
Die Hochschule Bremen (HSB) begrüßt eine neue Expertin auf dem Gebiet der Bionik und Robotik: Prof. Dr. Lisa Gutzeit hat seit Juni die Professur für „Biomechatronik und Robotik“ inne. Ihre Forschung steht im Zeichen eines der zentralen Themen der Zukunft: intelligente, vertrauenswürdige Roboter, die menschliche Bedürfnisse verstehen und unterstützen – inspiriert von der Natur. Deshalb ist die 39-jährige Wissenschaftlerin auch in der Bionik der HSB verortet.
„Robotik gewinnt zunehmend an Bedeutung, da intelligente Systeme in immer mehr Lebens- und Arbeitsbereichen eingesetzt werden“, sagt Prof. Dr. Lisa Gutzeit. „In meiner Forschung beschäftige ich mich mit unterstützenden und vertrauenswürdigen Robotersystemen. Dabei nutze ich bioinspirierte Ansätze, um effiziente und adaptive Verhaltensstrategien zu entwickeln, die eine sichere sowie vertrauenswürdige Mensch-Maschine-Interaktion fördern. So habe ich beispielsweise menschliche Bewegungsmuster bei verschiedenen Manipulationsaufgaben untersucht, um daraus Prinzipien für die robotische Manipulation abzuleiten. Dieses Wissen und die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Methoden möchte ich auch an Studierende weitergeben.“
Geboren und aufgewachsen in Bremen, studierte die 39-jährige Wissenschaftlerin in Lübeck den interdisziplinären Studiengang „Computational Life Science“ – eine Kombination aus Mathematik und Informatik, angewandt in Medizin und Lebenswissenschaften. Ab 2012 arbeitete sie an der AG Robotik der Universität Bremen, promovierte dort 2023 und übernahm gleichzeitig die Leitung des Teams „Interaction & Learning“ am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Robotics Innovation Center in Bremen.
„Die Berufung von Prof. Dr. Lisa Gutzeit ist mehr als eine fachliche Ergänzung – sie ist eine strategische Bereicherung für unser Profil“, sagt der Rektor der HSB, Prof. Dr. Konrad Wolf. „Mit ihrer Expertise in bioinspirierter Robotik und ihrer Verbindung zu den führenden Forschungseinrichtungen in Bremen stärken wir unsere Position als Hochschule für angewandte Wissenschaften.“
„Bremen ist nicht nur meine Heimat – es ist auch ein außergewöhnlich starker Standort für meine Arbei“, sagt Lisa Gutzeit. „Forschungseinrichtungen wie das DFKI, die Universität Bremen und die HSB machen es möglich, interdisziplinär zu arbeiten – und das ist genau das, was die Zukunft der Robotik braucht.“
Mit dem Rad fährt die Wissenschaftlerin durch die Stadt – egal bei Regen oder Sonnenschein. „Bewegung an der frischen Luft macht meinen Kopf frei“, sagt sie.


