Die Worldwide Ferry Safety Association (WFSA) hat die Gewinner des achten jährlichen internationalen Studierenden-Wettbewerbs für eine sichere und kostengünstige Fähre bekannt gegeben. Der erste Platz, dotiert mit 5.000 US Dollar, geht an die Schiffbau-Studierenden der Hochschule Bremen, Fakultät Natur und Technik. Trotz der schwierigen Situation in einer Pandemie – fast die gesamte Kommunikation im Team und mit den Betreuern musste online stattfinden – belegte die Hochschule Bremen im zweiten Jahr in Folge den ersten Platz. Das Team aus Michael Janssen, Bernadette Knauer, Florian Kokert, Peter Partheil, Mats Steinschulte unter Leitung von Sonja Winzler und war mit seinem Entwurf einer 60 Meter langen Katamaran-Fähre siegreich. Betreut wurde die Gruppe von den Professoren Gregor Schellenberger, Broder Hinrichsen und Andreas Kraus. Platz zwei ging an das Institute of Technology in Surabaya (Indonesien), gemeinsam mit der Hochschule Wismar. Den dritten Platz belegte die Bangladesh University of Engineering Technology. Insgesamt zwölf Teams aus akademischen Einrichtungen in Südamerika (1), Nordamerika (3), Europa (2) und Asien (6) reichten ihre Entwürfe ein.

„Nach Auffassung der Jury haben die Studierenden der Hochschule Bremen großartige Arbeit geleistet, indem sie einen durchdachten und auf die Aufgabenstellung abgestimmten Entwurf mit einer hohen Umsetzungswahrscheinlichkeit erstellt haben,“ erläutert Gregor Schellenberger. „Der Katamaran verfügt über ein innovatives Airbag-System für zusätzlichen Auftrieb im Falle einer Havarie und über ein hochmodernes Navigationssystem. Der sehr detaillierte Schiffsentwurf enthält eine Herstellungs- und Betriebskostenabschätzung in Verbindung mit lokalen Werftdaten sowie gute Konzepte für den Brandschutz und eine schnelle Evakuierung.“

Das Schiff wurde unter Berücksichtigung der lokal herrschenden Strömungen sowie der Wind- und Wetterbedingungen entworfen. Zu den Maßnahmen zur Verhinderung der Übertragung von Infektionen gehört die Belüftung der geschlossenen Räume mit HEPA-Filtern.

Dr. Roberta Weisbrod, Geschäftsführerin der WFSA, sagte: „In diesem Jahr hatten die Studierenden die Aufgabe, eine RoPax-Fähre zu entwerfen, die rund 300 Passagiere, von denen viele die Verwendung von Hängematten im Freien bevorzugen, sowie Fahrzeuge und Fracht auf dem Amazonas zwischen Manaus und Tefé auf einer 20-stündigen Fahrt befördern soll. Aufgrund der anhaltenden Ausbreitung von Covid 19 in Brasilien und seiner Übertragung über den Fluss wurden die Studententeams gebeten, Merkmale zur Verhinderung der Virusübertragung einzubeziehen.“ RoPax steht als Kurzform für „Roll On/Roll Off“ von Fahrzeugen und Fracht, „Pax“ für Passagiere.

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