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Ehrensenatorenessen der Hochschule Bremen mit thematischem Schwerpunkt „Seefahrt 2040“

Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, und Thorsten Mackenthun, Vorsitzer des Bremer Rhedervereins
Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, und Thorsten Mackenthun, Vorsitzer des Bremer Rhedervereins
„Bündelung einschlägiger Fachkompetenz ist entscheidender Beitrag zur Qualifizierung dringend benötigter Fachkräfte“
Beim diesjährigen „Ehrensenatoren-Essen“ der Hochschule Bremen ging es dieses Mal um drei inhaltliche Schwerpunkte: Zum einen wollte die Hochschule Bremen den Stiftungen und Unternehmen danken, die unter dem Motto: „Investition in Bildung“ die maritime Ausbildung an der Hochschule Bremen in den nächsten Jahren finanziell unterstützen. Zum anderen wurde Thorsten Mackenthun, dem Vorsitzer des Bremer Rhedervereins und Geschäftsführer der Hanseatic Lloyd Schiffahrt GmbH & Co. KG, die Würde eines Ehrensenators der Hochschule Bremen verliehen. Darüber hinaus sollte den Gästen aus Wirtschaft und Politik das aktuell entwickelte Zukunftskonzept der maritimen Lehre und Forschung an der Hochschule Bremen sowie den neuen Forschungscluster „Seefahrt 2040“ vorgestellt werden.
(v.l.:) Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, Robert Völkl (Geschäftsführer des Bremer Rhedervereins), Svenja Hösel (Kieserling-Stiftung), Björn Nullmeyer (Bremer Landesbank) und Matthias Hondt (Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Steinberg und Partner, Hamburg)
(v.l.:) Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, Robert Völkl (Geschäftsführer des Bremer Rhedervereins), Svenja Hösel (Kieserling-Stiftung), Björn Nullmeyer (Bremer Landesbank) und Matthias Hondt (Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Steinberg und Partner, Hamburg)
Die Hochschule Bremen warb insgesamt 380.000,- Euro ein. Stifter und Förderer sind die Bremer Landesbank, die Kieserling-Stiftung, viele Unternehmen im Bremer Rhederverein, die Conrad Naber-Stiftung sowie die Hamburger Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. Steinberg und Partner GmbH. Mit dem Geld soll die schifffahrtsbezogene Ausbildung, vor allem im Internationalen Studiengang Shipping and Chartering B.A., unterstützt werden.

Die Ehrensenatorwürde erhielt Thorsten Mackenthun für das jahrelange vielfältige und finanzielle Engagement des Bremer Rhedervereins für die Studiengänge der Fachrichtung Nautik und Seeverkehr. „Dank der schon bisher gelebten ‚Public Private Partnership’“, so Hochschul-Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey, „konnte die Hochschule Bremen in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten in der Fachrichtung Nautik und Seeverkehr deutlich erhöhen.“ Hinzuzurechnen ist die finanzielle Förderung durch den Verband Deutscher Reeder, dem die Bremer Reeder gleichfalls angehören, vorrangig für die Bereitstellung eines weiteren hochmodernen Schiffsführungssimulators. Der Bund und das Land Bremen stellen aus dem Hochschulpakt zusätzliche Stellen für mehr Studienplätze zur Verfügung. - Gemäß Bremischem Hochschulgesetz können die „Hochschulen […] für besondere Verdienste um die Hochschule die Würde eines Ehrenbürgers, einer Ehrenbürgerin oder eines Ehrensenators, einer Ehrensenatorin oder andere akademische Ehrungen verleihen“ (Paragraph 67, Absatz 1).
Inhaltliche Stichworte der maritimen Lehre und Forschung (Cluster „Seefahrt 2040“) an der Hochschule Bremen sind unter anderem „Schiffbau und Meerestechnik“, „Maritime Simulation“, „Schifffahrts- und internationales Transportrecht“, „Qualifizierungsstrategien Nautik“, „Maritime Aspekte der angewandten Biologie und der Bionik“, „Hafenlogistik“, „Offshore / Hafenbau“ oder „Meerespolitik / Klimaanpassung in der Hafenwirtschaft“.

