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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Wissenschaft und Kunst im Dialog – Zwischenbilanz für das Wintersemester

Zum ersten Mal finden in diesem Wintersemester Lehrveranstaltungen an der Hochschule Bremen in Form einer Tandemlehre in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern statt. Anfang Dezember zogen Lehrende und Studierende eine erste Zwischenbilanz und stellten ihre Teilprojekte aus den vier beteiligten Fakultäten vor:
• Entwurfs- und Planungsmethoden (Architektur)
• Strömungslehre (Bionik)
• Statistik (European Finance and Accounting)
• Wissenschaftliches Arbeiten und Einführung in die Freizeitwissenschaft (Angewandte Freizeitwissenschaft)
Lucia Kapicinska (School of Architecture) erläuterte die Arbeiten der Studierenden zum Thema „Körper“. Gemeinsam mit der Dramaturgin Anke Euler (step text dance project) wurde das Konzept für diese integrierte Lehrveranstaltung entwickelt und umgesetzt. Die erste Aufgabe für die Studierenden bestand darin, die Maße ihres Körpers zu erkunden (Finger, Hand, Fuß usw.) und mit dem eigenen Körper den Raum zu vermessen (Ort-Analyse). Entstanden sind u.a. beindrucktende „Aufsteller“ mit den Körperbildern der Beteiligten.
Roland Huhs (Theaterwerkstatt der HSB) bilanzierte das Konzept der „anderen Bibliothekseinführung“. Hierbei wurde eine Kernbotschaft der Bibliothek in Absprache mit den Kollegen dramaturgisch in eine Theaterszene umgesetzt. „ Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene“, lautete der einfache Text im Script. In verteilten Sprechrollen wurde diese Botschaft von den Studierenden der Freizeitwissenschaft in der ansonsten natürlich ganz leisen Umgebung laut vorgetragen, und die Darsteller nutzten den Raum zwischen den Regalen, um für Zuschauer und Beteiligte die Teilbibliothek am Neustadtswall einmal ganz anders zu erschließen. Ein kleines Gemeinschaftserlebnis war diese „Störung“ allemal.
Weitere Projekte fanden in Zusammenhang mit der Bremer Shakespeare Company statt (Umfrage zu den Schlafgewohnheiten der Erstsemester mit Geschichten zu den Matratzen). Die Strömungslehre in Bionik wurde durch moderne Tanz-Konzepte bereichert, und die Bewegung im Raum konnte durch aktive Körperarbeit nachvollzogen werden (step text dance project). Für die Berufsrollen in der Freizeit (z.B. Eventmanagerin) wurden schließlich kurze Theaterscenen erarbeitet und im Modul zur Aufführung gebracht.

Die Zwischenbilanz aller Projekte zeigt ein differenziertes Bild und verweist auf ganz unterschiedliche Studienkulturen in den technischen und gesellschaftswissenschaftlichen Fakultäten. Teilweise hätten sich die Studierenden eine stärkere Verbindung zu ihren Lernaufgaben gewünscht. Sowohl eine starke, prüfungsrelevante Integration in Module erscheint machbar als auch die Entwicklung freiwillig wahrgenommener kulturell anregender Zusatzangebote. Die beteiligten Künstler und Institutionen betonten ihre Offenheit für eine Fortführung des Vorhabens. Eine abschließende Evaluation ist für Januar 2017 vorgesehen.
Ansprechpartner
Name Telefon E-Mail
Brinkmann, Dieter, Dr. +49 421 5905 3733  senden


veröffentlicht am 2016-12-15 13:08

 

 

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