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2. Bremer Freizeitkongress eröffnet: Lebensqualität durch Nachhaltigkeit?

Der zweite Bremer Freizeitkongress (Motto: Lebensqualität durch Nachhaltigkeit?) in der Hochschule Bremen wurde heute (16.11.12) eröffnet mit Ansprachen der Rektorin der Hochschule, Prof. Dr. Karin Luckey, Prof. Dr. Winfried Osthorst - Prodekan der Fakultät Gesellschaftswissenschaften - und der Studiengangsleiterin des Internationalen Studiengangs Angewandte Freizeitwissenschaft, Prof. Dr. Renate Freericks. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland, Österreich und Litauen sowie Studierende der Hochschule Bremen kommen zu diesem zweitägigen Forum an der Hochschule Bremen zusammen, um der Bedeutung von Nachhaltigkeit als Thema für Freizeit, Bildung und Tourismus auf den Grund zu gehen.

Im Einführungsvortrag widmete sich Dr. Bernd Stecker, Professor im Internationalen Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft, der spannenden Frage, inwieweit Freizeit und Nachhaltigkeit als Duell oder Duett zu begreifen sind. Prof. Dr. Stecker hob hervor, dass dem Freizeitbereich bei der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung eine Schlüsselrolle zukomme, da Freizeit für die Lebensqualität von elementarer Bedeutung sei. Umgekehrt führe aber gerade der Bau und Betrieb von Freizeitangeboten zu negativen ökologischen, sozialen und ökonomischen Konflikten. Stecker zeigte mittels dieses Spannungsfeldes sowohl die negativen als auch die positiven Effekte von Freizeit auf und bot Lösungsansätze für die Förderung einer nachhaltigen Freizeitgestaltung und -entwicklung.

In weiteren Vorträgen und Foren wurden Fragestellungen aus den Bereichen Freizeitbildung, Freizeitmanagement und Freizeitplanung aufgeworfen und kritisch diskutiert, wie: Welche Leitlinien gibt es, um für ein gutes Leben zu planen und zu entscheiden? Wie lässt sich Lernen und Bildung für eine Gesellschaft der Zukunft organisieren? Wie können wir mit gutem Gewissen unterwegs sein? Welche Perspektiven hat eine Destinationsentwicklung jenseits der Wachstumslogik?

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln beschäftigten sich die Referenten aus Wissenschaft und Praxis mit den wandelnden Herausforderungen, die sich unter verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit an eine zukunftsfähige Freizeitgestaltung stellen. Angesicht globaler ökologischer wie ökonomischer Veränderungen und Herausforderungen scheinen neue Formen des Konsums genauso wie die Stärkung der sozialen Teilhabe von Nöten zu sein, um eine verbesserte Lebensqualität zu erlangen.

Neben den wissenschaftlichen Debatten kommt auch Raum für geselligen Austausch nicht zu kurz: bei einem Abendevent am heutigen Freitag können im grünen Science Center „botanika“ Netzwerke aufgenommen oder vertieft werden.

Veranstalter ist der Internationale Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft an der Hochschule Bremen und das Institut für Freizeitwissenschaft und Kulturarbeit (IFKA) e.V. (Prof. Dr. Renate Freericks, Prof. Dr. Rainer Hartmann, Prof. Dr. Bernd Stecker, Dr. Dieter Brinkmann) in Kooperation mit der Kommission „Pädagogische Freizeitforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, Hamburg, und dem Forschungscluster „Lebensqualität“ der Hochschule Bremen.


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veröffentlicht am 16. November 2012

 

 

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