
Er bringt internationale Erfahrung und eine leidenschaftliche Vision für nachhaltige Stadtentwicklung an die Hochschule Bremen (HSB): Philipp Quack ist seit März Professor für Städtebau und Entwerfen an der School of Architecture.
„Mit der Berufung von Professor Philipp Quack setzen wir an der HSB einen weiteren wichtigen Akzent in der Diskussion um lebenswerte, klimafreundliche und sozial gerechte Städte“, sagt der Rektor der HSB, Prof. Dr. Konrad Wolf. „Philipp Quack bringt eine Mischung aus internationaler Architekturpraxis, akademischer Expertise und großem Engagement für die Stadt der Zukunft mit. Er ist eine Bereicherung für unser Profil. Wir heißen ihn herzlich willkommen.“
„Ich freue mich auf die Arbeit mit den Studierenden und Kolleg:innen in einer spannenden Stadt, in der das ganze Spektrum städtebaulicher Fragestellungen unmittelbar präsent ist“, sagt der 42-jährige Architekt und Stadtplaner, der 1983 in Aachen geboren und in Herford aufgewachsen ist.
Sein Weg führte ihn über das Studium an der Technischen Universität Berlin und ein Auslandssemester in Lund (Schweden) hin zu internationalen Projekten – unter anderem für das Deutsche Archäologische Institut in Assuan (Ägypten). Seit 2013 führt Philipp Quack gemeinsam mit einer Partnerin das Architekturbüro ARQ Architekten Rintz und Quack. Seit 2014 lehrt er an der FH Münster und der Leibniz Universität Hannover. Von 2023 bis 2026 war Philipp Quack als Professor für Entwerfen im Bestand und urbane Transformation an der Hochschule Wismar tätig.
Das Forschungs- und Lehrgebiet von Philipp Quack ist aktueller denn je: „Städtebau und Entwerfen“ – ein Thema, das heute nicht nur Planer:innen, sondern alle betrifft, weil sich bereits auf der städtebaulichen Maßstabsebene wichtige Zukunftsfragen entscheiden: Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum? Wie fördern wir soziale Durchmischung? Wie gestalten wir lebenswerte, gerechte Räume, die an steigende Temperaturen und häufigere Starkregenereignisse angepasst sind?
„Wir müssen den Raum zwischen den Häusern nicht nur dimensionieren – wir müssen ihn auch erlebbar machen“, sagt Philipp Quack. „Guter Städtebau ist nicht nur funktional – er aktiviert und belebt Orte, macht sie zugänglich für alle und integriert und respektiert den Bestand.“
Die Gestaltung qualitätvoller Grünräume, wassersensible Planung und ein ausgewogenes Verhältnis von Bebauung und Freiflächen sind für ihn entscheidende Beiträge zur Bewältigung der Klimakrise und die wachsende Nachfrage nach Lebensqualität. Dabei geht es Philipp Quack nicht nur um die Innenstädte, sondern auch um Zwischen- und Randlagen, klein- und mittelstädtische Räume, die im Fachdiskurs noch häufiger übersehen werden, für die eine gerechte, nachhaltige Stadtentwicklung aber ebenso entscheidend ist.
Was Philipp Quack an Bremen besonders schätzt? „Das Land Bremen bietet mit seiner vielseitigen Hochschullandschaft beste Möglichkeiten der interdisziplinären Vernetzung. Gleichzeitig ist die Stadt selbst ein wichtiger Untersuchungsraum für die Studierenden – mit tollen räumlichen Qualitäten und vielen spannenden Akteur:innen, Projekten und Herausforderungen.“
Wie bewegt er sich durch die Stadt? „Am liebsten mit dem Rad – ein gutes Tempo, um Städte zu entdecken. In Bremen freue ich mich über die Flexibilität von Bre.Bike und viele Wege durch die Stadt und am Wasser entlang.“
Was macht ihm nach der Arbeit den Kopf frei? „Am besten kann ich beim Sport entspannen, egal ob Tennis, Fußball, Radfahren, Schwimmen oder Wandern“, sagt er.


