Schnell-Navigation:

Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

Top-Themen


Studieninhalte

Medieninformatikerinnen und Medieninformatiker

  • haben von Anfang an die Menschen im Blick, für die sie die Systeme bauen,

  • basteln nicht HTML-Seiten, sondern entwickeln Anwendungen für das Web, mobile Geräte und viele andere Medien,

  • malen nicht am Computer, sondern entwickeln neue Software, mit der man malen, gestalten und in 3D spielen kann,

  • ziehen nicht Strippen, sondern richten sichere Netze ein, stationär wie mobil,

  • liefern keinen Spaghetti-Code ab, sondern konstruieren systematisch komplexe Softwaresysteme,

  • dekorieren nicht die Software-Oberfläche, sondern gestalten Mensch-Maschine-Schnittstellen,

  • testen eine Anwendung nicht erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist,

  • machen Nutzern keine Vorschriften, sondern ermöglichen mit ihren Systemen neue Erfahrungen.

Das Studium im Internationalen Studiengang Medieninformatik (ISMI) ist in Grundlagen (erstes Jahr), Aufbau (zweites Jahr) und Vertiefung strukturiert. Nach verpflichtenden Grundlagenveranstaltungen im ersten Studienjahr insbesondere in Mathematik, Informatik, Medieninformatik, Mediengestaltung folgen aufbauende Veranstaltungen im zweiten Jahr in den Bereichen Computergrafik, Softwaretechnik, Rechnernetze/Netzsicherheit, Gestaltung und Mensch-Computer-Interaktion sowie ein Bachelor-Projekt, in dem typischerweise 15 Studierende zusammenarbeiten. Das fünfte Semester ist für das Studium an einer Hochschule im Ausland vorgesehen. Für dieses verpflichtende Auslandssemester pflegt der Studiengang Kontakte zu Hochschulen in aller Welt. Nach dem Auslandssemester folgen vertiefende Wahlpflichtveranstaltungen aus den Gebieten der Medieninformatik – oft in englischer Sprache. Im siebten Semester folgt im Anschluss an ein Betriebspraktikum die Abschlussarbeit.

Wer Lust an Forschung und Entwicklung hat, kann sein Studium an der Hochschule Bremen im Master-Studiengang Informatik (Komplexe Softwaresysteme) fortsetzen.

Durch die überschaubaren Gruppengrößen und die direkte Betreuung durch Professorinnen und Professoren ab dem ersten Semester können wir die Studierenden sofort intensiv fördern und dabei auch auf besondere Begabungen Rücksicht nehmen. Regelmäßig haben dadurch Studierende die Gelegenheit, mit eigenen Beiträgen an internationalen Konferenzen teilzunehmen. Hier einige Beispiele für studentische Arbeiten:

  • Icons für MP3-Dateien,

  • Mobile Spiele. Erleben und Mensch-Computer-Interaktion (Projekte Gangs of Bremen,  Insomnia, Mobotz)

  • Mashups von Daten aus mobilen Spielen mit Google Maps,

  • Interaktives Storytelling,

  • Lernspiel zum Thema Netzsicherheit,

  • Partizipative Stadtentwicklung mit Augmented Reality,

  • Animation und Simulation virtueller Welten

Voraussetzungen:

Medieninformatik ist ein interdisziplinärer Informatikstudiengang, der Interesse und Leistungspotenzial auf allen beteiligten Gebieten erfordern. 

Informatik: Programmierkenntnisse werden zu Beginn des Studiums nicht vorausgesetzt. Um eine Idee zu gewinnen, mit welchen Werkzeugen sie im Studium täglich beschäftigt sein werden, können Interessentinnen und Interessenten sich für einige Wochen die Sprache Java ansehen.

Mathematik: Insbesondere zu Entwicklung von Grafik-, Video- und Audiosoftware werden robuste Mathematikkenntnisse benötigt. Für Studienanfängerinnen und -anfänger, die sich nicht erinnern, was der Zehnerlogarithmus von 1000 ist, findet vor dem ersten Semester ein Mathematik-Auffrischungskurs statt. Dieser ist insbesondere dann Pflicht, wenn der Schulabschluss länger zurückliegt.

Gestaltung: Für die gestalterischen Anteile des Studiums ist keine "künstlerische" Begabung nötig, sondern vor allem Interesse und Neugier – wobei etwas Talent nicht schaden kann. In diesem Studiengang ist richtig, wer zum Beispiel die Kommunikation durch Farben, Formen und Klänge interessant findet oder sich in die Welt der Typographie vertiefen will, in der ein Zehntelmillimeter wichtiger sein kann als im Maschinenbau. 

Medientheorie: Gute Voraussetzungen für das Studium hat, wer daran interessiert ist, Ästhetik und Technik miteinander zu integrieren, wer die Interaktion von Mensch und Maschine verstehen und gestalten will, und wer bereit ist, sich den Problemen und Konflikten zu stellen, die dies theoretisch, praktisch und sozial mit sich bringt. 

Allgemein: Kreative Ansätze und ein methodisches, geplantes Vorgehen sind in diesem Studiengang keine Gegensätze, sondern wollen beide beherrscht und sogar verschmolzen sein. Außerdem setzt das Studium den sauberen Umgang mit Sprache voraus. Denn zum einen ist es wissenschaftlich angelegt, basiert also darauf, korrekte Argumentationsketten zu bilden und diese dann auch noch verständlich darzustellen. Und zum anderen fordert die Projektorientierung eine klare Kommunikation im Team, oft in Form von Dokumenten. 

Entscheidende Erfolgsfaktoren in diesem Studiengang sind Ausdauer und zielgerichtetes Vorgehen bei der Lösung von Problemen. Oft handelt es sich um komplexe gestalterische, technische und/oder theoretische Aufgaben, die sich nicht im Vorübergehen lösen lassen, sondern Recherche, durchdachte (!) Experimente, Kreativität und schlicht Arbeit verlangen. 

Alle Studieninteressentinnen und -interessenten werden dringend gebeten, ein Beratungsgespräch wahrzunehmen und evtl. einen Tag auf Probe zu studieren (Terminabsprache per E-Mail). 

Vollzeitstudium:

Das Studium ist als Vollzeitstudium angelegt. Der Umfang des Studiums ist so angesetzt, dass es dreieinhalb Jahren einer regulären Berufstätigkeit mit wenigen Wochen Urlaub pro Jahr entspricht. Die vorlesungsfreie Zeit (fälschlich als "Semesterferien" bezeichnet) wird für Projekte, Blockveranstaltungen und zur Prüfungsvorbereitung genutzt. Der Stundenplan mit vielleicht nur 20 Stunden Unterricht pro Woche enthält nicht die Arbeitszeit außerhalb der Veranstaltungen. Sie beträgt über das gesamte Semester gerechnet typischerweise noch einmal das Doppelte der im Stundenplan ausgewiesenen Zeit.


 

 

Access Keys: