CloudEnerChain
| Projektleitung | Sethmann, Richard, Prof. Dr. rer. nat. |
|---|---|
| Projektbeteiligte | Last, Philipp, Prof. Dr. |
| Durchführende Organisation | Hochschule Bremen, Fakultät 4 |
| Projekttyp | Drittmittelprojekt (Zuwendung) |
| Mittel- bzw. Auftragsgeber | Bund, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) |
| Förder- bzw. Auftragssumme | 545.757,02 € |
| Laufzeit | 03/2026 - 02/2029 |
| Forschungscluster | Digitale Transformation |
CloudEnerChain adressiert die wachsenden Anforderungen an Automatisierung, Interoperabilität und Cybersicherheit im Stromnetz der Zukunft. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer sicheren, skalierbaren und technologieoffenen Infrastruktur für den bidirektionalen Datenaustausch zwischen Feldgeräten, IoT-Systemen, Sekundärtechnik und Netzleittechnik. Hierfür wird eine cloudbasierte Datendrehscheibe entwickelt, die eine durchgängige und herstellerübergreifende Kommunikation ermöglicht. Zentrales Element ist der Aufbau einer verifizierten Vertrauenskette, die alle Systemkomponenten von der Feldebene bis zur Leitwarte einschließt und höchste Anforderungen an IT- und Betriebssicherheit erfüllt. Ergänzt wird dieser Ansatz durch ein umfassendes Sicherheitskonzept mit hardwarebasierten Modulen, standardisierten Schnittstellen sowie KI-gestützten Verfahren zur Angriffserkennung und -bewertung. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern, Herstellern und Forschungseinrichtungen. Die entwickelten Komponenten werden in Simulations-, Labor- und realen Testumgebungen evaluiert. CloudEnerChain trägt dazu bei, neue Handlungsspielräume für die Betriebsführung zu erschließen, die Resilienz kritischer Infrastrukturen zu stärken und die digitale Transformation im Energiesektor gezielt voranzutreiben. Das Projekt unterstützt die Erreichung der Klimaziele, die Umsetzung der nationalen Digitalstrategie sowie die Sicherung technologischer Souveränität im Rahmen der nationalen Sicherheitsstrategie. Die Hochschule Bremen erstellt in diesem Vorhaben eine Anforderungs- und Bedrohungsanalyse, auf der die darauffolgend mitentwickelte Sicherheitsarchitektur basiert, die die Vertrauenskette mit dem TCN-Konzept für die Use-Cases umsetzt. Weiterhin ist die Hochschule Bremen für die Entwicklung eines Modells zur Durchführung von Tests und die Simulation des Modells in einem Netzsimulator zuständig.