
Verkehrsplanung ist weit mehr als die Koordination von Asphalt und Ampelphasen; sie ist das Nervensystem unserer modernen Gesellschaft. In Zeiten von Klimawandel, Urbanisierung und digitaler Transformation steht das Fachgebiet vor einem radikalen Umbruch. Es geht nicht mehr nur darum, Menschen von A nach B zu bringen, sondern Mobilität nachhaltig, effizient und vor allem lebenswert zu gestalten. Die erfahrene Verkehrsplanerin Prof. Dr. Stefanie Bremer verstärkt die Fakultät Architektur, Bau und Umwelt der Hochschule Bremen (HSB). Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Praxis und Forschung bringt sie frischen Wind und innovative Ansätze wie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in die Bremer Verkehrsplanung.
Nach ihrem Studium der Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin und einem Auslandsaufenthalt in Glasgow war Stefanie Bremer wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen. Es folgte eine Professur an der Universität Kassel. Parallel dazu leitete sie über 15 Jahre ein eigenes Planungsbüro.
„Wir freuen uns, mit Frau Bremer eine ausgewiesene Expertin gewonnen zu haben, die wissenschaftliche Exzellenz mit langjähriger Planungspraxis verbindet. Davon profitieren insbesondere unsere Studierenden“, sagt HSB-Rektor Prof. Dr. Konrad Wolf.
Prof. Dr. Bremer selbst betont: „Mein Ziel ist eine praxisnahe Lehre und Forschung – denn es gibt im Straßen- und Schienenbau genug zu tun.“
In Bremen möchte Bremer Methodiken und Verfahren praxisnah weiterentwickeln und Werkzeuge erproben, die Planungsverfahren schneller und besser machen. Dazu zählt auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. „Gerade die öffentliche Hand steht vor der Aufgabe, Infrastruktur schneller, aber zugleich qualitativ hochwertig umzusetzen – von der kommunalen bis zur europäischen Ebene“, so Bremer.
Die Lage der Hochschule Bremen sieht sie dabei als Standortvorteil: „Bremen ist eine kleine, kompakte Stadt im hohen Norden. Das wirkt erstmal beschaulich. Aber wenn man die europäische Dimension und die Wasserlage beachtet, merkt man, dass die Stadt gute Voraussetzungen für eine strategische Vernetzung in Forschung und Lehre bietet.“
Auch im Alltag beobachtet Bremer Mobilität aus unterschiedlichen Perspektiven – zu Fuß in der Stadt ebenso wie im Pendlerverkehr. „Man merkt schnell, dass auch in Bremen und dem Umland bestehende Infrastrukturen an ihre Grenzen stoßen und der kluge Aus- und Umbau von Verkehrsräumen noch nicht fertig ist“, sagt sie. Ein Ausgleich zur Arbeit findet sie in der Musik – zu ihren Lieblingssongs gehört beispielsweise „Autobahn“ von Kraftwerk oder „Busfahrt“ von Erdmöbel. Hier zeigt sich, dass Verkehrsplanung bei ihr nicht am Schreibtisch aufhört.

Prof. Dr. Stefanie Bremer
Verkehrswesen und Verkehrsinfrastruktur
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