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Beratungsstelle HERE nutzt Förderung für vernetzte Beratung von Geflüchteten

Große Freude im HERE-Büro, der hochschulübergreifenden Beratungsstelle für Geflüchete, die in Bremen ein Studium aufnehmen wollen: Als eine von bundesweit sieben Initiativen erhält HERE 32.000 Euro Förderung vom Stiftungsfonds Deutsche Bank für das Programm „Angekommen, integriert, qualifiziert“. Es soll Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund zur (Wieder-)Aufnahme und zum Abschluss eines Hochschulstudiums motivieren. HERE hat sein Konzept weiter gefasst. Es berücksichtigt jetzt auch die Menschen, die teilweise bereits im Vorbereitungsstudium merken, dass ein Studium nicht der richtige Weg für sie ist.
Viele Bewerber, wenig Plätze
HERE steht für Higher Education Refugees Entrance und ist ein gemeinschaftliches Programm der Bremer Hochschulen, das internationalen Studieninteressierten den Weg zum Studium eröffnen will. Das Angebot ist groß und reicht von der Beratung bei Tests zur Studierfähigkeit, über das Angebot von Deutschkursen bis hin zum Vorbereitungsstudium für die Aufnahme eines regulären Studiums in Bremen. Das Interesse ist noch viel größer: In der vergangenen Runde kamen mehr als 700 Bewerberinnen und Bewerber auf gerade mal 60 Plätze. Aber nicht alle, die das Vorbereitungsstudium beginnen, werden es auch abschließen. Hier gilt es Hilfestellung zu geben. „Wir können nicht alle perspektivlos wieder wegschicken!“, betont Dr. Annette Lang, Leiterin des International Office an der Universität Bremen. „Vielmehr gilt es, sinnvolle Alternativen zum Studium zu finden.“ Dies geht aber nur, wenn Beratungsstellen wie Agentur für Arbeit, Handelskammer und sogar Firmen voneinander wissen und Hand in Hand arbeiten. „Wir freuen uns sehr über die Fördersumme“, so Lang weiter. „Ein qualifizierter Berufseinstieg ist aus vielen Richtungen möglich. Jetzt können wir unser Beratungskonzept so erweitern, dass wir allen eine Option aufzeigen.“
Verbesserte Beratung durch bremenweite Vernetzung
"Die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner im Dschungel der verschiedenen Beratungsstellen ist für uns schon oft müßig“, gibt Dr. Heike Tauerschmidt, Leiterin des International Office an der Hochschule Bremen, zu bedenken. „Wie fühlt sich dann wohl jemand, der vielleicht noch mit Sprachschwierigkeiten zu kämpfen hat?!“ Um hier eine fundierte Hilfestellung zu geben, wird HERE die Vernetzung der wichtigen Beratungsstellen aber auch verschiedene Bremer Unternehmen vorantreiben. So sollen Geflüchtete und langfristig alle internationalen Studieninteressierte schneller an die richtigen Informationen kommen.
Eigene Netzwerke aufbauen
Im Heimatland gilt ein Studium oft als der einzige Weg zu einem qualifizierten Beruf. Dass dies in Deutschland nicht so sein muss, wissen viele internationale Studieninteressierte nicht. Eine fundierte Ausbildung kann für manche der bessere Einstieg in den Beruf sein. Darum geht das HERE-Konzept noch einen Schritt weiter: „Wir möchten Bremer Unternehmen – egal welcher Größe – mit an Bord holen und durch Unternehmensbesuche den Austausch zwischen potenziellem Chef und vielleicht zukünftigem Auszubildendem fördern“, beschreibt Dr. Christina von Behr, Geschäftsführerin HERE, das Konzept.
Zehn Stipendien für internationale Studierende
Neben der Programmförderung ermöglicht das Geld des Stiftungsfonds auch die Vergabe von zehn Stipendien an internationale Studierende. Auch sie werden von der vernetzten Beratung und dem Austausch mit Bremer Firmen profitieren „Die meisten internationalen Studieninteressierten kommen ohne Netzwerk zu uns“, so von Behr. „Direkte Kontakte ermöglichen es ihnen, z.B. für Vorpraktika oder Praxissemester, wie sie in manchen Studiengängen gefordert werden, schon einmal Tuchfühlung aufzunehmen.“
Kontakt:
HERE – Higher Education Refugees Entrance
Geschäftsführung
Christina von Behr
Mail: vonbehr@herebremen.de
Tel.: +49 421/218-69680


veröffentlicht am 2017-02-15 15:14

 

 

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