Übersicht

Projektleitung Müssig, Jörg, Prof. Dr.-Ing.
Projektbeteiligte Graupner, Nina, Dr.-Ing.
Kooperationspartner - Université Bourgogne Franche-Comté (UBFC), Frankreich - INOVYN, Frankreich - Université de Lorraine (UL), Frankreich - Università Cattolica del Sacro Cuore (UCSC), Italien - Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB), Deutschland - Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Österreich - r3 Environmental Technology Ltd (R3E), UK
Koordinationsrolle Hochschule Bremen, Fakultät 5
Projekttyp Drittmittelprojekt (Zuwendung)
Mittel- bzw. Auftragsgeber EU und sonstige internationale Organisationen, Europäische Union und Bundesministerium für Bildung und Forschung (EU/BMBF)
Förder- bzw. Auftragssumme 357.367,00 €
Laufzeit 06/2019 - 05/2022
Fakultät Fakultät Natur und Technik

Die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Fasern als Ersatz für industriell geschaffene Fasern in unterschiedlichen Produkten können nur durch größere Anbauflächen realisiert werden. Land ist jedoch eine knappe Ressource und es entsteht ein zunehmender Landnutzungskonflikt zwischen der Nahrungsmittelproduktion und der Produktion von Pflanzen außerhalb der Nahrungsmittelproduktion. Die große Brennnessel (Urtica dioica) hat eine lange Geschichte als Faserpflanze, wird aber aktuell nur in geringem Umfang genutzt. Die besonderen Eigenschaften der Nesselfasern (große Faserlänge und hohe Festigkeit) führen zu einem zunehmenden Marktinteresse an dieser Faserpflanze. Der Anbau der Nesselpflanze scheint auch besonders gut auf Grenzertragsflächen geeignet zu sein. Die Verwendung der großen Brennnessel als Faserlieferant zeigt neben ökologischen Vorteilen zur Dekontaminierung belasteter Böden und zur Verbesserung der Bodenfunktionalität auch ökonomische Vorteile. Die Verwendung einheimischer Arten wie der großen Brennnessel schafft darüber hinaus Möglichkeiten für die Entwicklung von Lebensräumen und die Zuflucht von Wildtieren. Die Verbundwerkstoffindustrie verbraucht in den letzten Jahren zunehmend größere Mengen an Pflanzenfasern, hauptsächlich Flachs, Hanf, Sisal, Kenaf und Jute. Um Nesselfasern für diese Industrie interessanter zu machen, muss ein besseres Verständnis des Verarbeitungsverhaltens, der Eigenschaften der Fasern sowie daraus hergestellter Produkte vorhanden sein. Das NETFIB-Projekt bietet hierzu einen ganzheitlichen Ansatz: Verwertung von Nessel-Biomasse aus dem Anbau auf Grenzertragsflächen in einem nachhaltigen innovativen Agroforstwirtschaftssystem. Die Ergebnisse aus dem NETFIB-Projekt werden neue Daten für die Produktion von Faserpflanzen auf Grenzertragsflächen im System des „Phytomanagement“ liefern. Durch die Bündelung der Kompetenzen akademischer und industrieller Partner wird die Grundlage geschaffen, das vorgeschlagene Konzept entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln.

Thematisch verwandte Veranstaltungen

  1. Science goes Public

    Auf sechs Beinen zu technischen Innovationen

    • 20:30 Uhr
    • extern
  2. AHOI - Begrüßung für Erstsemester

    • 17:00 - 18:30 Uhr
    • online
  3. Studienberatung

    Infoseminar Master-Studiengänge

    • 17:30 Uhr
    • online