
Bei einem Praxiseinsatz im Rahmen des Projekts „WeserLachs“ (Hochschule Bremen, Fakultät 5) wurde an der Lethe bei Wardenburg eine geplante exemplarische Gewässerrenaturierung umgesetzt. Dabei wurden 200 Tonnen Kies ins Flussbett eingebracht. Das Ergebnis übertrifft die Planung: Statt sieben bis acht entstanden insgesamt neun Kiesbänke, die kieslaichenden Leitarten künftig beste Fortpflanzungsbedingungen bieten. Die Strukturen dienen prioritär lithophilen Zielarten wie Meerforelle (Salmo trutta), Atlantischem Lachs (Salmo salar) sowie Fluss- und Bachneunaugen (Lampetra spp.) als Laich- und Aufwuchshabitat.
Auch die Medienaufmerksamkeit war hoch: Neben einem Hörfunkbeitrag im NDR-Radio begleitete ein Team von RTL Nord die Bauarbeiten vor Ort mit der Kamera. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird das Projekt von Masterstudent Fabian Buldt unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Klefoth. Neben der ökologischen Aufwertung liefert die Maßnahme wertvolle Monitoringdaten für ein adaptives Wanderfisch-Management im Wesereinzugsgebiet.
“WeserLachs” zielt als HSB-Projekt darauf ab, Wandersalmoniden unter Berücksichtigung von genetisch informierten Besatz- und Monitoringmaßnahmen durch koordiniert geplante, umgesetzte und evaluierte einfache, schnell wirksame Maßnahmen im Wesereinzugsgebiet zu fördern. Es dauert bis April 2027, Förderer ist die Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Prof. Dr. Thomas Klefoth
Studiengangsleiter ISTAB, Professor für Ökologie und Naturschutz, Fischereibiologe
+49 421 5905 4280
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