
Auch 2026 fanden die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern wieder auf dem Elfrather See in Krefeld statt.
Mehr als 600 Studierende von fast 50 Hochschulen aus ganz Deutschland traten in zahlreichen Bootsklassen gegeneinander an. Die Wettkampfgemeinschaft Bremen reiste mit insgesamt 22 Sportler:innen an, davon sieben von der Universität Bremen und 15 von der Hochschule Bremen.
© Emma M.
Wie bereits in den vergangenen Jahren waren die Rennen der DHM Rudern 2026 in Krefeld in drei Wettkampfklassen unterteilt:
Novice: für alle, die vor dem Studium noch nicht gerudert sind; hier wird im gesteuerten Gigboot über 500m gerudert.
Challenge: ebenfalls für Studis, die das Rudern erst im Studium gelernt haben, die jedoch mittlerweile etwas mehr Erfahrung haben. Es wird im Rennboot über 1000m gestartet.
Offen: die leistungsstärkste Kategorie. Hier treten viele ehemalige und aktive Leistungssportlerinnen ebenfalls über 1000m im Rennboot an. Die Sieger:innen qualifizieren sich für die European University Championships (EUC).
Für die beiden Bremer Novice-Boote begann das Wochenende mit etwas unruhigen Vorläufen. Sowohl der Novice-Damenvierer als auch der Novice-Herrenvierer mussten zunächst den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen. Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs steigerten sich beide Mannschaften jedoch von Rennen zu Rennen. Über Halbfinale und Finale wurden die Leistungen immer besser.
Am Ende reichte es für beide Boote zwar nur für das C-Finale, dort lieferten sie sich jedoch noch einmal spannende Rennen mit ihren Konkurrent:innen. Im Frauenboot ruderten Abha, Carla, Caro und Mathilde, gesteuert von Emil. Das Herrenboot bestand aus Chris, Aditya, Sharan und Mohamad mit Steuerfrau Jule. Besonders bemerkenswert: Alle Ruderinnen hatten erst im Frühjahr mit dem Sport begonnen. Die Motivation, auf den gesammelten Erfahrungen aufzubauen und im kommenden Jahr erneut anzugreifen, ist entsprechend groß.
Im Challenge-Doppelzweier der Frauen gingen Julia und Emma an den Start. Nach einem guten Vorlauf qualifizierten sie sich zunächst für das Halbfinale und anschließend für das B-Finale. Mit ihrer Leistung waren beide sehr zufrieden – zumal sie den Zweier vor der Regatta kaum gemeinsam trainiert hatten.
Der Schwerpunkt ihres Trainings hatte stattdessen auf dem Challenge-Doppelvierer gelegen, in dem sie gemeinsam mit Sabrina und Johanna starteten. Diese Vorbereitung zahlte sich aus: In einem starken Rennen ließen sie die Uni Kassel, die TU Dresden und die TH Deggendorf hinter sich und sicherten sich damit die Bronzemedaille und damit das erste Edelmetall des Wochenendes für die Wettkampfgemeinschaft Bremen.
Am Sonntag standen schließlich die Mixed-Rennen auf dem Programm. Besonders groß war das Meldefeld im Novice-Bereich, in dem insgesamt 24 Boote antraten. Entsprechend eng und spannend verliefen die Rennen. Die Bremer Mannschaften präsentierten sich auch hier gut und erreichten Platzierungen im C- und D-Finale.
Weniger glücklich verlief der Wettbewerb für den offenen Mixed-Doppelvierer. Nach einem guten Vorlauf musste das Boot verletzungsbedingt vom Halbfinale abgemeldet werden.
Insgesamt blickt die Wettkampfgemeinschaft Bremen auf ein intensives Wochenende zurück. Sehr hohe Temperaturen verlangten den Sportler:innen einiges ab, konnten der guten Stimmung im Team jedoch nichts anhaben. Mit zwei Bronzemedaillen, guten Platzierungen und viel gegenseitiger Unterstützung fiel die sportliche Bilanz positiv aus.
Besonders die Novice-Ruder:innen zeigten eindrucksvoll, was sie innerhalb kürzester Zeit gelernt hatten. Sie sammelten wichtige Rennerfahrung und schufen damit eine Grundlage für die kommende Saison.
Unterstützt wird das Hochschulruder-Team vom Bremer Ruderverein von 1882 e.V., der Hochschule Bremen, dem AStA der Hochschule Bremen und der Universität Bremen.
Die Hochschule Bremen wird im Bereich Sport und Gesundheit von der Techniker Krankenkasse (TK) u.a. im Rahmen der Kooperation "Gesunde Hochschule” unterstützt.
