Herr Prof. Teufel, Sie sind in dem europäischen Netzwerk Stars EU engagiert. Was machen Sie hier genau?

Ich engagiere mich auf verschiedenen Ebenen. STARS EU zeichnet sich aus durch verschiedene Themen-Cluster, genannt Thematic Interest Groups, kurz TIG. Ich mache mit im TIG „Creative Industries“ und wir bereiten gerade eine gemeinsame Lecture-Reihe zu aktuellen Methoden der Ideen-Generierung aus den Blickwinkeln Kunst, Design und Medien vor.
Außerdem beteilige ich mich am Kooperationsprojekt „IGNITION“ mit Partnern aus Portugal, den Niederlanden und Irland. Hier geht es um das Schlagwort „Digital Literacy“, also um den Kompetenzerwerb für den digitalen Raum, insbesondere innovative pädagogische und didaktische Ansätze. Dabei definieren wir zunächst, was diese digitale „Alphabetisierung“ eigentlich für die Lehre heißt und entwickeln auf dieser Basis ein Set von Werkzeugen und Maßnahmen, um innovative Formate experimentell zu erproben, hierbei Erkenntnisse zu gewinnen und neue Ansätze in der Lehre so letztlich zu stärken und „lauffähig“ zu machen.

Wie profitieren Sie von STARS EU?

Der entscheidende Vorteil eines Verbundes wie STARS EU ist, dass Kolleg:innen verschiedener europäischer Regionen mit ihren je unterschiedlichen Blickwinkeln und Expertisen in gemeinsam gesteckten Themenbereichen zusammenarbeiten. Dabei entsteht Neues. Und der Verbund ist so angelegt, dass wir trotz vieler Unterschiede auch auf Gemeinsamkeiten aufbauen können. Zum Beispiel die Bedeutung der jeweiligen Hochschule für die akademische Ausbildung von Fachkräften oder das gesellschaftliche und kulturelle Leben in ihrer Region. Ganz persönlich profitiere ich davon, mal aus der „HSB-Bubble“ rauszukommen und neue inspirierende Menschen jenseits meiner etablierten Netzwerke kennen zu lernen.

Was haben Studierende davon?

Na, die stehen im Zentrum: Bei IGNITION zum Beispiel werden wir im nächstes Jahr eine Lehr-Session in Bragança in Portugal machen – mit Studierenden aller beteiligten Hochschulen. Und auch bei den Creative Industries geht es darum, Lehrformate zu entwickeln – mit den und für die Studierenden.

Wie können andere Lehrende der HSB dort mitmachen?

Konkret gibt es bei IGNITION noch ein paar wenige Plätze für eine erste Workshop-Runde im März 2023 in Irland. Und die TIGs haben zu verschiedenen Themen etwas zu bieten. Die Koordination liegt beim International Office der HSB. Wer Lust hat, kann sich aber natürlich auch per Mail an mich wenden. Und wer Denkanstöße sucht, ohne schon ganz genau zu wissen, wie sie/er sich einbringen kann: Unsere Lecture-Reihe hat den Titel „Unlocking Imagination“.

 

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