
Mit einem tiefen Verständnis für Systeme, viel Erfahrung in Wissenschaft und Industrie sowie einer persönlichen Verbindung zu Bremen ist Dr. Hellmar Rockel seit dem 1. Oktober an der Hochschule Bremen (HSB) tätig. Als neuer Professor für Mess- und Regelungstechnik bringt der 52-Jährige nicht nur technisches Know-how mit, sondern auch eine klare Vision: Systemdenken als Schlüsselkompetenz für die Zukunft. Und er begeistert sich nicht nur für sein Fachgebiet: Der gebürtige Bremer ist ein leidenschaftlicher Klassik-Musik-Enthusiast und Werder-Fan.
„Die Mess- und Regelungstechnik ist ein zentrales Gebiet der Mechatronik und der Automatisierungstechnik – sie steckt in vielen Dingen, die wir im Alltag nutzen: von Energiesystemen und Umweltschutztechnik über E-Mobilität und Fahrzeugtechnik bis zu medizinischen Geräten“, erklärt der Ingenieur. So sorgt sie dafür, dass technische Systeme leistungsfähig, sicher und effizient laufen. Und sie arbeitet eng mit der Informatik zusammen: Denn Regelungen laufen meist auf Steuergeräten von Produkten. Als Informationswissenschaft ist die Regelungstechnik auch mit Künstlicher Intelligenz (KI) verbunden. Hellmar Rockel: „Schon vor vielen Jahren habe ich mit künstlichen Neuronalen Netzen gearbeitet – also mit einem Baustein der KI. Heute ist die Frage: Wie können wir KI noch besser nutzen, um Systeme intelligenter, schneller und sicherer zu machen und auszulegen? Und wie lassen sich damit neue Geschäftsfelder generieren?“
In Bremen-Nord geboren und im niedersächsischen Schwanewede aufgewachsen hat Hellmar Rockel an der TU Clausthal und am Georgia Institute of Technology in Atlanta (USA) studiert und promoviert. Er war bei Bosch, ITK Engineering (Ingenieurgesellschaft für Technische Kybernetik), BMW und zuletzt bei Schaeffler beschäftigt. Dort hat Hellmar Rockel in der Hybridfahrzeugentwicklung, der modellbasierten Systementwicklung und der Simulation gearbeitet.
„Wir begrüßen Dr. Hellmar Rockel ganz herzlich an unserer Hochschule“, sagt Rektor Prof. Dr. Konrad Wolf. „Er bringt Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis mit und ist ein Experte mit tiefem technischen Know-how. Seine Expertise in der Regelungstechnik ist eine wichtige Kompetenz, die wir an der HSB brauchen, um Studierende auf die komplexen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.“
Für Hellmar Rockel ist Bremen mehr als ein Arbeitsplatz – die Stadt ist seine Heimat, die er mit seiner Familie verbindet. Denn sein Vater hat Ende der 1960er Jahre an der damaligen „Ingenieurschule Bremen“ seinen Bau-Ingenieur absolviert. Und er ist Werder-Fan. Auf die Arbeit mit den Studierenden freut er sich: „Lehre hat mir schon immer Freude gemacht – von der Universität bis zum Training in der Industrie. Beim Aufbau multikultureller Teams und globaler Netzwerke habe ich gelernt, dass Zusammenarbeit mehr ist als nur Technik“, so Hellmar Rockel. Dazu gehöre insbesondere das Verständnis, wie Regelungstechniker:innen in Unternehmen kooperieren müssen und dass dabei die richtige Kommunikation oftmals eine größere Herausforderung darstellt als die technisch beste Lösung. „Und ich glaube fest daran, dass Systemdenken und Regelungstechnik Schlüsselkompetenzen sind, die wir unseren Studierenden unbedingt mitgeben müssen“, so der Wissenschaftler. „Für mich ist die Ausbildung der nächsten Generation Ingenieur:innen ein Herzensanliegen.“
Neben seiner Arbeit ist Hellmar Rockel ein leidenschaftlicher Klassik-Musik-Enthusiast. Der Familienvater spielt gern in Orchestern und sucht Mitstreiter:innen für Streichquartett- und -quintettspiel.


