Die Hochschule Bremen (HSB) wird künftig noch stärker in der Airport-Stadt präsent sein. In den zusätzlichen Räumlichkeiten am Standort Flughafendamm 40 plant die HSB, ihre Kompetenzen in den Feldern Schiffbau, Nautik, Logistik sowie Luft- und Raumfahrt zu bündeln. Dadurch wird die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit gestärkt. Als zentrales Element für Studium, Forschung und Transfer soll am Flughafendamm ein Simulationszentrum für die See-, Luft- und Raumfahrt entstehen.

Der Bremer Senat beschloss am 5. Juli 2022, die Gebäude der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa Aviation Training (LAT) zu kaufen. Damit schuf er die Basis für einen neuen Campustyp für die, für das Land Bremen zentralen, Wirtschafts- und Innovationsbereiche maritime Wirtschaft sowie Luft- und Raumfahrt.

Der Zuwachs von insgesamt 9.250 Quadratmetern Nutzfläche ermöglicht es zudem, die bestehende Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung zu vertiefen und neue Kooperationen einzugehen. Mit dem Ankauf des ca. 25.000 Quadratmeter großen Areals durch die Senatorin für Wissenschaft und Häfen ergeben sich weitere zukunftsweisende Potenziale für die Wissenschafts- und Wirtschaftsförderung. So lassen sich weitere Unternehmensansiedelungen, Räumlichkeiten für Spin-offs und Start-ups im Bereich Mobilität im Umfeld der HSB realisieren.

„Die Bremer Airport-Stadt ist als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort von zentraler Bedeutung für Bremen. Die HSB ist mit ihren Kompetenzen in den Bereichen Logistik, Schiffbau, Nautik, Luft- und Raumfahrt eine attraktive Partnerin für Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Ziel der HSB ist es, gemeinsam mit ihnen das Potenzial für Innovationen zu fördern und Impulse für die regionale Entwicklung zu geben. Wir entwickeln in der Airport-Stadt einen neuen, innovativen Campustyp, der Unternehmen und Wissenschaft in einem bundesweit einmaligen ‚Center for Aerospace and Maritime Systems’ zusammenbringt. Wir danken dem Bremer Senat und insbesondere der Wissenschaftssenatorin dafür, dies zu ermöglichen“, so HSB-Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey.

Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling sagt dazu: „Die neuen Gestaltungsmöglichkeiten am Flughafendamm sind eine einmalige Chance für die Hochschule Bremen, bestehende Flächendefizite auszugleichen und einen spannenden Standort in bester Lage zu erschließen. Für die Airport-Stadt, aber auch die Hochschule selbst, ergibt sich durch die Ansiedlung ein weiterer Verknüpfungspunkt zwischen Wissenschaft auf der einen und Wirtschaft auf der anderen Seite, der wichtige Synergien schafft.“

Da die theoretische Pilot:innenausbildung der LAT am Standort in Bremen verbleibt, kann die HSB die bestehende Zusammenarbeit erweitern. Geplant sind gemeinsame Aktivitäten, die sich mit dem Flugverkehr der Zukunft beschäftigen. Durch die Nähe zum Forschungs- und Technologiezentrum ECOMAT, Unternehmen wie Airbus und OHB, aber auch der klein- und mittelständischen Zulieferindustrie ergeben sich neue Formen der Vernetzung.

Im Zusammenspiel mit den bisherigen Gebäuden der HSB an der Flughafenallee mit dem Schwerpunkt im Bereich Informatik sowie Flächenerweiterungen durch Anmietungen in der Hermann-Köhl-Straße, unter anderem für das Bionik-Innovations-Centrum und einen Makerspace, bietet die HSB den Unternehmen in der Airport-Stadt zukünftig vielfältige Möglichkeiten zur Fachkräftesicherung sowie zur Kooperation und Vernetzung im Bereich der Forschung und Innovation. Der direkte Transfer wird damit in Airport-Stadt zu einem besonderen Standortvorteil für Unternehmen.

Knapp die Hälfte der Gesamtfläche (rund 5.500 Quadratmeter) nutzt die HSB bereits in Anmietung: Der Internationale Studiengang Ship Management – Nautical Sciences, der Internationale Studiengang Shipping and Chartering sowie der Studiengang Schiffbau und Meerestechnik zogen im April als Erste in die Airport-Stadt um. Weitere Studiengänge im Bereich Luft- und Raumfahrt sollen folgen.

Auch die anderen Standorte der Hochschule Bremen profitieren von der Entwicklung. Durch den Umzug von Studiengängen in die Airport-Stadt wird Platz auf den Campus Werderstraße und Neustadtswall frei. Die deutliche räumliche Erweiterung leistet somit einen wichtigen Beitrag, um den dringenden Flächenbedarf der HSB abzusichern. Die Deckung des Flächendefizits soll nicht zuletzt die Attraktivität der Hochschule Bremen erhöhen.

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