Die Hochschule Bremen (HSB) hat sich erfolgreich um die Förderung im Programm „FH-Personal“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beworben. Mit dem Programm fördert das BMBF Maßnahmen zur Gewinnung und Entwicklung von Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen (FH) beziehungsweise Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW). Die HSB hat mit ihrem Antrag „HSB-BestPROfessur“ eine Förderung in Höhe von rund 3,9 Millionen Euro beantragt über einen geplanten Zeitraum von Anfang 2023 bis Ende 2028.

„Die Hochschule Bremen hat sich sowohl in ihrem Hochschulentwicklungsplan als auch im Wissenschaftsplan des Landes Bremen dazu verpflichtet, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und  Karrierewege hin zu einer Professur  zukunftsweisend zu gestalten. Ich freue mich daher sehr, dass wir über die Förderung durch das Programm ‚FH-Personal‘ entsprechende Maßnahmen realisieren können“, sagt HSB-Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey. Im Kern zielen die Maßnahmen der HSB darauf ab, den Weg zu einer Hochschulprofessur für potenzielle Bewerber:innen bekannter zu machen, innovative Formate zur Gewinnung von professoralem Personal zu erproben und den Einstieg in diesen Karriereweg durch frühzeitige Qualifizierungsangebote zu unterstützen.

In ihrem Förderantrag nennt die HSB dafür folgende strategische Felder: Neue und effektivere Rekrutierungswege sollen die Bewerbungslage bei Professuren verbessern. Mithilfe von digitalen Mitteln, dem Aufbau verlässlicher Informationsstrukturen und individuellen Angeboten soll die Qualität des Berufungsmanagements und das Onboarding neuer Professuren verbessert werden. Die HSB will mit Qualifizierungsstellen und Schwerpunktprofessuren geeignete Kandidat:innen fördern und neue Wege zu einer Professur ermöglichen.

Querschnittsaufgaben dabei sind eine geschlechterparitätische, diversitysensible und internationale Personalgewinnung sowie der Ausbau von Kooperationen zur Förderung und Bindung von wissenschaftlichem Nachwuchs gemeinsam mit Partnern aus bremischen Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Organisationen. Die HSB setzt dabei auf die zentralen Zukunftsthemen ‚Pflege‘ und ‚digitale Transformation‘. Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Gesundheits- und der Digitalbranche geht die HSB neue Wege zur Qualifizierung von wissenschaftlichem Nachwuchs.

Die folgenden Unternehmen und Einrichtungen wollen dabei mit der HSB kooperieren:

  • Dataport
  • Encoway GmbH / Digital Hub Industry
  • Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM
  • Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH
  • Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH
  • Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH
  • Testia GmbH

„Mit diesen neuartigen Kooperationsmodellen leistet die HSB einen Beitrag, High Potentials für Bremen zu gewinnen und zu binden. Diese innovativen Personalentwicklungsstrategien leisten nicht nur für die HSB, sondern gleichermaßen auch für die beteiligten Unternehmen einen Beitrag, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen“, so die Rektorin der HSB, Prof. Dr. Karin Luckey.

Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling sagt dazu: „Der Hochschule Bremen kommt eine hohe Bedeutung dabei zu, die Unternehmen und Einrichtungen der Region mit hervorragend ausgebildeten Fachkräften zu versorgen. Um eine hohe Qualität in der Ausbildung gewährleisten zu können, bedarf es stetig neuer Professor:innen, die den Dreiklang aus Forschungsstärke sowie umfassender Lehr- und Praxiserfahrung vorweisen können. Ich freue mich, dass die innovativen Rekrutierungsansätze der HSB zur Gewinnung der Lehrkräfte von morgen dank der umfangreichen Förderung des Bundes nun umfassend in der Praxis erprobt und ausgebaut werden können. Damit schaffen wir die Grundlage, dass die HSB auch in Zukunft ihrem Auftrag bestmöglich nachkommen kann.“

HAW leisten durch ihre anwendungsorientierte Ausrichtung einen bedeutenden Beitrag für die Innovationskraft und die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften. Dafür benötigen sie Professor:innen, die in Wissenschaft und Praxis gleichermaßen über hohe Kompetenzen verfügen. Das Förderprogramm unterstützt die Hochschulen dabei, dieses Personal für sich zu gewinnen. Bund und Länder stellen dafür insgesamt 431,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren zur Verfügung. Insgesamt werden 98 HAW in allen 16 Bundesländern gefördert.

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