Übersicht

Projektleitung Müssig, Jörg, Prof. Dr.-Ing.
Projektbeteiligte Albrecht, Katharina, Dr.-Ing.
Durchführende Organisation Hochschule Bremen, Fakultät 5
Projekttyp Drittmittelprojekt (Zuwendung)
Mittel- bzw. Auftragsgeber Bund, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Förder- bzw. Auftragssumme 101.765,00 €
Laufzeit 02/2017 - 01/2020

Ziel des Gesamtprojektes ist es, die umweltbeeinflussenden Faktoren bei der Werkstoffauswahl so früh wie möglich und mit einer möglichst einfachen Herangehensweise im Konstruktionsprozess zu integrieren. Es ist auch Ziel dieses Projektes aus bekannten Methoden der Nachhaltigkeitsbewertung verwertbare Elemente zu identifizieren und so zu kombinieren, dass sie als anwendungsorientierte, aber dennoch robuste Methode für die biobasierten Werkstoffe maßgeschneidert zu verwenden sind. Es ist dabei nicht Ziel dieses Projektes, neue theoriebasierte Methoden der Ökobilanzierung zu erstellen. Die zu erarbeitende, anwendungsorientierte Methode soll verwendet werden, um einheitlichere und transparentere Daten zu generieren bzw. vorhandene Daten zu ergänzen und zu verbessern. Darüber hinaus konzentriert sich das Projekt auf die Verarbeitung der (ökologischen) Kennwerte, so dass sich diese einfach in den herkömmlichen Konstruktionsprozess integrieren lassen. Das Teilprojekt 5 „Erhebung der Daten für Naturfasern“ wurde von Seiten der Hochschule Bremen koordiniert und bearbeitet. Das Teilprojekt 5 befasst sich mit einer umfassenden Dokumentation und einer geeigneten Abbildung der Prozessschritte vom Anbau über die Faseraufbereitung von Naturfasern inklusive Sensitivitätsanalysen. Eine detaillierte und nachvollziehbare Beschreibung der einzelnen Prozessschritte und die Betrachtung aller Einflussfaktoren sind die elementare Grundlage für eine aussagekräftige Ökobilanz von Naturfasern. Abschließend wurde eine Ökobilanz von Naturfasern, die im Spritzgussprozess verarbeitet werden können, durchgeführt. Es wurden Flachs, Sisal, Hanf und Kenaf untersucht.