BREMER HAUS
| Projektleitung | Kromrei, Claudia, Prof. Dr.-Ing. |
|---|---|
| Durchführende Organisation | Hochschule Bremen, Fakultät 2 |
| Projekttyp | HSB-intern gefördertes Projekt |
| Mittel- bzw. Auftragsgeber | Hochschule Bremen, F&E-Fonds |
| Förder- bzw. Auftragssumme | 13.056,00 € |
| Laufzeit | 04/2026 - 03/2027 |
| Forschungscluster | Region im Wandel |
Das Forschungsvorhaben "Autonomie und Serialität. Die Typologie des Bremer Hauses" bildet den ersten Teil einer auf mehrere Jahre angelegten umfänglichen Monografie zum Typus des Bremer Hauses, seinen architektonischen und stadträumlichen Merkmalen, seiner historischen Entwicklung und den damit verbundenen sozialen, politischen und ökonomischen Aspekten. In die Untersuchung einbezogen wird der Vergleich des Bremer Hauses mit dem englischen Terraced House, dem einzigen ähnlich konzipierten Wohnhaus; während es städtische gereihte Einfamilienhäuser vielerorts gibt, auch mit zum Bremer Haus ähnlichem Aufbau, gibt es die Anlage mit vorgelagertem Tiefgarten neben Bremen nur in Großbritannien. Es wird analysiert, wie diese spezifische Haustypologie den Wandel der Städte und Regionen im angelsächsischen Raum und in Bremen geprägt hat und wo das Potenzial dieser Bauform für künftige städtebauliche und regionale Entwicklungen liegt. Dabei liegt der Fokus weniger auf formal-ästhetischen, als vielmehr auf genuin typologischen Fragen wie der Konfiguration von Grundriss und Fassade, den Erschließungsformen, den Strategien zur Ausbildung von Distanz zwischen öffentlichem Stadtraum und privater Wohnung und den unterschiedlichen Ausformungen und sozialen Stratifikationen vom 19. Jahrhundert bis zu den Entwicklungen im 20. Jahrhundert. Ein weiterer Untersuchungsschwerpunkt gilt der Frage, wie in beiden Kontexten halböffentliche städtische Nutzungen akkommodiert wurden und wie durch diese spezifische Typologie eine besondere Form von Urbanität in Bremen und den angelsächsischen Großstädten ausgebildet wurde – auch mit Blick auf aktuelle Bedürfnisse und Vorlieben. Das hier beantragte Vorhaben soll nach einem Jahr mit der Publikation eines wissenschaftlichen Aufsatzes abgeschlossen werden, der das Thema und das Forschungsvorhaben in der Fachöffentlichkeit und Bremer Öffentlichkeit positioniert.