Legt man den Lebenszyklus eines Schiffes zugrunde, lässt sich die maritim geprägte Lehr- und Forschungsstruktur der Hochschule Bremen wie folgt abbilden:
• Im Bereich Schiffbau („Ship building“) verfügt die Hochschule Bremen über vier Bachelor-, Dual- und Masterstudiengänge. Ein weiteres Masterangebot ist in Kooperation mit der Hochschule Emden/Leer und der dänischen Svendborg International Maritime Academy in der Entwicklung. Teilaspekte des Schiffbaus und der maritimen Fragestellungen werden zudem in der Fachrichtung Bionik (ein Bachelor-, ein Masterstudiengang) behandelt.
• Im Themenfeld Reedereien („Ship owning companies“) sind vor allem zu nennen der Internationale Studiengang Shipping and Chartering B.A. sowie der International Master of Business Administration; letzter bietet als Lehrinhalt unter anderem Maritime Transport. An der German Graduate School of Logistics in Abu Dhabi ist die Hochschule Bremen mit einschlägigem Lehrexport beteiligt.
• Schiffsführung („Ship operation“): Fragen des sicheren, kosteneffizienten und umweltschonenden Schiffsbetriebs sind wesentliche Bestandteile der nautischen Ausbildung im Rahmen des Studiengangs Nautik (zukünftig: Internationaler Studiengang Ship Management B.Sc.). Die entsprechenden kommerziellen Aspekte werden im Internationalen Studiengang Shipping & Chartering (B.A.) gelehrt, der zukünftige Internationale Studiengang Ship Technology and Maritime Management (M.Sc.) wird ebenfalls in großem Umfang Facetten von „Ship operation“ abdecken. Dies gilt ebenso für das zusammen mit Lotsenverbänden in Entwicklung befindliche Masterprogramm Maritime Pilotage (M.Sc.). Auch in den Schiffbau-Studiengängen ist das Thema „Ship operation“ essentieller Bestandteil der Ausbildung. Das Institut für maritime Simulation unterstützt Lehre und Forschung im Gebiet „Ship operation“ auf vielfältige Weise.
• Die Entsorgung von Schiffen („Ship scrapping”) im Sinne des Lebenzyklusmanagements eines Schiffs spiegelt sich vor allem in der Lehre in den schiffbaulichen Studiengängen (Beispiel: umweltschonender Schiffsbetrieb und umweltfreundliches Schiffsdesign) und dem fakultätsübergreifenden Forschungspotential wider.
• Schiffsfinanzierung („Ship financing“) wird insbesondere im Internationalen Studiengang Shipping and Chartering (B.A.) gelehrt, Vertiefungen sind durch engere Verflechtungen mit der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät möglich.
• „Ship classification“ und „Ship building“ sind eng miteinander verwoben, so dass Aspekte der Schiffsklassifizierung vor allem in Lehre und Forschung durch die Fachrichtung Schiffbau und Meerestechnik abgedeckt werden. Einschlägige Inhalte werden außerdem vom zukünftigen Internationalen Studiengang Ship Technology and Maritime Management (M.Sc.) angeboten werden.
• Die Registrierung von Schiffen („Ship registration“) findet im Internationalen Studiengang Shipping and Chartering ihren Niederschlag und hat zudem unmittelbaren Einfluss auf die Ausbildung im Rahmen des Nautik-Studiengangs.
• „Ship insurance“: Der Internationale Studiengang Shipping and Chartering (B.A.) weist durch seine Vertiefung versicherungsrechtlicher und seehandelsrechtlicher Aspekte der Schifffahrt ein deutliches Differenzierungsmerkmal zu anderen „landseitigen“ maritimen Studiengängen auf.
• Die Ausbildung der Studierenden zum nautischen Wachoffizier und das Angebot industriespezifischer Weiterbildungsveranstaltungen - zum Teil in nationaler, zum Teil in internationaler Kooperation – sorgt für entsprechende Bedarfsdeckung auf dem Arbeitsmarkt für Seefahrer („Seafarer supply).
• Hafenmanagementaspekte („Port operation“) sind Bestandteile des Lehrangebots der Studiengänge Nautik sowie Shipping and Chartering (B.A.). In Zusammenarbeit mit der Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA) wurde ein Lehrmodul zum Thema Terminalmanagement entwickelt. Das zukünftige Masterprogramme Maritime Pilotage (M.Sc.) (s.o.) ist ebenfalls dem Themenfeld „Port operation“ zuzuordnen. - Aus dem Forschungscluster Seefahrt 2040 sind Mitglieder der Fakultät Gesellschaftswissenschaften im Forschungsverbund Nordwest 2050 mit dem Teilprojekt Klimaanpassung im Hafen befasst. - Das Institut für maritime Simulation arbeitet regelmäßig an Hafenstudien mit, weitere fakultätsübergreifende Projekte mit Hafenbezug sind derzeit im Rahmen von Seefahrt 2040 in der Planung.

