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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Mit „HSBflex“ neue Wege ins Studium finden - Innovatives Angebot für Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer und beruflich Qualifizierte

Besonderheit: Individuelles Coaching
Bereits 2011 haben Bund und Länder den Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ gestartet. Gefördert werden seitdem Programme, die unter anderem die Anrechnung von Prüfungsleistungen aus der beruflichen Bildung in ein Studium ermöglichen oder den Übergang aus der beruflichen Bildung erleichtern. Damit ist die Zielgruppe klar umrissen: Insbesondere Berufstätige und beruflich Qualifizierte erhalten so - darunter auch Berufsrückkehrinnen und -rückkehrer oder Personen mit familiären Pflichten - eine verbesserte Möglichkeit, um Beruf und Familie mit einem Studium zu vereinbaren. Die Hochschule Bremen (HSB) beteiligt sich mit dem Projekt „Flexible Studienstrukturen für eine offene Hochschule“ („HSBflex“) an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Programm. „In zwei Studiengängen werden derzeit beispielhaft Konzepte und Maßnahmen entwickelt, mit denen die Studienstrukturen der HSB an die Bedürfnisse neuer Zielgruppen angepasst werden können,“ erklärt Prof. Dr. Axel Viereck, Konrektor für Studium und Lehre und HSBflex-Projektleiter anlässlich einer vorläufigen Zwischenbilanz. „Mit dem Vorhaben schaffen wir neue Formen des Zugangs zu einer ‚offenen Hochschule‘, um Anreize für individuelle Berufliche Weiterqualifizierung auf Hochschulniveau zu setzen.“

Für Personen mit Berufserfahrung werden am Beispiel des Bachelor-Studiengangs „Mechatronik B.Eng.“ Maßnahmen zur Individualisierung und Flexibilisierung des Studieneinstiegs und des Studienverlaufs entwickelt und erprobt. So können Inhalte aus der beruflichen Qualifikation als bereits erbrachte Studienleistung angerechnet werden, wodurch das Mechatronik-Studium gegebenenfalls kürzer und flexibler studierbar wird. Die Lehre an der HSB ist so gestaltet, dass sich internetgestützte Lernphasen mit Präsenzzeiten abwechseln (Integriertes Lernen oder „Blended Learning“). Berufstätigen wird dadurch eine weitgehend orts- und zeitunabhängige Studienorganisation ermöglicht. Die Online-Lernplattform der Hochschule sichert stets direkten und schnellen Kontakt zur Studienbetreuung, zu den Lehrenden des Faches und zu Kommilitonen. Bereits vor Studienbeginn hilft ein Angebot von Vorkursen - wie mathematische Grundlagen, Englisch, Lern- und Arbeitstechniken -, sich optimal auf den Start des Studiums vorzubereiten. Die Kurse bauen auf dem jeweiligen individuellen Wissensstand auf und vermitteln bereits erste grundlegende Studieninhalte.
Wer sich als Berufsrückkehrerin bzw. Berufsrückkehrer, nach Elternzeit oder mit Familienpflichten sich auf Masterniveau weiterbilden will, kann im „General Management Studium“ individuell und flexibel angepasste Module belegen. Auch in diesem zweiten Modell wechseln sich internetgestützte Lernphasen mit Präsenzzeiten ab (Integriertes Lernen oder „Blended Learning“). Zulassungsvoraussetzung sind in diesem Fall ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium, eine bis zu zweijährige Berufserfahrung und gute Deutsch- und Englischkenntnisse.

„Die HSB möchte beruflich Qualifizierte bei ihrer Studienentscheidung und ihrem Wechsel zwischen Beruf und Hochschule unterstützen und bietet deshalb eine
Leistung an, die Hochschulen ansonsten in dieser Form nicht bieten: ein individuelles, professionelles Coaching“, betont Axel Viereck. „Die Frage nach den Anforderungen im Studium spielt für beruflich Qualifizierte eine besondere Rolle, weil sie sich vielfach nicht sicher sind, ob sie tatsächlich studierfähig sind. Auch die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium ist nicht leicht zu bewältigen. Dabei unterstützt sie ein persönlicher Coach.“ Das Coaching ist freiwillig und richtet sich nach den jeweiligen zeitlichen Möglichkeiten der Interessentinnen und Interessenten. Das mit den Gegebenheiten der HSB bestens vertraute Coaching ist so angelegt, dass es nicht nur zur Klärung der Studienentscheidung in Anspruch genommen werden kann. Es steht auch beim Studienstart und im weiteren Verlauf des Studiums so oft zur Verfügung, wie es benötigt wird. Da das Coaching Teil der BMBF-Förderung ist, kann es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos angeboten werden. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet.

HSBflex unterstützt die Entwicklung eines räumlich und zeitlich unabhängigen, „flexiblen“ und selbstgesteuerten Lernens durch den Einsatz von Blended Learning. Gemeint ist damit ein Mix aus Online- und Präsenzlehre. „Blended Learning ist also nicht gleichzusetzen mit einem Fernstudium, bei dem man weitgehend auf sich allein gestellt ist,“ so Axel Viereck weiter. „Vielmehr ist Blended Learning in integriertes Lehr-Lernkonzept, das neue Medien mit klassischen Lehrmethoden wie Vorlesung und Seminar vernetzt und mehr studienbegleitende Unterstützung durch e-Tutoren vorsieht.“ Der Lehr- und Lernprozess orientiert sich folglich noch stärker an den Lernenden und ihren Bedürfnissen. Trotz der Vernetzung über neue Medien fallen die klassische Vorlesung und der direkte Austausch mit anderen also nicht weg, sie konzentrieren sich lediglich auf gezielte Anwesenheitstermine. Dadurch kann das Studium besser mit einer parallelen Berufstätigkeit vereinbart werden. Die Anrechnung von beruflichen Vorleistungen und zielgruppenangepasste Brückenkursen fördert zudem den Anschluss ins Studium.

Nach Ende der zweieinhalbjährigen Projektlaufzeit im Januar 2018 werden die gewonnen Erkenntnisse und die erarbeiteten Lösungen auf andere Studiengänge übertragen und so Schritt für Schritt zum Regelangebot ausgebaut. Das Fördervolumen des BMBF-Projektes beträgt knapp 1,1 Mio. Euro.
Ansprechpartner
Name Telefon E-Mail
Viereck, Axel, Prof. Dr. +49 421 5905 2235  senden
Ansprechpartner
Name Telefon E-Mail
Müller, Anna, Dr. +49 421 5905 2032  senden


veröffentlicht am 2016-12-09 09:59

 

 

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