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Wendige Miniflieger im internationalen Wettbewerb - Bioniker erringt mehrere Preise bei der IMAV 2011

Die diesjährige “International Micro Air Vehicle Conference and Flight Competition 2011” (IMAV 2011) fand vom 12. bis 15. September in ‘t Harde (Niederlande) statt. William Thielicke, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachrichtung Bionik der Hochschule Bremen, belegte zwei erste Plätze und konnte außerdem mit seinem Team „Akaflieg“ einen Sonderpreis entgegennehmen.

Auf dem Symposium tauschen sich jedes Jahr internationale Entwicklergruppen von autonomen Mikrofluggeräten (MAVs) über die rasanten Entwicklungen auf diesem Gebiet aus. Interdisziplinäres Wissen aus Aerodynamik, Elektronik, Biologie, Mechanik und weiteren Fachgebieten ist gefragt - ein ideales Arbeitsfeld für Bioniker. So informierte William Thielicke in einem Vortrag über aerodynamische Phänomene des Schlagflugs bei Vögeln und Mikrofluggeräten. Thielicke arbeitet am Bionik-Innovations-Centrum der Hochschule Bremen, wo er zu dem Thema promoviert.

Über den wissenschaftlich-technischen Informationsaustausch hinaus ist der Flugwettbewerb ein fester Bestandteil der Tagung. Verschiedene Aufgaben in Innenräumen sowie im Außenbereich stellen die manchmal nur 20 cm großen und unter 300 Gramm leichten Fluggeräte sowie deren Bediener vor große Herausforderungen.

Hier konnte William Thielicke in unterschiedlichen Kategorien gegen international renommierte Arbeitsgruppen gleich zwei Siege verbuchen. In der „Indoor Pylon Challenge“ schlängelte sich der von ihm selbst erdachte, gebaute und gesteuerte Hexacopter („Sechsflügler“) „Shrediquette BOLT“ am geschicktesten durch einen eng gewundenen Parcours. Bei einer weiteren Flugaufgabe schaffte es der Miniflieger als einziger im gesamten Wettbewerb, einen Gegenstand in einem verwinkelten Raum zu finden und durch eine kleine Luke nach draußen zu transportieren. Der Pilot an der Fernsteuerung konnte sein MAV dabei nur über eine Videobrille oder am Monitor verfolgen. „Ich habe das große Glück, eine Küche mit genau den gleichen Raumabmessungen zu haben. Daher konnte ich diese Disziplin zwischen Töpfen und Tellern bereits ein wenig üben“, schmunzelte Thielicke nach der Entscheidungsrunde.

Auch die Leistungen von Thielicke und seinem Team „Akaflieg“ in den Konkurrenzen, die in der umgebenden Heidelandschaft ausgetragen wurden, überzeugte die Veranstalter, so dass den Bremern zum Ende der Veranstaltung der Sonderpreis der niederländischen Polizei für den besten Gesamteindruck der Fluggeräte eines Teams überreicht wurde.


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veröffentlicht am 30. September 2011

 

 

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