
Was mache ich später beruflich? Diese Frage stellen sich viele Schüler:innen und Studierende. In seinem Podcast „Zukunftsbrücken Bremen“ gibt Dr. Dennis Kampen, Professor der Hochschule Bremen (HSB), Studierenden und Schülerinnen spannende Einblicke in die beruflichen Möglichkeiten, die nach einem technischen Studium im Bremer Umland auf sie warten. In jeder Folge besucht der Ingenieur Unternehmen aus der Region und spricht mit Führungskräften sowie Alumni der HSB. Diese stellen ihre persönlichen Karrierewege vor. Im Interview erzählt der Wissenschaftler, was ihn motiviert hat, dieses Projekt zu starten und wie die Resonanz auf seine Podcast-Reihe bislang ist.
Herr Kampen, vor gut einem Jahr haben Sie Ihre eigene Podcast-Reihe gestartet. Wie kamen Sie auf diese Idee?
Dennis Kampen: In Gesprächen mit Studierenden und auch mit Abiturientinnen und Abiturienten merke ich immer wieder: Viele wissen zwar, was sie studieren könnten, haben aber kaum eine Vorstellung davon, wie der Arbeitsalltag später wirklich aussieht. Exkursionen oder Praktika helfen zwar, erreichen aber nur wenige. Mit dem Podcast wollte ich einen niedrigschwelligen Einblick schaffen: reale Karrierewege von Alumni, echte Einblicke in Unternehmen aus der Region und konkrete Informationen zum Berufseinstieg. Die Idee war, eine Brücke zu bauen zwischen Studium und Arbeitswelt – daher auch der Name „Zukunftsbrücken Bremen“.
Wie ist die Resonanz auf Ihr Projekt bei den Unternehmen?
Die Resonanz ist durchweg sehr positiv. Viele Unternehmen schätzen die Möglichkeit, sich authentisch zu präsentieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Studien- und Berufsorientierung zu leisten. Besonders gut kommt an, dass nicht nur das Unternehmen vorgestellt wird, sondern vor allem Alumni über ihren tatsächlichen Arbeitsalltag berichten. Für die Unternehmen ist das auch eine Chance, frühzeitig mit potenziellen Fachkräften in Kontakt zu kommen.
Haben Sie auch von Schüler:innen und Studierenden Rückmeldungen?
Der Podcast ist erst seit gut einem Jahr online, daher ist das direkte Feedback von Schülerinnen und Schülern bisher noch begrenzt. Von denjenigen, die ich bereits erreichen konnte, höre ich jedoch, dass die konkreten Einblicke in den Arbeitsalltag sehr hilfreich für die Studienorientierung sind. Aktuell arbeite ich daran, die Reichweite in dieser Zielgruppe weiter auszubauen, zum Beispiel durch Poster und Informationen an Schulen sowie über Social Media. Gerade für Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, möglichst früh ein realistisches Bild von technischen Studiengängen und den späteren Berufsmöglichkeiten zu bekommen. Je mehr junge Menschen wir erreichen, desto größer ist der Nutzen – deshalb freue ich mich über jede zusätzliche Sichtbarkeit des Formats.
Was motiviert Sie, sich neben Ihrer Arbeit als Forscher und Dozent noch für dieses Projekt zu engagieren?
Mich motiviert vor allem der Gedanke, jungen Menschen mehr Orientierung zu geben und Unsicherheiten abzubauen. Die Entscheidung für ein Studium – insbesondere im technischen Bereich – fällt vielen schwer, weil die Berufsbilder wenig greifbar sind. Gleichzeitig sehe ich im Podcast eine große Chance, die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und regionalen Unternehmen sichtbar zu machen. Für mich verbindet das Projekt mehrere Dinge, die mir wichtig sind: Studieninteressierte erreichen, Studierende motivieren und gleichzeitig die Rolle der Hochschule Bremen als Partnerin der regionalen Wirtschaft stärken.
Der Podcast ist auf Spotify, Apple Podcast und Amazon Music unter dem Titel „Zukunftsbrücken Bremen“ zu finden.