den Studierenden ermöglicht werden, durch eine Kombination von Studien in mehreren EU-Ländern einen Studienabschluss zu erwerben, und somit zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulen beizutragen. Die Hochschulen werden ermutigt, neue Formen einer engeren Zusammenarbeit zu finden, insbesondere durch die Schaffung transnationaler Allianzen. Dazu gehört die Entwicklung einer gemeinsamen, integrierten, langfristigen Strategie für Bildung, Forschung und Innovation zu den Herausforderungen in der Gesellschaft. Die Idee von "Europäischen Hochschul-Allianzen“ ist schrittweise gemeinsam voneinander zu lernen und Modelle zu entwickeln, um die Qualität, internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der europäischen Hochschullandschaft weiter zu steigern – und damit nicht zuletzt das regionale Innovationssystem zu stärken.

HSB ist seit 2020 dabei

In diesem Sinne entwickelt und erprobt die Hochschule Bremen mit sieben anderen europäischen Universitäten eine innovative, strategische Partnerschaft. So hat sie sich bereits 2020 um die Förderung einer gemeinsamen europäischen Universität bei der EU-Kommission als „ENGAGED“ Konsortium beworben. Der Antrag wurde auf Anhieb erfolgreich unter Antragsfederführung der Hanzehogeschool Groningen platziert. Auch wenn die Evaluation positiv war, waren wir leider, wie Sie wissen, im Ergebnis 'not funded'.  Wir haben nunmehr in einem etwas veränderten und erweiterten Konsortium in der aktuellen Förderrunde einen neuen Antrag gestellt.  

Seit 2020 sind wir in dieser strategischen Allianz in vielfältiger Weise aktiv. Nicht nur, dass wir andere EU-Förderprogramme erfolgreich genutzt haben, sondern weil auch inhaltlich eine Arbeitsgemeinschaft entstanden ist, die an relevanten Themen gemeinsam arbeitet (u. a. Curriculumentwicklung, Challenge-Module, digitale Lehreformate, Forschungs- und Transferthemen).

Die Allianz geht nun in eine neue Phase

Das europäische Hochschulkonsortium, das von der Hanzehogeschool Groningen 2020 unter dem Namen „ENGAGED“ ins Leben gerufen wurde, startet als neu formiertes strategisches Konsortium ‚STARS EU‘ 2022 sofort durch!

Der neue EU-Antrag ist gestellt

HSB im Frühjahr 2022 erneut an der Ausschreibung „Europäische Hochschulen“ beteiligt. Auf Grund der Ausschreibungsmodalitäten kam es jedoch zu mehreren Veränderungen:

Die STARS EU Ziele bleiben die bisherigen Ziele der Hochschulallianz, konnten aber nach zwei Jahren vertrauensvoller und durchaus erfolgreicher Zusammenarbeit weiter präzisiert werden: Wir wollen eine zukunftsorientierte europäische Universität zu werden, die

  • eine neue Generation zukunftsorientierter Studierender mit Kompetenzen für die Zukunftsthemen fördert;
  • innovative, flexible, vielfältige und herausforderungsorientierte Möglichkeiten in Bildung, Forschung, Transfer und Innovation bietet;
  • die Synergien der interregionalen Zusammenarbeit nutzt;
  • und einen positiven und substantiellen Einfluss auf die nachhaltige regionale und europäische Entwicklung hat.

Die Entscheidung der Auswahlkommission wird am 27.7.2022 erwartet.

Informationen zu Inhalt und Strukturen der Allianz sowie Links zu allen Partnern

Auftakt-Konferenz „Launching STARS EU“ erfolgreich durchgeführt

Endlich war es soweit: nach 2,5 Jahren der virtuellen Zusammenarbeit konnten sich die Akteur:innen in den verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen erstmals persönlich kennenlernen. Am 31.5./1.6.2022 hatte die Hanze Groningen ein straffes Programm mit Vorträgen, Gremiensitzungen, Workshops und Möglichkeiten zum Netzwerken organisiert, das von den ca. 100 Teilnehmenden – davon 70 vor Ort – begeistert angenommen wurde. Die pandemiebedingte virtuelle Zusammenarbeit hatte sich bereits sehr dynamisch entwickelt, konnte jedoch in der persönlichen Begegnung noch einmal deutlich gesteigert werden. In Groningen hat sich STARS EU als sehr stabiles Netzwerk mit enormen Optionen präsentiert – das konnten alle Beteiligten spüren.

Informationen zur Konferenz und zu ersten Ergebnissen aus den Workshops

Die inhaltliche Zusammenarbeit wird in Arbeitsgruppen gestaltet. Sieben „thematic interest groups“ bringen Lehrende und Forschende aus allen beteiligten Hochschulen zusammen. Die Themen entsprechen den Zielen der nachhaltigen Regionalentwicklung und der Hochschulen der Angewandten Wissenschaften:

  • Energy Transition
  • Circular Economy
  • Arts and Creative Industries
  • Healthy Aging
  • Digital Transformation
  • Entrepreneurship and Innovation und
  • Living Spaces.

Bereits erfolgreich sind diese Projekte aus dem Konsortium heraus gestartet:

  • Sieben “blended intensive programmes” im SS 2022 (Federführung Polytechnic Institute Bragança IPB, Portugal)
  • CONFIDENT – Stärkung interkultureller und digitaler Kompetenzen von Austauschstudierenden (2021-2023)
  • IGNITION – Stärkung der „digital literacy“ von Studierenden, Lehrenden sowie Kleinstunternehmer:innen und Selbständigen (2022-2025)
  • Erasmus Mundus Design Measure zur Vorbereitung des Joint Master-Programms „Processes and Products Innovation“ (2021-2022)

Multilateraler Erasmus-Vertrag geschlossen

Ohne die Entscheidung über den Antrag abzuwarten, ist das Konsortium entschlossen, die mit der Antragstellung begonnene Zusammenarbeit zu vertiefen und weiterhin attraktive Ausschreibungen für neue Drittmittelanträge zu nutzen. Ein erster Schritt zur Festigung der Kooperation ist die Unterzeichnung eines multilateralen Erasmus-Vertrags, der Mobilitäten für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende in erheblichem Umfang vorsieht. Als ein besonders wichtiges Instrument werden hierbei die so genannten „Blended Intensive Programmes“ (BIPs) angesehen, eine neue Förderlinie des Erasmus-Programms, über die Kurzzeitmobilitäten in Kombination mit virtuellen Lehreinheiten angeboten werden. Diese Art der internationalen Kooperation und konsequenten curricularen Zusammenarbeit auf der Basis gemeinsamer Qualifikations- und Kompetenzziele (Module, Studiengänge, Abschlüsse etc.) ist der Schlüssel zum Aufbau strategischer Partnerschaften.

Der Übergang zu einer zukunftsfähigen europäischen Wirtschaft und Gesellschaft kann nur gelingen, wenn wir zusammenarbeiten, Bildungsmodelle und regionale Entwicklung zusammen weiterdenken und die Lehre und Forschung auf Nachhaltigkeit ausrichten. Dazu kann die STARS European University einen Beitrag leisten.

Offene Plattform für europäische Zusammenarbeit

Das strategische Konsortium ist eine Plattform für vielfältige Aktivitäten und steht alle offen und kann auch für weitere Vorhaben genutzt werden. Wenn Sie weitere Informationen, Kontakte zu den Partnern oder Zugang zu den Arbeitsgruppen erhalten möchten, kontaktieren Sie uns gern!

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