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Schiffgestützte Behandlung von Kunststoffen zur Implementierung von Wertschöpfungsketten - Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft an internationalem Forschungsprojekt beteiligt

Plastikabfälle im Meer sind ein aktuelles und weithin bekanntes Problem. Zur Lösung des Problems wird bei den aus der Presse bekannten Ansätzen meist die Abreicherung von Kunststoffabfällen aus den Meeren erforscht bzw. angewendet. Im Gegensatz dazu setzt das Forschungsprojekt KuWert (Schiffgestützte Behandlung von Kunststoffen zur Implementierung von Wertschöpfungsketten in wenig entwickelten Ländern sowie zur Vermeidung von Kunststoffeinträgen in die Umwelt und insbesondere in marine Ökosysteme) in seiner Systematik an der Quelle des Problems an. Es wird gefördert im Rahmen der Initiative "Plastik in der Umwelt - Quellen, Senken, Lösungsansätze" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). In ihm kooperieren Partnereinrichtungen aus Deutschland, Sierra Leone und Mauritius. In dem Vorhaben geht es nicht vordergründig um die Sammlung von Kunststoffabfällen aus dem Meer, sondern präventiv um die Verringerung des Eintrags in die Umwelt und damit auch ins Meer. Dazu werden Maßnahmen zur Reduzierung des Eintrags von Kunststoffabfällen in die Umwelt entwickelt, wobei die jeweiligen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Zielländer berücksichtigt werden sollen.
Allgemein entgehen durch nicht erfasste Kunststoffabfälle wenig entwickelten Ländern, gerade für gering ausgebildete Menschen, Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten. Werthaltige Kunststoffabfälle gelangen hier meist in die Umwelt und stellen eine wesentliche Quelle für den Eintrag in die Meere dar. Daher ist das Ziel des 18-monatigen Projektes die Entwicklung von Konzepten und Vorplanungen zur Implementierung einer Infrastruktur zur Erfassung, schiffsgestützten Behandlung und Vermarktung von Kunststoffabfällen, um den Eintrag von Kunststoffabfällen in die Umwelt in wenig entwickelten Ländern zu reduzieren. Aufgrund unsicherer politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in vielen Zielländern, die auch einen Mangel an landgestützter Entsorgungsinfrastruktur bedingen, wird in dem Vorhaben die Entwicklung einer schiffgebundenen Infrastruktur angestrebt.
Neben dem Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen GmbH (Dr. Martin Wittmaier, Dipl.-Geoökol. Sebastian Wolff), der Nehlsen GmbH & Co. KG, der Technolog Service GmbH, die zugleich das Vorhaben koordiniert, gehören die University of Mauritius sowie die University of Sierra Leone zu den Kooperationspartnern.

Die Idee zu dem Projekt entstand vor ein paar Jahren im Rahmen des inzwischen abgeschlossenen EU-Projektes CODWAP (ACP-EU Cooperation Programme in Higher Education – EDULINK; http://www.codwap.hs-bremen.de), an dem ebenfalls das Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft sowie die Partner aus Mauritius und Sierra Leone beteiligt waren. Bei gemeinsamen Veranstaltungen in den afrikanischen Ländern wurde die Notwendigkeit erkannt und das Potenzial gesehen, über die Vermarktung von Kunststoffabfällen sowohl den Menschen der Zielländer zu helfen als auch die Umwelt zu entlasten.


Für Nachfragen zum Projekt:
Dr. Martin Wittmaier, Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen GmbH, 0421-5905-2326, wittmaier@hs-bremen.de
Die Projektpartner:


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