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Schüler starten selbstgebaute Miniatur-Satelliten - Der erste deutsche CanSat-Wettbewerb findet vom 6. bis 10. Oktober in Bremen statt

Senatorin Eva Quante-Brandt eröffnet als Schirmherrin die Wettbewerbswoche im Bremer Rathaus
Die Bezeichnung „CanSat“ beschreibt recht genau, worum es bei dem ersten bundesweiten Wettbewerb dieser Art vom 6. bis 10. Oktober 2014 in Bremen geht: Nach einer Vorauswahl aus ursprünglich 36 Mannschaften haben sieben Monate lang 52 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren aus acht Bundesländern in zehn Teams an Satelliten von der Größe einer Dose entwickelt, getüftelt und getestet. Bei dem Wettstreit werden die „Dosen-Satelliten“ mit einer Trägerrakete auf eine Höhe von ca. 1.000 Meter gebracht und müssen während der Fallphase ihre Funktionsfähigkeit unter Beweis stellen. Das Siegerteam nimmt anschließend als amtierender deutscher Meister am europäischen Wettbewerb teil. Inititiator ist die Europäische Weltraumagentur (ESA), die Jugendliche für Naturwissenschaften und Technik - namentlich die Raumfahrt - begeistern. Dabei sollen sie abseits des Klassenzimmers ein vollständiges Raumfahrtprojekt durchlaufen und an sich abstrakte mathematische und physikalische Inhalte ganz praxisnah anwenden. Zu den Kooperationspartnern zählt unter anderem die Hochschule Bremen, die mit ihrem Institut für Aerospace Technologie (IAT) seit dem Schuljahr 2006/2007 das Gymnasiale Oberstufenprofil Luft- und Raumfahrt (GymProLuR) am Gymnasium Vegesack und am Ökumenischen Gymnasium (ÖG) Bremen mit dem IAT als Kooperationspartner betreibt. Finanziell unterstützt wird die Kooperation als „Junior-Ingenieur-Akademie Luft- und Raumfahrt Bremen“ von der Deutsche Telekom Stiftung. Am Montag, dem 6. Oktober, eröffnen um 14 Uhr Schirmherrin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Bildung und Wissenschaft, und Clara Cruz Niggebrugge (ESA, ESERO Administrator) den Wettbewerb.

Wie bei einer echten Raumfahrtmission waren die Jugendlichen auch für die Finanzierung ihres Projekts zuständig und warben bei Sponsorengelder für die Beschaffung der Bauteile ein. Dabei ist technisches Know-How allein nicht ausreichend, ebenso kommt es auf Erfindungsreichtum, Kreativität und vor allem auf eine gute Teamarbeit an. Am 8. Oktober 2014 erleben die Schülerinnen und Schüler schließlich hautnah den Höhepunkt des Wettbewerbs: den Raketenstart ihres CanSats vom Flugplatz Rotenburg Wümme. Danach werden die Schülerinnen und Schüler die empfangenden Daten auswerten und ihre Ergebnisse der Jury und dem Publikum vorstellen.

Die Wettbewerbskampagne ist gleichzeitig ein Beitrag für die internationale WoldSpaceWeek, die offiziell durch die Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. Während der Weltraumwoche vom 4. bis 10. Oktober finden um den gesamten Erdball Veranstaltungen zum Gedenken an die Höhepunkte der Weltraumfahrt: statt. Am 4. Oktober 1957 startete Sputnik I, und am 10. Oktober 1967 wurde der Weltraumvertrag unterzeichnet.
Ansprechpartner
Name Telefon E-Mail
Steckemetz, Bernd, Prof. Dr.-Ing. +49 421 5905 5519  senden


veröffentlicht am 2014-10-02 13:15

 

 

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