
Wie kann Deutschland kritische Infrastrukturen besser vor Cyberangriffen schützen? Und welche Rolle spielen dabei Unternehmen, Staat und Gesellschaft?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich Prof. Dr. Lars Büttner von der Hochschule Bremen gemeinsam mit Dr. Sven Ludwig in einem Beitrag zum geplanten deutschen „Cyberdome“. Vorgestellt wurden die Ergebnisse auf der International Conference on Critical Information Infrastructures Security (CRITIS 2026), die vom 28. bis 30. September 2026 in Larnaca auf Zypern stattfand.
Der Cyberdome soll den schnellen Austausch von Informationen über Cyberbedrohungen zwischen staatlichen Stellen und Unternehmen ermöglichen. Die Untersuchung macht deutlich, dass nicht allein die Technik entscheidend ist. Für eine wirksame Zusammenarbeit braucht es klare Rollen, verlässliche Regeln und insbesondere rechtliche Sicherheit für die beteiligten Unternehmen.
Grundlage der Untersuchung sind Befragungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Unternehmensvertreterinnen und -vertretern. Dabei zeigen sich Unterschiede in der Wahrnehmung von Cyberrisiken. Gleichzeitig ist die Bereitschaft der befragten Unternehmen zur Zusammenarbeit grundsätzlich hoch. Ihren Beitrag sehen sie vor allem im Austausch von Bedrohungsinformationen und praktischem Know-how.
Der Vortrag macht damit deutlich, dass der deutsche Cyberdome nicht nur eine technische, sondern ebenso eine organisatorische und institutionelle Aufgabe ist.