Der Forschungscluster „Seefahrt 2040“ an der Hochschule Bremen bündelt also die einschlägige Kompetenz der Fakultät Natur und Technik mit weiteren Forschungsgebieten der übrigen vier Fachbereiche. „Mit diesem ganzheitlichen Ansatz als fachübergreifendes Netzwerk reicht die Bedeutung des Forschungsclusters ,Seefahrt 2040’ weit über die Bremer Landesgrenzen hinaus. Dank dem breiten Spektrum und dem interdisziplinären Ansatz mit allumfassender maritimer Lehre und Forschung werden wir auf diesem Feld eine regelrechte Dachmarke etablieren“, so Karin Luckey. „Außerdem leistet die Hochschule Bremen mit dieser Bündelung einschlägiger Fachkompetenz einen ganz entscheidenden Beitrag zur Qualifizierung der in der Region dringend benötigten Fachkräfte.“ Beziehe man ferner ein, dass mit der Fachrichtung Luft- und Raumfahrt und den dazugehörigen Studiengängen und Instituten ein weiteres Verkehr- und Transport-bezogenes Fachgebiet an der Hochschule Bremen angesiedelt ist, „wird deutlich, welches thematisch-inhaltliche Schwergewicht die Hochschule Bremen im Bereich Transport und Logistik - hierzu zählen auch die logistischen Lehrangebote der Fakultät Wirtschaftswissenschaften - in der gesamten Hochschullandschaft darstellt,“ so die Rektorin der Hochschule Bremen.

Insgesamt sind 767 Frauen und Männer in Schifffahrts- und Nautikstudiengängen der Hochschule Bremen eingeschrieben: Mit 385 Studierenden im Studiengang Nautik, 156 Immatrikulierten im Internationalen Studiengang Shipping and Chartering Hinzuzurechnen sind 226 Frauen und Männer in den vier unterschiedlichen Studiengängen Schiffbau und Meerestechnik (Bachelor (auch international), Master und dual). Damit dürfte die Hochschule Bremen die größte seefahrtsbezogene akademische Ausbildungsstätte in Deutschland sein. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit liegt beim Institut für maritime Simulation, dem Institut für Schiffs- und Meerestechnologie sowie dem Maritimen Institut Bremen.

Der Forschungscluster „Seefahrt 2040“ setzt sich aus den nachstehenden Spezialisierungen, differenziert nach Fakultäten, zusammen:
• Fakultät Natur und Technik:
o Schiffbau und Meerestechnik
o Maritime Aspekte der angewandten Biologie
o Maritime Aspekte der Bionik
o Maritime Simulation
o Schifffahrtsrecht / Internationales Transportrecht
o Qualifizierungsstrategien Nautik / Seeverkehr
o Seeverkehrswirtschaftsmärkte / Maritimes
o Management / CSR
o Schifffahrt und Umwelt
o Nautik, insbesondere „Human Element“
• Fakultät Wirtschaftswissenschaften:
o Hafenlogistik
o Sektorale Industriepolitik und seewärtiger Außenhandel
• Fakultät Architektur, Bau und Umwelt:
o Offshore / Hafenbau
• Fakultät Gesellschaftswissenschaften:
o Meerespolitik / Klimaanpassung in der Hafenwirtschaft
• Fakultät Elektrotechnik und Informatik:
o Simulation / Visualisierung


Hinweise für Redaktionen:
Unter: https://dataexchange.hs-bremen.de/exchange?g=777enq stehen bis zum 2. April 2012 Fotos zum Herunterladen bereit, die im Zusammenhang mit der Berichterstattung in den Medien kostenfrei verwendet werden dürfen. Fotograf: Michael Bahlo.
Bildunterschriften:
005 bis 007: Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, und Thorsten Mackenthun, Vorsitzer des Bremer Rhedervereins.
008: Prof. Dr. Hans Gudenschwager (links), Dekan der Fakultät Natur und Technik, Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, und Thorsten Mackenthun, Vorsitzer des Bremer Rhedervereins und Ehrensenator der Hochschule Bremen.
010: Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, Prof. Dr. Hans Gudenschwager (Mitte), Dekan der Fakultät Natur und Technik, und Thorsten Mackenthun, Vorsitzer des Bremer Rhedervereins und Ehrensenator der Hochschule Bremen.
011: Thorsten Mackenthun, Vorsitzer des Bremer Rhedervereins und Ehrensenator der Hochschule Bremen.
014: : (v.l.:) Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, Robert Völkl (Geschäftsführer des Bremer Rhedervereins), Svenja Hösel (Kieserling-Stiftung), Björn Nullmeyer (Bremer Landesbank) und Matthias Hondt (Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Steinberg und Partner, Hamburg)
016: Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, und Conrad Naber (Namensgeber der gleichnamigen Stiftung)
018: Thorsten Mackenthun, Vorsitzer des Bremer Rhedervereins und Ehrensenator der Hochschule Bremen.
Ansprechpartner Forschungscluster „Seefahrt 2040“:
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veröffentlicht am 07. März 2012

 

 

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