Übersicht

Projektleitung Wittmaier, Martin, Prof. Dr.
Durchführende Organisation externe Einrichtung, Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen GmbH
Projekttyp Drittmittelprojekt (Zuwendung)
Mittel- bzw. Auftragsgeber Bund, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förder- bzw. Auftragssumme 177.723,00 €
Laufzeit 08/2017 - 12/2019
Forschungscluster Region im Wandel

Kunststoffabfälle gefährden die Umwelt und insbesondere marine Ökosysteme in erheblichem Maße. Allein 2014 wurden weltweit über 300 Mio. Tonnen Kunststoffe produziert, von denen jährlich schätzungsweise etwa 10 Mio. Tonnen durch nicht umweltgerechte Entsorgung in die Meere gelangen. Gerade in Küstennähe, insbesondere wenn für Kunststoffabfälle keine funktionierenden Erfassungssysteme existieren, kommt es zu erheblichen Einträgen in marine Ökosysteme. Da eine nennenswerte Abreicherung der Kunststoffabfälle aus den Meeren bisher technisch und wirtschaftlich nicht möglich ist, nimmt die Menge an Kunststoffen in den marinen Ökosystemen kontinuierlich zu und wird auch in den nächsten Jahrzehnten noch weiter anwachsen. Dabei ist die Menge des Eintrags von Kunststoffabfällen stark abhängig von der Entwicklung eines effizienten Abfallerfassungs- und Recyclingsystems. Allerdings findet in vielen wenig entwickelten Ländern eine relevante Verwertung von Kunststoffen, auch aufgrund von u.a. fehlender Infrastruktur und unsicherer politischer Verhältnisse, so gut wie nicht statt. Dadurch sind die Wertschöpfungsketten für die Verwertung von Kunststoffabfällen unterbrochen und werthaltige Kunststoffe gelangen in die Umwelt, was eine wesentliche Quelle für den Eintrag in die Meere darstellt. Daher müssen neue Lösungen zur Verringerung des Eintrags von Kunststoffen in die Umwelt entwickelt werden... Ziel des Vorhabens ist es, zur Reduzierung des Eintrags von Kunststoffabfällen in die Umwelt und in marine Ökosysteme für wenig entwickelte Länder, Konzepte und Vorplanungen zur Implementierung einer Infrastruktur zur Erfassung, schiffgestützten Behandlung und Vermarktung von Kunststoffabfällen zu entwickeln. Das Vorhaben setzt dabei in seiner Systematik an der Quelle des Problems an und verringert so die Einbringung von Kunststoffen in die Umwelt. Hierdurch sollen Wertschöpfungsketten für den Handel und die Verwertung von Kunststoffabfällen in wenig entwickelten Ländern geschlossen werden. Durch die Schaffung von Vermarktungsmöglichkeiten für Kunststoffabfälle sollen Anreize zur Entnahme von Kunststoffabfällen aus der Umwelt und die Erfassung der in Haushalten und der Wirtschaft anfallenden Kunststoffabfälle geschaffen werden. Gerade für gering qualifizierte Menschen können durch die Schließung von Wertschöpfungsketten Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten in den Zielländern geschaffen werden. Durch das Projekt KuWert kann in wenig entwickelten Ländern ein nennenswerter Beitrag zur Reduzierung des Kunststoffeintrags in marine Ökosysteme und die Umwelt insgesamt geleistet werden.

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