
Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gewinnen Software-Investitionen zunehmend an strategischer Bedeutung für Unternehmen. Gleichzeitig stoßen klassische Verfahren der Investitionsrechnung, wie etwa die Kapitalwertmethode, bei der Bewertung solcher Investitionen an ihre Grenzen. Ein aktueller Fachartikel von DSBW-Absolvent Sebastian Budde und Prof. Dr. Rosemarie Koch zeigt praxisnah, wie Unternehmen diese Herausforderung mithilfe moderner Entscheidungsansätze bewältigen können.
Der Beitrag mit dem Titel „Entscheidungsfindung bei Software-Investitionen – Fallstudie eines Multi-Criteria Decision Making bei einem deutschen Dentalhersteller“ ist kürzlich in Ausgabe 01/2026 der Fachzeitschrift Controlling – Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmensführung erschienen. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Multi-Criteria Decision Making (MCDM) als Instrument zur strukturierten und transparenten Bewertung von Software-Investitionen. Anhand einer Fallstudie bei einem deutschen Dentalhersteller wird aufgezeigt, wie neben finanziellen Kennzahlen auch qualitative Kriterien wie Usability, IT-Anforderungen oder die Qualität des Softwareanbieters systematisch in die Entscheidungsfindung einbezogen werden können. Die notwendigen Kriterien und deren Gewichtung wurden im Rahmen von Interviews mit zentralen Unternehmensstakeholdern entwickelt und mithilfe des Analytic Hierarchy Process (AHP) gewichtet. Die Ergebnisse zeigen, dass MCDM eine praxisnahe und robuste Grundlage für Investitionsentscheidungen bietet und sich flexibel auf unterschiedliche Branchen und Unternehmensgrößen übertragen lässt.
Die Veröffentlichung unterstreicht die enge Verzahnung von Forschung und Praxis an der Hochschule Bremen sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihren Absolventinnen und Absolventen.